Lesung

Wir laden herzlich ein zur Lesung mit Massimo Gezzi aus seinem Roman „Adriatica“.

Zwei Menschen, zwei Generationen, ein Ort – eine besondere Begegnung

Emilie und Tullio treffen zufällig an der Strandpromenade aufeinander. Zwei Generationen, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine wütende junge Frau voller Träume, die aufbegehrt gegen ihr Umfeld, und ein fast Siebzigjähriger, der sein ungelebtes Leben Revue passieren lässt. Doch ihre tiefe Einsamkeit verbindet sie. Ihre Begegnung findet in einer imaginären Stadt an der adriatischen Küste statt, die beispielhaft ist für das Lebensgefühl in der italienischen Provinz.

Lesung mit Massimo Gezzi
in deutscher und italienischer Sprache
wann? Donnerstag, 5. November um 20 Uhr
wo? in der Dante

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Donnerstag, 5. November

Wir laden herzlich ein zur Lesung mit Massimo Gezzi aus seinem Roman „Adriatica“.

Zwei Menschen, zwei Generationen, ein Ort – eine besondere Begegnung

Emilie und Tullio treffen zufällig an der Strandpromenade aufeinander. Zwei Generationen, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine wütende junge Frau voller Träume, die aufbegehrt gegen ihr Umfeld, und ein fast Siebzigjähriger, der sein ungelebtes Leben Revue passieren lässt. Doch ihre tiefe Einsamkeit verbindet sie. Ihre Begegnung findet in einer imaginären Stadt an der adriatischen Küste statt, die beispielhaft ist für das Lebensgefühl in der italienischen Provinz.

Lesung mit Massimo Gezzi
in deutscher und italienischer Sprache
wann? Donnerstag, 5. November um 20 Uhr
wo? in der Dante

©Ilaria-Passano
©Ilaria-Passano

Der Autor Massimo Gezzi (*1976) veröffentlichte mehrere Gedichtbände sowie den Erzählband „Le stelle vicine“. Er ist Gründer und Koordinator der literarischen Plattform Le parole e le cose. Gezzi lebt in Lugano, wo er Italienisch an einem Gymnasium unterrichtet. 2016 wurde ihm der Schweizer Literaturpreis verliehen. Der Roman „Adriatica“ ist sein erster Roman. Er ist im Oktober 2025 bei Gramma Feltrinelli erschienen und für den Literaturpreis Premio Strega 2026 nominiert.

Mit Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Louise Kennedy: Red

Aus dem Englischen von Claudia Glenewinkel und Hans-Christian Oeser
Claassen 2026, 384 Seiten, 24 Euro 

Irland, 1980er Jahre. Als die Außenseiterin dem Mädchenschwarm der Schule einen Brief ihrer Freundin übergibt, nimmt eine außergewöhnliche Beziehung ihren Anfang. Red, der gutaussehende badboy aus finanziell besseren, aber gewaltgeprägten Verhältnissen, findet bei Róisín und deren alleinerziehender Mutter lebenslange Freundschaft und familiären Halt. Die moralische Enge und wirtschaftliche Aussichtslosigkeit des kleinen irischen Städtchens treiben die beiden zur Flucht. Sie hat den Dialekt der irischen Arbeiterklasse, er ein familiäres Trauma im Gepäck, so landen sie über Umwege gemeinsam in der Hausbesetzer*innenszene Londons. Stations heißt der Titel im englischen Original und dabei hätte man bleiben sollen, denn es ist der mitreißende Lebensweg einer wütenden, oft beschämten und so klugen jungen Frau, den Louise Kennedy hier erzählt. Róisín bricht ihr Studium ab und in ein Leben auf, in dem sie gerade neben den vorgesehenen Bahnen von Erfolg und Scheitern so etwas wie Selbstbestimmung entdeckt. Red verliert sie unterwegs, findet ihn wieder, bleibt ihm verbunden und versucht trotzdem nie ihn zu retten.
Eine Charakter- und Zeitstudie von unglaublicher Intensität. Selten wurde die Anarchie und Enge der Thatcherjahre so nah erzählt. (Kerstin Follenius)

Das bestelle ich bei Dante!

