Mittwoch 20.3.2019 um 16.30 Uhr in der Nürtingen Grundschule!

Buchpremiere mit  Bjørn F. Rørvik und Gry Moursund: Die Böckchen-Bande  im Altersheim (Klett Kinderbuch)

227034862cWie cool ist das denn … bäh – bäääh!  Wieder einmal steht der Sommerurlaub an – und der Böckchen-Bande ist nichts Besseres eingefallen als der übliche Alm-Ausflug inklusive Aussicht auf ein bisschen Troll-Ärgern. Freudig betreten die drei Brüder Trolls berühmte Brücke, aber weit und breit ist kein Troll zu sehen. Wie langweilig! Als sie erfahren, dass er neuerdings im Altersheim wohnt, statten sie ihm spontan einen Besuch ab. Und sie kommen keinen Moment zu früh … Der neueste Band der herrlichen „Wimmelbücher des Wahnsinns“ (Testat einer kundigen Erzieherin).

Wann? Mittwoch 20.3.2019 um 16.30 Uhr
Wo? in der Nürtingen Grundschule!

Kooperation mit der Bücherei der Nürtingen Grundschule – Eintritt frei!

Sehr herzlichen Dank an NORLA (Norwegian Literature Abroad) für die großzügige Unterstützung!!

Agata Królak: Was Bären so machen und Wie Bären so sind

Aus dem Polnischen von Svenja und Thomas Weiler, Gerstenberg Verlag 2019, beide 26 S., € 9,95, ab 2
(Stand März 2021)

U_5693_1A_WAS_BAEREN_SO_MACHEN.IND13Polnische Kinderbücher haben hierzulande von rühmlichen Ausnahmen wie bei Moritz abgesehen immer noch Seltenheitswert. Diese Lücke füllt nun der Gerstenberg Verlag mit zwei hinreißenden Pappbüchern für die ganz Kleinen: Ein Buch über das, was Kinder tagtäglich betrifft, die Gegensätze, und eines über das, was sie besonders interessiert, die Berufe der Großen.U_5694_1A_WIE_BAEREN_SO_SIND.IND13
Schön vielfältig, detailreich und witzig sind die vorgestellten Tätigkeiten. Eine Bärin ist Astronautin, eine Dirigentin, wieder eine Briefträgerin. Bei den Bären reicht das Spektrum vom Zuckerbäcker über den Richter bis zum Fußballer. Da ist garantiert für jedes Kind etwas dabei.
„Wie Bären so sind“  erzählt auf abwechselnd dunklen und hellen Hintergründen und in ausdrucksstark reduzierten Bildern von den Unterschieden zwischen stark und schwach, laut und leise, hungrig und satt… und bietet viel Anlass, über die kleinen und großen Dinge und was diese Gegensätze auslösen, miteinander ins Gespräch zu kommen.  (Stefanie Hetze) Blick ins Sein

Die bestelle ich!

 

Michael Ende, Wieland Freund: Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

Illustrationen von Regina Kehn. Thienemann 2019, 208 S., € 17,-, ab 6
(Stand März 2021)

9783522185004(1) Knirps hat genug davon, mit dem langweiligen Puppentheater seiner Eltern durch die Lande zu ziehen, und so macht er sich in einer finsteren Gewitternacht auf durch den Bangewald, um Knappe des gefährlichen Raubritters Rodrigo Raubein zu werden, denn Angst – Angst kennt er nicht. So beginnt eine von Michael Ende mit viel Sprachwitz begonnene und von Wieland Freund mit sensibler Hand und voll sprühender Phantasie fabelhaft zu Ende geführte, abenteuerliche Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint, und ein schlauer Papagei, eine furchtlose Prinzessin, ein melancholischer König und ein fieser Magier eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Ach ja, ein Drache sowie einige genervte Sumpfdruden haben auch ihren Teil an den Geschehnissen, mehr wird aber nicht verraten! Ein fantastisches, überaus witziges Vorlesevergnügen. (Syme Sigmund)

Leseprobe

Das bestelle ich!

 

Katharina Mevissen: Ich kann dich hören

Wagenbach Verlag 2019, 168 S. mit Playlist zum Buch, € 19,-, TB btb 2021, € 11,-

(Stand Oktober 2021)

Mevissen_katharina_Ich_kann_dich_hören_Dante_Connection_Buchhandlung_DanteperleNach außen hin scheint alles zu stimmen. Osman studiert relativ erfolgreich Cello, er spielt Fußball, wohnt in einer WG und bandelt mit einer Mitbewohnerin an – ein Studentenleben eben. Doch hinter der Oberfläche kratzt es gehörig. Ohne Kontaktlinsen sieht er schlecht. Sein Dozent bescheinigt ihm eine gute Spieltechnik, aber emotionale Schwachstellen. Mit seinem Vater, einem Profimusiker, will er keinen Kontakt mehr, seiner Tante, seiner Ziehmutter, hört er nicht richtig zu und erzählt nichts von sich. Auch mit seiner Mitbewohnerin kommt er sich nicht wirklich näher. Erst der Zufallsfund eines besprochenen Diktiergeräts bringt ihn dazu, mal jemandem wirklich zuzuhören. Was er da aus einem anderen Leben mitkriegt, dem einer Frauenstimme und ihrer gehörlosen Schwester, lässt ihn nicht los und öffnet ihm die Ohren für sein eigenes Umfeld.
Um das Nichtzuhören, Nichthören und Zuhören, um Stimmen,  Töne und Schweigen, um Musik und Stille  kreist Katharina Mevissens faszinierender Roman, ein Debütschatz. (Stefanie Hetze) Leseprobe

Das bestelle ich!

