Raymond Queneau: Zazie in der Metro (Suhrkamp) – Buchpremiere mit dem Übersetzer Frank Heibert
Madame will ungestörte Zeit mit ihrem Liebhaber verbringen. Daher übergibt sie ihre Tochter Zazie ihrem Bruder, der als Frauendarsteller in einem Nachtclub arbeitet. Bei ihrem Onkel lernt Zazie seine Frau kennen, einen Taxifahrer, eine Kellnerin, einen Papagei und vor allem das überbordende Paris. Zazie aber hat einen Herzenswunsch – sie will mit der Metro fahren! Doch die wird ausgerechnet an diesem Wochenende bestreikt. Dachten wir bisher! Aber nach sechzig Jahren kommt hier in der Übersetzung des preisgekrönten Frank Heibert die erweiterte Ausgabe des Romans, mal schauen, was da passiert … es moderiert Übersetzerkollege Hinrich Schmidt-Henkel.

wann? Dienstag 28. Mai 2019 um 20 Uhr
wo? im FHXB-Museum, Dachetage
Vorverkauf 6 € / 4 € – Tageskasse 8 € / 5 €
In Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag.
Frank Heibert studierte Romanistik und Germanistik in Berlin, Rom und Paris. Heibert ist tätig als Projektleiter und Moderator von Literaturveranstaltungen, hält Seminare zu Übersetzungsfragen und schreibt Literaturrezensionen. Seit 1983 übersetzt er Literatur aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen. Im Jahr 2012 erhielt Heibert für seine Übersetzungen den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis, 2016 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis.
Hinrich Schmidt-Henkel studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Saarbrücken. Seit 1987 übersetzt er Prosa, Theaterstücke und Lyrik aus dem Französischen, Norwegischen und Italienischen ins Deutsche. Als besonders bedeutende Leistung wurde von der Kritik seine 2003 erschienene Neuübersetzung von Célines Roman Reise ans Ende der Nacht gewürdigt.

Ostsee und Nordsee sind nicht weit entfernt, auch an einem Binnensee ist es nützlich, verschiedene Seemannsknoten machen zu können oder die Windstärken richtig einzuschätzen. Wie wäre es, eine Sanduhr zu bauen oder gleich eine Entsalzungsanlage…? Dieses Buch ist wie eine riesige Schatzkiste voller Informationen und Anregungen für größere Kinder (und Erwachsene!), sich rund um das weltumspannende Thema Meer zu beschäftigen, zu testen, zeichnen, basteln und auszuprobieren. Auch an Land einfach toll! (Stefanie Hetze)
Ein neuer Coup des Gespanns Eva Muszynski und Karsten Teich. Das Huhn Trudel Gedudel will sich nicht wie die anderen bravbiederen Hühner und Puten im eingezäunten Käfig mit dem begnügen, was alle tun. Sie möchte mehr sehen, etwas erleben, dabei immer die Worte ihrer unangepassten Tante Elli im Ohr. Am Zaun lernt sie die Möwe Gräten-Käthe kennen, die sie anstachelt, ins Freie zu kommen. Und tatsächlich, Trudel Gedudel schafft es hinaus in die weite Welt. Viele Gefahren lauern, doch das eigenwillige Huhn findet immer einen Weg auch aus den schwierigsten Situationen. Mit viel pointiertem Witz in Sprache und Bild erzählt bietet „Trudel Gedudel“ großen Vorlese- und Anschauspaß für die ganze Familie. (Stefanie Hetze)
Am liebsten verkriecht sich Andrea in einem großen Karton in seinem Kinderzimmer. Und zwar mit seinem besten Freund, einem in die Jahre gekommenen Kaninchen namens Maikel. Viel geredet und gemacht wird da zwar nicht, aber Andrea braucht ohnehin viel Zeit für sich und Rückzugsmöglichkeiten. Als sein alleinerziehender Vater eines Tages
Es geht um Bee. Nach dem Tod ihres Freundes Jim hat sie sich zurückgezogen und ihre sozialen Kontakte abgebrochen. Ein Jahr später wird sie von vier ihrer alten Freunde zu einem Wochenende in Wincroft eingeladen. Dort angekommen fahren sie alle zu einem Konzert. Da wird natürlich getrunken, weshalb sie auf dem Rückweg nur knapp einem Autounfall entgehen. Zurück in Wincroft klingelt ein alter Mann. Er teilt ihnen mit, der Unfall wäre wirklich passiert und nur einer hätte überlebt. Welcher der Fünf überleben soll, müssten sie selbst abstimmen mit maximal einer Gegenstimme. Bis sie das geschafft haben, müssten sie die gleichen 11,2 Stunden immer wieder erleben. Doch inwiefern unterscheidet sich die Niemalswelt von der normalen und können alle der Niemalswelt widerstehen?
