LESUNG
Stefanie López
Das Veto-Prinzip in der Familie
Wir lieben unsere Kinder und verhalten uns trotzdem oft anders, als wir es uns vornehmen. Es fühlt sich an wie ein persönliches Scheitern und oft fehlen uns die Ideen, wie wir etwas ändern können.
Stefanie López verbindet in diesem Buch persönliche Einblicke in ihren eigenen Weg mit fundiertem Wissen und zeigt: Veränderung beginnt nicht im Kopf allein. Neues Verhalten muss erlebt und geübt werden. Denn gerade in stressigen Momenten greifen wir meist auf das zurück, was wir selbst gelernt und erlebt haben. Auf Grundlage des Veto-Prinzips zeigt sie, wie Eltern lernen können, sich selbst ernst zu nehmen, klar Nein zu sagen und gleichzeitig in Beziehung mit ihrem Kind zu bleiben.
wann? Sonntag, 18.10. um 15 Uhr
wo? in der O45
Eintritt frei.
Stefanie López ist Familienbegleiterin, Paarberaterin und Geschäftsführerin. Seit über zehn Jahren unterstützt sie Eltern, Familien und Paare dabei, gleichwürdige und nährende Beziehungen zu gestalten. Ausgebildet am Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung sowie geprägt durch traumasensible Ansätze, verbindet sie fundiertes Fachwissen mit persönlicher Erfahrung als Mutter von zwei Kindern.

Kinder zu bekommen, ist für ein Paar das Abenteuer seines Lebens. Für die Geburt gibt es einen Geburtsvorbereitungskurs – aber niemand bereitet zukünftige Eltern darauf vor, was sie erwartet, wenn sie vom Paar zur Familie werden.
Alexandra Klobouk ist Illustratorin, Künstlerin und Autorin. In ihrer Arbeit verbindet sie visuelles Storytelling, Journalismus und interkulturelle Kommunikation. Sie zeichnet für namhafte Medien wie ZEITMagazin, SZ-Magazin, Merian u.v.m. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin und hat in den vergangenen Jahren viele der Inhalte ihres Buches selbst getestet.
Žemaitė (1845-1921) wurde in eine polnischsprachige kleinadlige Familie in der westlitauischen Zemaitija geboren (nach der sie ihren Kunstnamen wählte) und fühlte sich zeitlebens dem einfachen Landleben nahe. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie einen Litauer, einen ehemaligen Leibeigenen. Mit fast 50 Jahren begann sie auf Litauisch zu schreiben: Geschichten über meist bäuerliche Frauenschicksale. Das Kopftuch nahm sie aus Solidarität mit der Landbevölkerung nie ab: Es wurde zum ikonischen Signum ihrer Erscheinung. Über soziale Verhältnisse und politische Umbrüche hinweg setzte sie sich für die Verbesserung der Lage der Frauen und eine Modernisierung der Gesellschaft ein. Ihre Prosa ebenso wie ihre erstaunliche Autobiographie verfasste sie in mündlichem Ton, auf Litauisch mit zemaitischem Gepräge und polnischen, weißrussischen, russischen, jiddischen und deutschen Einflüssen.
Giuseppina Rigatoni ist Mitte fünfzig, unterrichtet Regie an der Filmuniversität und hofft darauf, endlich selbst wieder einen Kinofilm drehen zu können. Das damit einhergehende Umgarnen von Funktionär*innen und Filmstars, die sie gewinnen muss, damit ihr Filmprojekt realisiert wird, löst zunehmend Widerstände in ihr aus. Nichtsdestotrotz fliegt sie nach London, Paris und Venedig und lächelt auf Filmpartys gegen ihren inneren Impostor-Chor an.
Neben unseren Autor*innenlesungen wollen wir in der Dante ein neues Format starten, mit dem wir den Raum hinter dem Buch genauer in Augenschein nehmen. Den Auftakt zu dieser Reihe von Werkstattgesprächen machen wir mit den beiden Autorinnen Lene Albrecht und Laura Lichtblau. Beide thematisieren in ihren letzten Büchern Aspekte ihrer Familiengeschichten und schreiben gleichzeitig über einen konkreten Zeitraum deutscher Geschichte. Laura Lichtblau beschäftigt sich in ihrem Buch Sund mit der Rolle ihres Urgroßvaters im Nationalsozialismus, während Lene Albrechts Roman Weiße Flecken die familiäre Verflechtung mit der Kolonialgeschichte Togos in den Blick nimmt. Durch die Perspektive der eigenen Familiengeschichte ist eine distanzierte Recherche nach nüchtern wissenschaftlichen Kriterien kaum möglich und literarisch vermutlich nicht gewünscht. Wiederum gehören Generationenromane und Familiengeschichten zu den gefragtesten Formaten im Buchhandel.
Oft gibt es einen Impuls oder Ausgangspunkt, dann aber verliert man sich in einer (aufgeschobenen) Recherche – oder lässt sich von einer fiesen Schwellenangst ganz abhalten. In einem Auftaktworkshop stellen die beiden Autorinnen verschiedene Methoden vor, z.B. Archivarbeit, partizipative Recherche oder „Machen als Recherche“. Im Anschluss steht die eigene Idee im Mittelpunkt. Jede Woche werden kurze Prompts als Einladung versendet, sie mit unterschiedlichen Mitteln weiterzuentwickeln. Über die Ergebnisse wird am zweiten Termin ausgetauscht. Welche Spuren sind hier bereits angelegt und welche lohnt es weiter zu entwickeln.
Warum Sardinien so glücklich macht oder das Geheimnis eines langen Lebens – so lautet der Untertitel des Buches, das die vielen Facetten des sardischen Lebens erkundet: gutes Essen, viel Bewegung, unberührte Natur und starke soziale Bindungen. Das Buch lädt ein zu einer inspirierenden Reise über die einzigartige Mittelmeerinsel, auf der Tradition, Gemeinschaft und modernes Lebensgefühl harmonisch zusammenkommen. Ein liebevoller Appell, das Beste der mediterranen Lebenskunst in den eigenen Alltag zu integrieren.
