Polly Faber, Klas Fahlén (Illustr.): Wer baut unser Haus?

Aus dem Englischen von Leena Flegler, Gerstenberg 2024, 32 S., € 16,-, ab 5

In diesem wimmeligen Sachbilderbuch können Kinder genau verfolgen, wie ein großes verfallenes Gebäude abgetragen und neu gebaut wird. Jeder einzelne Schritt der Bauphase wird detailliert gezeigt und erklärt. Es dauert, bis ein geräuniges Wohnhaus für viele Familien entstehen kann. Die Menschen, die auf der Baustelle arbeiten, sind sehr vielfältig gezeichnet. Diverse Frauen arbeiten hier in „Männerberufen“ wie die Kranführerin Ann. Wichtige  Bauberufe, große Maschinen, benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel werden dazu im anhang  anschaulich vorgestellt.

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Assata Frauhammer, Meike Töpperwien (Illustr.): Voll ungerecht!

Beltz & Gelberg 2024, 72 S., € 16,-, ab 8

Mit ihrem (noch) unverstellten Blick auf die Welt haben viele Kinder ein sicheres Gespür für kleine Ungleichheiten wie große Ungerechtigkeiten. Vielleicht gibt es nicht immer das passende Wort dafür, aber die Schieflage wird erkannt. In diesem Sachbuch für Kinder in der Grunschule geht es um Fairness und Gerechtigkeit bzw. werden die klaren Regeln oder sogar Gesetze im Zusammenleben sowie die trotzdem vorhandenen Grauzonen und individuellen Empfindungen darum erkundet. Thematisiert werden u.a. Menschenrechte und Teilhabe. Gesetzgebungen und Moral, historische und aktuelle Kämpfer*innen für Gerechtigkeit. Ein klug wie humorvoll gestaltetes Sammelsurium, das die vielen Facetten von Gerechtigkeit anregend anreißt.

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Sarah Tabea Hinrichs, Inka Friese: Das ist doch unfair

Fischer SAUERLÄNDER 2024, 40 S., € 16,-, ab 7

Warum gibt es Armut und Reichtum? Der Untertitel ist Programm und versucht die Frage, aus verschiedenen Blickwinkeln zu beantworten. Mit alltagsnahen Episoden von Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren, begleitet durch kurze Sachtexte und einen großen Bildanteil lenkt das Sachbilderbuch den Blick vor allem auf soziale Unterschiede. Es wird erklärt, was es mit Geld aufs sich hat, wie Lohnarbeit funktioniert und ob es dabei denn immer chancengleich zugeht. Ein wirklich toller Band für die Grundschule!

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Tanya Rosie, Chuck Groenink (Illustr.): Endlich bist du da, Opa!

Aus dem Englischen von Salah Naoura, Thienemann 2024, 40 S., € 15,-, ab 4

Endlich thematisiert ein Bilderbuch die Gefühle von Kindern, die ihre Großeltern, die in einem anderen Land leben, nur selten sehen können. Hier geht es um den geliebten Großvater, der in Persien lebt und die Familie nur im Winter besucht. Ganz aus der Perspektive der Enkelin erzählt es von ihrem Glück, ihn endlich am Flughafen aus der Tür kommen zu sehen und  bei seiner Umarmung von seinem Bart gekitzelt zu werden… Opa hat Köstlichkeiten aus der Heimat mitgebracht, die Familie feiert ein Fest, das Mädchen zeigt ihm stolz ihre Umgebung. Doch bei aller Nähe und Zärtlichkeit schwingt eine Traurigkeit mit., da sie sich wieder trennen müssen. Ein intensives Buch, um über all die Gefühle zu sprechen, wenn Kiner ihnen liebe Menschen nur selten sehen können.

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Lilli L’Arronge: Tonis Tag

Klett Kinderbuch 2024, 32 S., € 14,-, ab 5

Tonis Tag beginnt um 6:30 Uhr, ihr Babybruder brabbelt die müde Mama voll, der noch müdere Papa snoozed ein paar Minuten und Oma föhnt sich die Haare. All diese herrlich alltäglichen Gleichzeitigkeiten zeigt Lilly L’Arronge in genau beobachteten, detailreichen Einzelbildern, vereint die Familie anschließend um halb acht zum Frühstück in der Küche. Nach diesem Prinzip erfahren wir, wie sich der Tag für die einzelnen Familienmitglieder in Kita, Schule, im Büro und im Blumenladen gestaltet. Ein Zeitstrahl auf jeder Seite und viele in den Illustrationen versteckte Uhren bezeugen zusätzlich, wie die Zeit über den Tag vergeht.

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Johanna Lindemann, Mareike Ammersken (Illustr.): Abgeholt!

Carlsen 2024, 32 S., € 14,-, ab 3

Wohl fast jeder Kita-Tag endet mit dem gleichen Ritual der Kinder, ein lautes ABGEHOLT! schallt durch bunte Räume und über Spielplätze. So auch in Bens Waldkindergarten. Nur ist er fast immer das letzte Kind, denn sein alleinerziehender Vater schaffte es oft erst spät von der Arbeit zu kommen. Das macht Ben traurig, bis er sich eines Tages eine spannend fantasievolle Geschichte rund um Papas Supermarktjob erdenkt und so in voller Selbstwirksamkeit die anderen Kinder begeistert – und dies nicht nur auf der Erzählebene. Dafür durchdringen sich Realität und Fantasie in einfühlsamen Bildern und warmen Farben.