Julya Rabinowich: Hinter Glas

Hanser Verlag 2019,  208 S., € 16,-, TB November 2022, € 10,95, ab 14
(Stand September 2022)

Rabinowich_Hinter Glas_DanteperleAlice wohnt mit ihren Eltern in einer großen Villa. Ihr Großvater ist ein wohlhabender Mann, der die Macht über die Familie hat und diese tyrannisiert. Alice hat keine Freunde. In der Schule wird sie gemobbt. Doch dann kommt Niko neu in die Klasse. Der braungebrannte Junge, der das Leben als Abenteuer nimmt und unglaublich viel zu erzählen hat, macht sie glücklich. Zusammen mit ihm fühlt sie sich stark. Alice hat genug von ihren schwierigen Familienverhältnissen und sieht ihre einzige Chance darin, zusammen mit Niko abzuhauen. Ein langer Sommer ohne Zeitgefühl, doch Niko verändert sich zunehmend. Alice muss entscheiden, was das Richtige ist und was sie überhaupt will …
Ein unglaubliches Buch, das die Entwicklung der Persönlichkeit einer Jugendlichen innerhalb eines Sommers hervorragend zeigt und wie viel Kraft es kostet Nein zu sagen. Außerdem wunderschön geschrieben, man fühlt sich ab der ersten Seite mit den Charakteren verbunden. Sollte man unbedingt gelesen haben! (Rosa, Schülerpraktikantin, Januar 2019)

Das bestelle ich!

Dienstag, 2.4.2019

Dilek Güngör: Ich bin Özlem (Verbrecher Verlag)

DilekGüngör
(c) Ingrid Hertfelder

»Meine Eltern kommen aus der Türkei.« Alle Geschichten, die Özlem über sich erzählt, beginnen mit diesem Satz. Nichts hat sie so stark geprägt wie die Herkunft ihrer Familie, glaubt sie. Doch noch viel mehr glaubten das ihre Kindergärtnerinnen, die Lehrer, die Eltern ihrer Freunde, die Nachbarn. Özlem begreift erst als erwachsene Frau, wie stark sie sich mit dieser Zuschreibung identifiziert IchBinÖzlemhat. Aber auch wie viel Einfluss andere darauf haben, wer wir sind. Özlems Wut darüber bahnt sich ihren Weg, leise zunächst, dann allerdings, bei einem Streit mit ihren Freunden, ungebremst: Von Rassismus ist die Rede und von Selbstmitleid, von Scham und Neid, von Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühlen. Ihre Geschichte will Özlem von nun an selbst bestimmen und selbst erzählen. Wie das geht, muss sie erst noch herausfinden.

Mit genauem Blick und bestechender Offenheit beschreibt Dilek Güngör, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der »wahren« Herkunft.

wann? Dienstag, 2. April 2019 um 20.00 Uhr

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Dilek Güngör, 1972 in Schwäbisch Gmünd geboren, studierte Übersetzen in Germersheim, Journalistik in Mainz und Race and Ethnic Studies in Warwick, England. Als Journalistin arbeitete sie bei der „Berliner Zeitung“. Ihre gesammelten Kolumnen aus der „Berliner Zeitung“ und der „Stuttgarter Zeitung“ erschienen in den Bänden, „Unter uns“ und „Ganz schön deutsch“. 2007 wurde ihr Roman „Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter“ veröffentlicht. Dilek Güngör ist Stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“ und schreibt als Gastautorin Beiträge für die Zeit Online Kolumne „10 nach 8“.

Freitag, 29.3.2019 – Lesung bereits ausverkauft!

Abbas Khider: Deutsch für alle (Hanser Berlin)

Hitler, Scheiße, Lufthansa. Diese drei deutschen Wörter kennt Abbas Khider, als er aus dem Irak flieht. Zwanzig Jahre später ist er ein vielfach ausgezeichneter deutscher Schriftsteller, der akzentfrei schreibt – aber nicht spricht. Dies ist sein ungewöhnliches Lehrbuch für ein neues Deutsch. „Deutsch für alle“ 7354412500001Zist ein Trostbuch für alle Deutschlernenden und deren Angehörige, für Expats, Einwanderer und Menschen in mehrsprachigen Liebesbeziehungen. Und es ist ein herrliches Vademecum für alle Lauchs, die glauben, die deutsche Sprache bereits zu kennen – und Spaß an ihr haben. Provokant, erhellend und unterhaltsam gelingt Abbas Khider dabei auch ein satirischer Blick auf die deutsche Gesellschaft.

wann? Freitag, 29. März 2019 um 20.00 Uhr

Lesung bereits ausverkauft!

