Aus dem Amerikanischen von Kirsten Reinhardt, Carlsen 2021, 128 S., € 12, ab 6
Als Hörbuch gelesen von Katharina Thalbach, Silberfisch 2021, € 10,-
(Stand März 2021)
Schnuff ist Igels allerbester Freund. „Sie spielten. Sie stellten sich Sachen vor. Sie träumten“ – immer zusammen, bis ein heftiger Sturm, Schnuff weit über den Fluss weht, und das Igelmädchen sich mutig auf den Weg macht, ihren verlorenen Plüschhund wiederzufinden. Dabei begegnen ihr jede Menge Tiere, die ihr hilfreich zur Seite stehen. Ein großes Abenteuer, das in seiner einfachen, aber keinesfalls simplen Sprache spannend und warmherzig zugleich von Freundschaft(en) erzählt. Manchmal hat man einfach die Qual der Wahl – und hier fällt sie wirklich nicht leicht, denn das Buch enthält nun mal Lauren Castillos entzückende Illustrationen. Doch Katharina Thalbach hat den Text wiederum so liebevoll und abwechslungsreich eingesprochen, dass wir einfach beides wärmstens empfehlen. (Jana Kühn) Blick ins Buch

Der Riese Gigaguhl ist – eben riesengroß. Er kann (fast) den Himmel berühren und wenn er niest gibt es Sturm. Als er in einen tiefen, sehr sehr langen Schlaf fällt, kommen erst die Tiere, um auf ihm zu wohnen, dann folgen die Menschen, und ganze Städte wachsen auf den Hügeln seines Körpers. Als sich eines Tages zwei Kinder trotz strengster Verbote in die dunklen Berge aufmachen, beginnt ein großartiges Abenteuer.
Stella ist eine verwegene Schneewaise und beste Freundin von Beanie einem nerdig schüchternen Halbelf. Mit Shay einem freundlich mysteriösen Wolfsflüsterer finden sie genauso gute Gesellschaft wie sie mit Ethan einem schnöseligen Fiesling nicht schlechter geraten sein könnte. Oder? Vor allem sind sie aber nun mal das Junior-Team einer gefährlichen Expedition ins Eisland
Russland zur Zeit des Zaren. Feo und ihre Mutter sind Wildwolfer. Sie kümmern sich um Wölfe, die als Welpen zum Vergnügen der Adligen dienten und – einmal ausgewachsen – nicht mehr zum Schmusetier taugen, lehren die Tiere, wieder in der Wildnis zurecht zu kommen. Feo ist mit den Wölfen aufgewachsen, sie sind ihre einzigen Kameraden und sie liebt sie von ganzem Herzen, auch wenn – oder gerade weil – sie keine Schoßhunde sind. Feo weiß jede ihrer Regungen zu verstehen und die Tiere akzeptieren sie als ihresgleichen. Als einer ihrer Wölfe angeblich einen Elch des Zaren reißt, wird der grausame General Rakow auf sie aufmerksam, brennt ihre Hütte nieder und verhaftet ihre Mutter. Im tiefsten Winter macht Feo sich durch Schnee und Eis zusammen mit den Wölfen und dem Jungen Ilja auf, ihre Mutter zu befreien. Zum Glück finden sie unterwegs Freunde, die ihnen helfen. Die Kinder hecken einen fantastischen Plan aus, um das Gefängnis zu stürmen und das Land von dem tyrannischen General und seinen Schergen zu befreien. Dass die Wölfe dabei eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen, versteht sich von selbst. (Syme Sigmund)


Wie weit würdest du gehen für deinen besten Freund? Und Pax ist nicht nur Peters bester, sondern ein ganz besonderer Freund – ein Fuchs, den der Junge von klein an aufgezogen hat und mit dem er seitdem zusammen lebt. Als ein Krieg ausbricht, wird Peter von seinem Vater hunderte Kilometer weit weg von Zuhause gebracht – Pax muss zurückbleiben. Mit dieser herzzerreißenden Trennung beginnt der beeindruckende Roman für Kinder. Bald schon wird Peter wird klar, was es für ein Vertrauensbruch war, seinen besten Freund allein im Wald zurückzulassen. Er muss zu ihm, um jeden Preis. Und auch Pax macht sich auf den Weg. Ohne Zeit und Ort zu benennen erzählt Sara Pennypacker einerseits das grandiose Abenteuer von Peter und Pax, die quer durch die Wildnis aufeinander zu laufen, und andererseits eine universelle Geschichte über Menschlichkeit in Zeiten des Krieges. Kein Weg ist zu weit für einen Freund – schon gar nicht für den besten! (Jana Kühn)
Wer Abenteuer liebt, ist hier richtig. Dieses Buch handelt vom größten Abenteuer, das man sich vorstellen kann. Ernest Shackleton und seine Mannschaft machen sich am 8. August 1914 daran, den riesigen Kontinent um den Südpol zu durchqueren. Shackleton schrieb dazu: „Die lange Zeit der Vorbereitung war zu Ende, und das Abenteuer lag vor uns“. Was vor ihnen lag, übersteigt alle Vorstellungen, und erst zwei Jahre später kehren Shackleton und seine Mannschaft aus dem ewigen Eis zurück. Mit Leichtigkeit taucht man in dieses legendäre Abenteuer ein, denn es ist von William Grill hervorragend beschrieben und mit Buntstiften illustriert, und wer Lust hat, kann seine Buntstifte heraus holen, die Illustrationen abzeichnen und erleben, wie schön es ist, mit Buntstiften zu malen und zu zeichnen. Wäre ich heute 10 Jahre alt, ich würde es mir zur nächsten besten Gelegenheit wünschen, und es würde eines meiner Lieblingsbücher werden. Da ich aber älter bin, habe ich es mir einfach gekauft, und es ist schon heute eines meiner Lieblingsbücher. (Hans-Ulrich Pollack – Bibliothekar der Nürtingen Grundschule in Berlin Kreuzberg)