16.30 Uhr Bilderbuch-Kino: „Die Böckchenbande geht ins Schwimmbad“ von Bjørn F. Rørvik und Gry Moursund bei Klett Kinderbuch
Drei verwegene Geschwister, die fest zusammenhalten – naja, meistens – sind voller Lust auf Schwimmbad, Waffeln mit Sahne und das Leben überhaupt, und sie kennen (und mögen) die Angst vor dem genauso bösen wie dummen Troll. „Die Böckchenbande geht ins Schwimmbad“ ist eine pralle, sommersatte Danteperlen-Geschichte, sie ist witzig und gefährlich und geht gut aus. Die Bilder sind wild und wie von Kinderhand mit irrsinniger Begeisterung selbst gemalt und geklebt.
Vorlesen wird Uli Pollack, der weltbeste Bibliothekar der Nürtingen-Grundschule.
Für Kinder ab 4 – Eintritt frei
18.00 Uhr Buchpremiere mit Martin Muser: „Kannawoniwasein – Manchmal muss man einfach verduften“ bei Carlsen
Kannawoniwasein! Da fährt Finn zum ersten Mal alleine mit dem Zug nach Berlin – und wird prompt beklaut. Zu allem Übel schmeißt ihn dann noch der Schaffner raus, mitten im Nirgendwo. Aber so lernt Finn Jola kennen, die immer einen flotten Spruch draufhat und weiß, wie man auf eigene Faust in die „Tzitti“ kommt. Eine abenteuerliche Reise durch die Walachei beginnt, auf der die beiden einen Traktor kapern, im Wald übernachten, einem echten Wolf begegnen, Finns Rucksack zurückerobern – und richtig dicke Freunde werden. So spannend wie „Emil und die Detektive“ und so cool wie „Tschick“.
21.30 Uhr Lesung mit Anke Stelling

Wenn Anke Stelling schreibt, geht es viel um Frauen, Mütter und Familien, vor allem aber um unbequeme Fragen und ungeschönte Wahrheiten, die dann doch alle betreffen. Gemeinsam mit der Autorin lesen und reden wir über ihre Bücher „Bodentiefe Fenster“, „Fürsorge“ und – ein schöner Ausblick, weil noch unveröffentlicht – „Schäfchen im Trocknen“ allesamt erschienen im Verbrecher Verlag.
Eintritt frei

Wir freuen uns auf Samstag, den 24. März 2018 – den Indiebookday! Heißt, den (in)offiziellen Feiertag der unabhängigen Verlage.
Jeden Sommer verbrachte Thomas de Padova in einem Dorf am Meer in Apulien, Geburtsort seines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters – drei Männer, die irgendwann aus Italien aufbrachen in die Welt. Seine Großmutter blieb. Jahr für Jahr erwartet sie ihn, still auf einem Stuhl sitzend, im Dunkel ihres Zimmers: eine alte, schwarz gekleidete Frau, die ohne Kühlschrank lebt. Warum hat der Großvater seine Frau immer behandelt, als existierte sie nicht? Was hat die beiden vor mehr als einem halben Jahrhundert aneinandergebunden? Diese Geschichte ist eine Schatzkammer: Erfüllt vom hellen Licht der Adria und durchzogen von uralten Geheimnissen, bewahrt sie in knappen, leuchtend klaren Szenen eine ganze Welt in sich auf.
Die Verlegerin des AvivA Verlags, VIRGINIA-Redakteurin und Vorsitzende der Kurt-Wolff-Stiftung steht für Fragen rund um ihren Verlag und das unabhängige Verlegen überhaupt bereit und erzählt von persönlichen Herzensbüchern.
Mai 1988: In Westberlin wird der „Revolutionäre 1. Mai“ begangen, in Polen beginnen die Frühjahrsstreiks der Solidarność. Da lernen sich in einer Kreuzberger Kneipe Jan und Wiola kennen. Er, ein Revolutionsromantiker aus Westberlin, sie Doktorandin aus Krakau. Was weiß er über Polen? Nichts. Was weiß sie über Deutschland? Eine Menge. Sie verlieben sich, eine amour fou, eine umkämpfte, platonische Liebe beginnt. Doch eine platonische Liebe ist und bleibt eine Liebe. An all das erinnert sich Jan, fast dreißig Jahre später, als er von Wiola einen Brief bekommt. Ohne zu überlegen fährt er los. Ein zweites Mal von Berlin nach Krakau, die für beide zu einer Schicksalsreise wurde im November 1988.
Was ist ein Kind? Was denkt es, was tut, träumt, spielt, spricht, liest es? Aber auch: Was will, kann, darf, muss, soll es? Ratgeber für ratlose Erwachsene füllen viele Regalmeter, doch die leidenschaftliche Pädagogin Helge-Ulrike Hyams hat ein subjektiv-literarisches Hausbuch verfasst, das sich im Ganzen lesen lässt, zu dem man aber auch immer wieder greifen wird – sei es zu bestimmten Anlässen (Heimweh, Eifersucht, Krankheit, Schulschwänzen) oder einfach zum Nachdenken über die schönen (Schokolade, Glück, Kuscheltier) und weniger schönen (Lügen, Einsamkeit, Quälen, Strafen) Momente im Leben eines Kindes. Verleger Heinrich von Berenberg stellt uns das Buch gemeinsam mit Helge-Ulrike Hyams vor.
Emilia Smechowski: Wir Strebermigranten (Hanser Berlin)
Unsere Kollegin Judith Krieg hat gemeinsam mit dem italienischen Autor Mario Desiati im Wieser Verlag einen Erzählband über Apulien veröffentlicht.