Alle Eintrittsgelder des Abends werden an Sea-Watch e.V. gespendet.

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als »illegaler« Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman Der falsche Inder, es folgten die Romane Die Orangen des Präsidenten (2011) und Brief in die Auberginenrepublik (2013). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt.

Dienstag 5.3.2019

Katharina Mevissen: Ich kann dich hören (Wagenbach)

Mevissen_KatharinaNach außen hin scheint alles zu stimmen. Osman studiert relativ erfolgreich Cello, spielt Fußball, wohnt in einer WG und bandelt mit seiner Mitbewohnerin an – ein Studentenleben eben. Doch hinter der Oberfläche kratzt es gehörig. Ohne Kontaktlinsen sieht er schlecht. Sein Dozent bescheinigt ihm eine gute Spieltechnik, aber emotionale Schwachstellen. Mit seinem Vater, Mevissen_katharina_Ich_kann_dich_hören_Dante_Connection_Buchhandlung_Danteperleeinem Profimusiker, will er keinen Kontakt, seiner Ziehmutter, hört er nicht richtig zu und erzählt nichts von sich. Auch mit seiner Mitbewohnerin kommt er sich nicht näher. Erst der Zufallsfund eines besprochenen Diktiergeräts bringt ihn dazu, jemandem wirklich zuzuhören. Um das Nichtzuhören, Nichthören und Zuhören, um Stimmen,  Töne und Schweigen, um Musik und Stille  kreist Katharina Mevissens faszinierender Roman, ein Debütschatz.

wann? Dienstag, 5. März 2019 um 20.00 Uhr

Musikalische Intermezzi gespielt von der Cellostudentin Leonie Broll!

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Katharina Mevissen ist 1991 geboren und bei Aachen aufgewachsen. An der Universität Bremen hat sie Kulturwissenschaft und transnationale Literaturwissenschaft studiert und in Berlin eine Drehbuch-Ausbildung absolviert. Bis 2017 war sie Heinrich-Böll-Studienstipendiatin. Für ihr Romanmanuskript erhielt sie das Bremer Autorenstipendium 2016. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Berlin, zudem leitet sie die von ihr mitgegründete gebärdensprachliche Literaturinitiative »handverlesen«.

Dienstag, 26.2.2019

Luna Al-Mousli: Als Oma, Gott und Britney sich im Wohnzimmer trafen (weissbooks)

© Marie-Christine Gollner-Schmid
© Marie-Christine Gollner-Schmid

Aufgewachsen zwischen Damaskus und Wien, war der jungen Luna Al-Mousli der Ruf des Muezzin so vertraut wie die neusten Hits von Britney Spears. Eingewoben in ihren Lebensteppich sind von klein auf die Muster des Islam, die sich bunt und fröhlich mischen mit jenen eines Alltags „bei uns“. Von diesem Mit- und Nebeneinander wird erzählt Luna Al-Mousli. SieAlsOma plaudert und sprudelt und erinnert sich: An ihre chaotische Großfamilie mit sechs verrückten Tanten, an die unüberschaubare Schar von Cousinen und Cousins, an Reisen nach Mekka, erste Auftritte als „Girl Group“, an den Gebetspyjama ihrer Oma oder frühe Versuche eines eigenen Friseursalons.

Wie schon in ihrem erfolgreichen Erstling, der Danteperle „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus“ durchziehen Lunas wunderschöne, filigrane Zeichnungen das Buch; ein kleines Kunstwerk, das die Herzen erneut im Sturm erobern wird.

wann? Dienstag, 26. Februar 2019 um 20.00 Uhr

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Luna Al-Mousli, geb. 1990 in Melk (Österreich), aufgewachsen in Damaskus, lebt heute in Wien. Grafik Design-Studium an der Universität für angewandte Kunst. Seit 2013 selbstständige Grafik-Designerin und Illustratorin. Für ihr Debüt »Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus« (weissbooks.w, 2016) wurde sie unter anderem mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 ausgezeichnet.

Lesung mit Dilek Güngör

DilekGüngör
(c) Ingrid Hertfelder

 

 

 

 

 

 

»Meine Eltern kommen aus der Türkei.« Alle Geschichten, die Özlem über sich erzählt, beginnen mit diesem Satz. Nichts hat sie so stark geprägt wie die Herkunft ihrer Familie, glaubt sie. Doch noch viel mehr glaubten das ihre Kindergärtnerinnen, die Lehrer, die Eltern ihrer Freunde, die Nachbarn. Özlem begreift erst als erwachsene Frau, wie stark sie sich mit dieser Zuschreibung identifiziert hat.

Dilek Güngör: Ich bin Özlem
wann? Dienstag, 2. April um 20.00 Uhr

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