Tsitsi Dangarembga: Aufbrechen

Aus dem Englischen von Ilija Trojanow, Orlanda Verlag 2019, 280 S., € 22,-

(Stand März 2021)

Dangarembga_Tsitsi_Aufbrechen_Dante_Connection_DanteperleIm noch kolonialen Rhodesien wächst Tambu in den sechziger Jahren auf dem Land unter schwierigen Bedingungen auf. Sie muss früh die Schule verlassen, weil das Geld fehlt und Mädchen sowieso nur lernen sollen, das Feld zu bestellen und den Haushalt zu führen. Tambu kämpft aber für ihre Bildung. Ihr älterer Bruder, der in die Missionsschule geht, sabotiert all ihre Pläne. Erst als er stirbt darf Tambu endlich weiter die Schule besuchen.  Sie betritt nun eine neue reiche Welt, in der es Besteck, Wasserhähne und Bücher gibt, und lebt in der Familie ihres Onkels, dem Schuldirektor und traditionell-rigorosem Patriarchen. Ihm müssen sich alle beugen, auch ihre Tante, eine Akademikerin und ihre in England aufgewachsene Cousine. Tambu fährt ganz gut mit ihrer Strategie der strebsam-dankbaren Verwandten. Während sie sogar einen der zwei (!) Plätze für Afrikanerinnen der besten Weißenschule des Landes erreicht, zerbricht ihre Cousine am patriarchal-kolonialem System. Der Weg zur Freiheit ist noch weit.
1991 erstmals bei Rowohlt in der Reihe neue frau erschienen, ist der Klassiker der Schwarzen feministischen Literatur endlich wieder erhältlich! (Stefanie Hetze)

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Andrea Beaty: Wie Rosie den Käsekopter erfand

Illustrationen von David Roberts, gereimt von Reinhard Pietsch, Knesebeck 2014,  ab 4
Diese Ausgabe ist leider vergriffen
Mai 2021 Neuauflage im Midas Verlag als
Rosie Rosin, Erfinderin, € 18,-
(Stand Mai 2021)

68-beaty-kaesekopter“Das ist die Geschichte von Rosie Reveur, ihr Traumberuf war Ingenieur.” Und nach anfänglich heimlichen Bauvorhaben und so einigen technischen Fehlversuchen gelingt ihr, woran sie schon selbst nicht mehr recht glauben mochte: der Käsekopter. Kurz vor dem Absturz “ist er geflogen”, sagt Tante Rose – sie hat es genau gesehen! Sehr witzige Illustrationen, in denen es tausendundein schräges Detail zu entdecken gibt, sind mit urkomischen Reimen gepaart – das macht großen Spaß. Und außerdem ist es endlich einmal eine Geschichte, die die üblichen Berufe-Klischees und angestaubten Geschlechterrollen unverkrampft aushebelt! (Jana Kühn) Leseprobe

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