Am liebsten spielen die Geschwister Pia und Pablo mit ihren Handpuppen. Eine ganze Theatergruppe erwecken sie im fantasievollen Spiel jeden Tag zum Leben. Doch mit dem neuen Nachbarsjungen Ricky kommt Verunsicherung in das bis dato so einträchtige Lieblingsspiel: Ihhh, Puppen!, ruft er entsetzt und nimmt Pablo direkt mit in sein Reich der Rennbahnen, Autos und Flugzeuge. Pia bleibt enttäuscht zurück. In kunstvollen Bildern und mit einer überraschenden Wendung erzählt Sonja Danowski, wie die Kinder den Konflikt selbständig und jenseits aller Klischees auflösen und spielerisch ihre Welten miteinander verbinden.
Italienische Kinder zum Beispiel, an die tristen „Spiel“-Plätze ihrer Heimat gewöhnt, wollen, einmal in Berlin, nichts anderes machen, als die hiesigen tollen Spielplätze zu erobern. In diesem übersichtlichen Führer werden die schönsten und abwechslungsreichsten Plätze quer durch die Bezirke vorgestellt. Jeder ausgewählte Spielplatz wird mit einer Geschichte zu seinem Konzept, seinen vielen Besonderheiten und phantasievollen Details vorgestellt. Es gibt wunderbare Fotos, klar gestaltete Karten und alle nötigen praktischen Infos (wie eine Altersempfehlung oder Hinweise auf Fehlendes wie Sonnenschutz). Und als Extraschmankerl zu jedem Spielplatz noch eine passende spezielle Kinderbuchempfehlung. Da kann es doch losgehen auf Erkundungs- und Spieltour kreuz und quer durch Berlin! (Stefanie Hetze)
Nach seinem wunderbaren Geburtstagsfest ist der Bär traurig, weil es soo lange dauern wird, bis er wieder feiern kann. Der Igel geht mit ihm die nächsten Wochentage, Monate und Jahreszeiten durch, in denen aus seiner Perspektive so viel Aufregendes passieren wird! Wird sich der Bär von der Lebensfreude seines kleinen Freundes anstecken lassen? In drei Geschichten, die wohlgesetzt mit sparsamen Worten und großflächigen Bildern wirkungsvoll in Szene gesetzt sind, verblüfft und unterhält das großartige Duo Pauli-Schärer wieder kleine und große Leser*innen. Ein Geniestrich. (Stefanie Hetze)
Die Zwillinge Juju und Jojô leben in einer großen Stadt in Brasilien. Als die beiden jünger waren, pflanzte ihr Vater vor dem Haus einen Baum, der heute schon fünf Stockwerke hochgewachsen ist und als einziges Biotop der Straße vielen Insekten als Zuhause dient. Darüber freut sich besonders Jojô, die sich für alles begeistert, was da kreucht und fleucht! Eymard Toledo begeistert einmal mehr mit ihren detailreichen Materialcollagen, in denen sie Kindern Einblicke in den Alltag einer hierzulande nur wenig bekannten Landeskultur bietet. (Jana Kühn)