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Mahak Jain, Andrea Stegmaier (Illustr.): Alia Astronautin

Aus dem Englischen von Birte Spreng, arsEdition 2024, 40 S., € 16,-, ab 4

Alia ist ein erfinderisches und kreatives Kind. Ganz allein hat sie ein Raumschiff gebaut und nun viel vor auf ihren Wegen durch das Weltall – ein bisschen Hilfe wäre allerdings gar nicht schlecht, denkt sie. Einige Assistent*innen stellen sich vor, doch es passt irgendwie nie so richtig. Bis Alia erkennt, dass zusammen spielen, Fantasien teilen und gemeinsam Lösungen finden, genauso toll sein kann, wie die einzige Astronautin oder gar Chefin zu sein. Und so erzählt das Buch von den kleinen und großen Kompromissen, dem Aufeinanderzu- und Aufeinandereingehen, die es braucht, um befreundet zu sein.

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Freitag, 5. Juli 2024

Wir laden herzlich ein zum zweiten Dante-Leseclub!
Wann? am Freitag, den 5. Juli 2024 um 19.30 Uhr
Wo? in der Dante Connection
Weitere Informationen zum Dante-Leseclub … hier.

Und über dieses Buch möchten wir mit Euch ins Gespräch kommen, es diskutieren und hinterfragen, in jedem Fall jubeln, welche Streitkraft Literatur haben kann.

Sich dauernd verstellen zu müssen, zu einem Doppelleben gezwungen zu sein, damit wächst die Ich-Erzählerin als trans Mädchen in einem völlig heruntergekommenen Arbeiterviertel im Madrid der Achtziger Jahre auf. Ihre Suche nach Glück und Selbstverwirklichung trifft hauptsächlich auf Gewalt und Diskriminierung, wären da nicht andere Transpersonen. Ein Roman, der schillert, vibriert, fasziniert.
Alana S. Portero: Die schlechte Gewohnheit
Aus dem Spanischen von Christiane Quandt. Claassen, 238 S., € 24,-

Samstag, 29. Juni 2024

Die Lange Buchnacht findet am Samstag, den 29. Juni 2024 zum 25. Mal statt. Für uns ist eine ganz besondere, denn zum einen feiert die Dante Connection ihr 30jährigen Jubiläum, zum anderen steht die Übergabe der Buchhandlung von Inhaberin Stefanie Hetze an ihre Kolleginnen Katharina Bischoff, Kerstin Follenius & Jana Kühn am 1. Juli 2024 unmittelbar bevor.

Wir feiern mit einem Programm für Groß und Klein!

nachmittags, um 16 Uhr im Projektraum O45 / Oranienstraße 45
Antje Bones: Hast du Zeit?
Eine Bilderbuch-Lesung plus Workshop für Kinder ab 5 und ihre Erwachsenen.

Antje Bones stellt Fragen, die verschiedene Facetten von Zeit beleuchten: Hat man Zeit? Oder wie nimmt man sie sich? Wann ist gleich? Wann sofort? Was sind Pünktlichkeit, Ewigkeit, Lebenszeit? Den Fragen beigestellt erzählen leuchtende Farbstiftzeichnungen von Nele Palmtag aus dem Leben einer quirligen Familie. Der Trubel am Morgen, die Radfahrt am Nachmittag, das Gartenfest bei Oma.

abends, um 20 Uhr in der Dante Connection
30 Jahre Dante Connection!
Wir feiern Abschied und Neuanfang mit einem literarischen Überraschungsmedley.

Wenn Buchhandlungen erzählen könnten… wir feiern 30 Jahre Buchhandlung Dante Connection am Oranienplatz und laden Autor*innen, Übersetzer*innen und Weggefährt*innen ein ihre Dante-Geschichte mit uns zu teilen. Die lange Buchnacht 2024 liegt günstig dieses Jahr: Am 29.6. übergibt Stefanie Hetze – übrigens eine Mitinitiatorin der Langen Buchnacht – die Schlüssel der Buchhandlung an ihre Nachfolgerinnen. Wir begehen die letzte Schicht der Chefin mit einem literarischen Medley aus den vergangenen 30 Jahren – Kurzlesungen, Anekdoten, Grüße von Kiezgrößen und anderen Nachbar*innen. Offene Veranstaltung ab 20 Uhr

 

Freitag, 21. Juni 2024

Ein Rundgang um den Oranienplatz  mit Turit Fröbe

IMG_8137 Mit dem Inhaberinnenwechsel am 1. Juli 2024 wird der Projektraum O45  -als Veranstaltungsort für die Dante Connection in den Fokus rücken.

Die renommierte Architekturhistorikerin und passionierte Baukulturvermittlerin Turit Fröbe spaziert mit uns entlang der Tangente zwischen Projektraum O45 und Buchhandlung – rund um den Oranienplatz.

Turit Fröbe lädt dabei ein, sich in der eigenen Stadt  mit uneingeschränkter Offenheit auf Entdeckungstour zu begeben. So kann die scheinbar vertraute Umgebung ganz neu wahrgenommen werden. Ausgangspunkt sind dabei die Fassaden und Fenster der Häuser, ihre Formate, die benutzten Materialien. Nach diesem Stadtspaziergang  wird es ein Leichtes sein, Stil und Entstehung von Gebäuden zu bestimmen.

Wann? Freitag, 21. Juni 2024 um 19.30 Uhr