Samstag, 26. Mai

20. Lange Buchnacht

Lange_Buchnacht

Kreuzberg liest und liest!

Am Samstag, den 26.5.2018 findet die 20. Lange Buchnacht in der Oranienstraße statt. Save the date. Nehmt teil. Lest. Kommt vorbei und hört zu.

Bei uns wird es eine Böckchenbande, eine Buchpremiere und eine Vorab-Lesung geben – ein buntes und spannendes Programm für ganz junge und ein bisschen ältere Kinder und selbstredend zu späterer Stunde für Erwachsene.

Alle Informationen zu unserem Programm gibt es hier … klick

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 6. März

Petina Gappah: „Die Schuldigen von Rotten Row“

Foto_Gappah_©Patrick Bertschmann_300dpi (2)

Nach ihrem sehr erfolgreichen Roman „Die Farben des Nachtfalters“ legt Petina Gappah in diesen 20 Erzählungen ein schillerndes Porträt ihrer Heimat Simbabwes vor und wirft mit bestechendem Humor universelle Fragen zu Recht und Unrecht auf. „Rotten Row“ ist eine ebenso berühmte wie geschichtsträchtige Straße in Harare, Hauptstadt Simbabwes, die einmal Salisbury hieß, als Simbabwe noch die britische Kronkolonie Rhodesien war. Unter anderem befindet sich hier der Strafgerichtshof, sprudelnder Inspirationsquell für Petina Gappah, die in diesen miteinander verknüpften Stories ein Kaleidoskop menschlicher Vergehen schafft. Harares berühmt-berüchtigte Sammeltaxifahrer tauchen dabei ebenso auf wie Marktfrauen, Friseurinnen, korrupte Polizisten, gerissene Anwälte, redselige Richter und viele weitere unvergessliche Figuren.

Wir freuen uns auf den bereits zweiten Besuch der wunderbaren Autorin und ihrer fabelhaften Übersetzerin Patricia Klobusiczky, die den Abend erneut moderieren wird.

wann? Dienstag, den 6. März um 20.15 Uhr
wo? in unserer Buchhandlung

Vorverkauf 6 € / 4 €
Abendkasse 8 € / 5 €

Bereits bezahlte Tickets der ausgefallenen Lesung am 2. Februar behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Petina Gappah: Die Farben des Nachtfalters

Aus dem Englischen von Patricia Klobusiczky, Arche 2016, 352 S., € 22,-

petina-gappah-die-farben-des-nachtfalters-danteperle1-150x251Petina Gappah hat für ihren ersten Roman eine Protagonistin gewählt, die in kein soziales Raster passt und in einer Gesellschaft, die durch Kolonialismus, Apartheid, Korruption und Autokratie geprägt ist, überall aneckt und die demnach die extremste aller Strafen, die Todesstrafe, erwartet. Memory ist als Albino eine weiße Schwarze. Sie kennt die gegensätzlichsten Milieus. Ihre  Kindheit hat sie arm und in einer Familie ohne Verwandte und Ahnen verbracht, ihre Jugend bei einem reichen weißen Farmer. Sie ist hochgebildet und sitzt nun in dem berüchtigsten Knast Simbabwes. Hier schreibt sie um ihr Leben und kommt beim Erinnern den eigenen Widersprüchen und denen ihrer Mitmenschen auf die Spur. Und dies in einer vielstimmigen mitreißenden Sprache, die Klischees und Schwarzweißdenken aufbricht! (Stefanie Hetze)

Das bestelle ich!

NoViolet Bulawayo: Wir brauchen neue Namen

Aus dem amerikanischen Englisch von Miriam Mandelkow, Suhrkamp 2014, € 21,95. ab dem 08.02.16 auch als taschenbuch erhältlich, € 9,99

noviolet-bulawayo-wir-brauchen-neue-namen_danteperle_dante_connection-buchhandlung-berlin-kreuzberg Die 10jährige Darling lebt mit ihrer Mutter in der Hüttensiedlung Paradise. Der Vater ist nach Südafrika ausgewandert, um Geld zu verdienen. Man hört nichts von ihm. Auch Geld kommt keines. So schlägt sich die Mutter allein durch. Darling verbringt viel Zeit bei ihrer frommen Großmutter mother of bones, vor allem aber ist sie viel auf sich allein gestellt – so wie auch ihre Freunde, mit denen sie durch die Straßen streicht. Rau ist die Sprache der Kinder genauso wie ihr Umgang miteinander, doch sie halten beharrlich aneinander fest, geben sich halt. Bis Darling als Teenagermädchen zur Tante in die USA geschickt wird. Sie soll es besser haben, es zu etwas bringen. Das Leben in der fremden großen Stadt mag anders sein, ist jedoch nicht weniger rau. Darling tut sich schwer mit dem Einleben, wohl weiß sie, dass es ein Zurück nicht geben wird. Simbabwe bleibt für lange Zeit eine Vorwahl im Display des Telefons. Ein großartiges Debüt, das den immer genauer schauenden Blick einer Heranwachsenden zwischen Zugehörigkeit und Fremdheit sprachlich beeindruckend einfängt. (Jana Kühn) Leseprobe