Unsere nächste Veranstaltung

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Wir freuen uns auf Besuch aus Italien!

Am Dienstag, den 18. September 2018 stellt Francesca Melandri ihren Roman „Alle, außer mir“ vor, von dem sich nicht nur das Literarische Quartett begeistert zeigte.

Der große Roman der römischen Autorin, erschienen im Wagenbach Verlag erzählt eine Familiengeschichte, ein Porträt Italiens im 20. Jahrhundert sowie eine Geschichte des Kolonialismus und seiner langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen.

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Judith Burger: Gertrude Grenzenlos

Mit Illustrationen von Ulrike Möltgen, Gerstenberg 2018, 240 S., € 12,95, ab 10

U_5957 GERTRUDE GRENZENLOS.IND12Vom ersten Augenblick an ist Ina fasziniert von ihrer neuen Mitschülerin. Allein ihr Name Gertrude – noch nie gehört … sie scheint so offensichtlich anders zu sein! Und das ist sie auch in der DDR der 1970er vor allem durch den von ihrer Familie gestellten Ausreiseantrag, der sie nicht nur im Pionieralltag zur Außenseiterin abstempelt. Auch Ina wird weder von den anderen Kindern noch von ihrer Lehrerin besonders gemocht. Und so stürzen sich beide Mädchen voller Euphorie in das Gefühl der ersten großen Freundschaft. Allerdings beruht die Anweisung, Gertrude zu meiden,  auf höchst offizieller Entscheidung und die Freundschaft der Mädchen wird nicht gern gesehen – weder von Inas Mutter noch vom Schulpersonal. Doch Ina bleibt standhaft und kämpft einfallsreich und mutig für ihre Freundin. Ganz genau gelingt es Judith Burger in die Gefühlswelt der Mädchen einzutauchen. Dazu vermittelt sie alltagsnahe Einblicke in die vielen Kindern heute unbekannte Zeit der DDR und bricht eine Lanze für die poetische Zeitlosigkeit von Gertrude Stein. Ein tolles literarisches Debüt über die Kraft grenzenloser Freundschaft und den Mut aus der Reihe zu tanzen bis hin zum zivilen Ungehorsam! (Jana Kühn)

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John Williams: Augustus

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Robben, dtv 2016, 480 S., € 24,-

williams_john_augustus_dante_connection_buchhandlung_danteperleEs beginnt mit einem Brief Cäsars, der seinen Großneffen Gaius Octavius schätzt und fördert. Doch kurz darauf ist der Herrscher einem Attentat zum Opfer gefallen. Was wird nun aus dem jungen, ehrgeizigen Großneffen, der eigentlich der Philosophie und Gelehrsamkeit zuneigt? In fiktiven Briefen, Tagebucheinträgen und Dokumenten zeichnet Williams das Leben und die Persönlichkeit des uns heute als Augustus bekannten Gaius Octavius nach, seinen Weg zur Macht, der ihn als Menschen verändert, seine lange Regierungszeit mit ihren politischen Verschiebungen, schließlich seinen Tod. Es ist großartig, wie Williams umkreist, was und wie es gewesen sein könnte und dabei den verschiedenen Figuren, Freunden, Familienmitgliedern, Zeitgenossen, Gegnern Augustus‘ eine sehr lebendige Stimme verleiht. Sofort gerät man hinein in den Sog einer bewegten Zeit, die der unsrigen so fern liegt und von der doch so viele Verbindungslinien zu uns führen. (Judith Krieg)

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