Emma Carroll: Dracula & Töchter, Band 1

Übersetzt von Fabienne Pfeiffer, Carlsen, 336 Seiten, 15 Euro
ab 10 

Der wohl berühmteste Vampir der Welt respektive der Kultur- und Literaturgeschichte heißt Dracula. Seit Bram Stokers Ur-Fassung aus dem Jahr 1897 gab es unzählige Adaptionen des Themas. Mit Dracula & Töchter reiht sich die englische Autorin Emma Carroll mit einer mehr als geglückten Variante für junge Lesende ein. Ihrem viktorianischen Setting (nebst Bram Stoker in einer nicht unwichtigen Nebenrolle) verpasst sie bei aller steampunkgien Ausstattung zwischen den Zeilen gehörig zeitgemäßen Schwung. Die Bewohner*innen Temstowns haben es seit einer gefährlichen Vampirepidemie vor über zwanzig Jahren gelernt, sich mit Knoblauch, Lavendel & Co. im Alltag gegen Vampire zu wappnen. Doch nun scheint der Spuk von vorn zu beginnen. Die drei charakterlich selbstverständlich sehr unterschiedlichen Protagonistinnen Mina, Buffy und Bella rutschen wider Willen in die Untersuchungen hinein und lernen dabei so manches eigene Familiengeheimnis kennen. Ein wirklich schön gestaltetes Buch, ein bisschen unheimlich und sehr witzig – dieser Reihen-Auftakt macht in jedem Fall Lust auf mehr Geschichten des selbstbewusst verwegenen Trios! (Jana Kühn)

Das bestelle ich bei Dante!

Nadia Davids: Kapfieber

Übersetzt von Stephanie Singh, Doerlemann 2026, 272 Seiten, 23 Euro

Eine Stadt am südafrikanischen Kap, Anfang der 1920er: Soraya scheint sich glücklich schätzen zu können. Bei einer alleinstehenden britischen Witwe kann sie als Dienstmädchen arbeiten, weder sind übergriffige Männer im Haus noch anstrengende Kinder. Trotzdem wappnet sie sich mit einer äußerlich devoten Fassade und verheimlicht Mrs Hattingh, dass ihr Vater, ein religiöser muslimischer Kalligraph, ihr Lesen und Schreiben beigebracht hat. Ihre Arbeitgeberin geriert sich als sozial engagierte Wohltäterin, schreibt für ihre junge Angestellte Briefe an deren Verlobten, verlangt von Soraya aber unablässig Verfügbarkeit und ständige Dankbarkeit. Sorayas Familie braucht dringend ihren Lohn, weshalb sie nicht gegen Mrs Hattinghs immer unverschämtere Ansprüche rebelliert. Aber sie erkennt die Schwächen der Witwe, die den äußeren Schein wahrt, aber kaum ihre Rechnungen bezahlen kann und sich nach ihrem weit entfernt in England lebenden Sohn sehnt. Das muss wiederum Soraya mit Besuchsverbot bei ihrer Familie und ihrem Liebsten büßen. Grandios, wie die Autorin den Kreis um die beiden so ungleichen und einander trotz allem so ebenbürtigen Frauen in dem Haus voller leerer, dauernd geputzter Zimmer immer enger zieht. Aus einem Kammerspiel entwickelt sich ein explosives spannungsreiches Drama um Privilegien, Macht und Ohnmacht, um Ausdauer und Widerstand – mit einem hoffnungsvollen Ende. (Stefanie Hetze)

Das bestelle ich bei Dante!

Sabrina Janesch: Territorium

Rowohlt 2026, 480 Seiten, 26 Euro

„Wie stiehlt man ein Land?“, fragt – rhetorisch – die Journalistin Emma Nãwahĩ in einer ihrer Kolumnen, um die sarkastische Antwort gleich mitzuliefern: durch Manipulation, Unterwanderung, Schamlosigkeit und Vetternwirtschaft. Bereits hier, auf Seite 28 des opulent erzählten Romans „Territorium“, kommt man kaum umhin, Bezüge zu aktuellen politischen Machtspielen zu ziehen.
Hawai’i 1893. Lili’uokalani, die letzte Monarchin des Inselstaates, regiert seit zwei Jahren und ist kurz davor, eine neue Verfassung zu proklamieren, die die Rechte der indigenen Bevölkerung stärken und die der ausländischen Plantagenbesitzer beschränken sollte. Der darauffolgende Putsch markiert den Anfang vom Ende des souveränen Königreiches Hawai’i. 1898 wird es annektiert, 1900 zu US-Territorium erklärt.
„Territorium“ erzählt von dieser Übernahme, mehr noch vom Widerstand, der sich ihr entgegenstellt und schließlich in einem Aufstand gipfelt. Sabrina Janesch hat spürbar tief recherchiert, und ebenso tief taucht man beim Lesen in Hawai’is Geschichte ein. Ein Buch für zwischendurch ist das nicht, dafür ist seine erzählte Welt zu dicht. Wer dem Roman aber Zeit gibt und sich die Muße gönnt, wird belohnt.

Das bestelle ich bei Dante!

BOOKTALK & WORKSHOP

Alexandra Klobouk
We are family

Kinder zu bekommen, ist für ein Paar das Abenteuer seines Lebens. Für die Geburt gibt es einen Geburtsvorbereitungskurs – aber niemand bereitet zukünftige Eltern darauf vor, was sie erwartet, wenn sie vom Paar zur Familie werden.

Alexandra Klobouks charmant illustrierter, kluger Elternratgeber hilft, bestens gewappnet in die herausfordernde Transformation zu starten, wenn aus einem Paar eine Familie wird. „We are family“ ist der Crashkurs für gleichberechtigte Elternschaft, der alle Herausforderungen im Leben junger Familien behandelt und Antworten auf die großen Fragen bietet.

BOOKTALK & WORKSHOP
Wann? 16. und 17.10.
Wo? in der O45

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LESUNG

Stefanie López
Das Veto-Prinzip in der Familie

Wir lieben unsere Kinder und verhalten uns trotzdem oft anders, als wir es uns vornehmen. Es fühlt sich an wie ein persönliches Scheitern und oft fehlen uns die Ideen, wie wir etwas ändern können.

Stefanie López verbindet in diesem Buch persönliche Einblicke in ihren eigenen Weg mit fundiertem Wissen und zeigt: Veränderung beginnt nicht im Kopf allein. Neues Verhalten muss erlebt und geübt werden. Denn gerade in stressigen Momenten greifen wir meist auf das zurück, was wir selbst gelernt und erlebt haben. Auf Grundlage des Veto-Prinzips zeigt sie, wie Eltern lernen können, sich selbst ernst zu nehmen, klar Nein zu sagen und gleichzeitig in Beziehung mit ihrem Kind zu bleiben.

wann? Sonntag, 18.10. um 15 Uhr
wo? in der O45
Eintritt frei.

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Sonntag, 18.10.

LESUNG
Stefanie López
Das Veto-Prinzip in der Familie

Wir lieben unsere Kinder und verhalten uns trotzdem oft anders, als wir es uns vornehmen. Es fühlt sich an wie ein persönliches Scheitern und oft fehlen uns die Ideen, wie wir etwas ändern können.

Stefanie López verbindet in diesem Buch persönliche Einblicke in ihren eigenen Weg mit fundiertem Wissen und zeigt: Veränderung beginnt nicht im Kopf allein. Neues Verhalten muss erlebt und geübt werden. Denn gerade in stressigen Momenten greifen wir meist auf das zurück, was wir selbst gelernt und erlebt haben. Auf Grundlage des Veto-Prinzips zeigt sie, wie Eltern lernen können, sich selbst ernst zu nehmen, klar Nein zu sagen und gleichzeitig in Beziehung mit ihrem Kind zu bleiben.

wann? Sonntag, 18.10. um 15 Uhr
wo? in der O45
Eintritt frei.

Stefanie López ist Familienbegleiterin, Paarberaterin und Geschäftsführerin. Seit über zehn Jahren unterstützt sie Eltern, Familien und Paare dabei, gleichwürdige und nährende Beziehungen zu gestalten. Ausgebildet am Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung sowie geprägt durch traumasensible Ansätze, verbindet sie fundiertes Fachwissen mit persönlicher Erfahrung als Mutter von zwei Kindern.

Freitag & Samstag, 16./17. Oktober

BOOKTALK & WORKSHOP
Alexandra Klobouk
We are family

Kinder zu bekommen, ist für ein Paar das Abenteuer seines Lebens. Für die Geburt gibt es einen Geburtsvorbereitungskurs – aber niemand bereitet zukünftige Eltern darauf vor, was sie erwartet, wenn sie vom Paar zur Familie werden.

Alexandra Klobouks charmant illustrierter, kluger Elternratgeber hilft, bestens gewappnet in die herausfordernde Transformation zu starten, wenn aus einem Paar eine Familie wird. „We are family“ ist der Crashkurs für gleichberechtigte Elternschaft, der alle Herausforderungen im Leben junger Familien behandelt und Antworten auf die großen Fragen bietet.

BOOKTALK
Lasst uns ins Gespräch kommen über die Herausforderungen und noch wichtiger – die vielen Lösungen für ElternPaare.
Wann? Freitag, 16.10. um 20 Uhr
Wo? in der O45

KOSTENLOSER WORKSHOP
Fastforward Crashkurs – das Wichtigste, was das Leben als Paar und Familie einfacher macht, kompakt in 3 Stunden. Für Schwangere, Paare & sonstige Eltern.
Der Workshop  ist kostenlos, meldet euch schnell verbindlich an! Mail@alexandraklobouk.com
Wann? Samstag, 17.10. 10-13 Uhr
Wo? in der O45

Alexandra Klobouk ist Illustratorin, Künstlerin und Autorin. In ihrer Arbeit verbindet sie visuelles Storytelling, Journalismus und interkulturelle Kommunikation. Sie zeichnet für namhafte Medien wie ZEITMagazin, SZ-Magazin, Merian u.v.m. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin und hat in den vergangenen Jahren viele der Inhalte ihres Buches selbst getestet.