Aus dem Englischen von Christel Rech Simon, Carl-Auer Kids 2021, 34 S., € 19,95, ab 3
Ach, wäre es nicht toll, könnte Peter pfeifen? Es spielte sich noch so viel lustiger mit seinem Hund Willy! Doch es will einfach nicht das kleinste Tönchen aus seinem Mund kommen. Dann macht Peter eben etwas anderes, er hüpft und zeichnet – und hoppla! Plötzlich entwischt seinen Lippen ein erster Pfiff. Schon das zweite Bilderbuch erzählt aus Peters Alltag, von seinen kindlichen Entdeckungen und neugierigen Erkundungen. Bereits 1964 in den USA erschienen, trifft Ezra Jack Keats mit seinen echten Vintage-Illustrationen nicht nur ästhetisch, sondern in der Selbstverständlichkeit des Schwarzen Kindes auch thematisch den Nerv unserer Zeit.

Die US-amerikanische Dichterin Amanda Gorman hat eine Hymne für alle Kinder und ihre Erwachsenen verfasst, die von den großen Konflikten unserer Zeit erzählt und vor allem dazu ermutigt diese gemeinsam in die Hand zu nehmen. Loren Long hat dafür das farbenfrohe Bild einer Musik-Band gefunden, die sich stetig um neue Instrumente erweitert und so dem Lied der Hoffnung mehr Kraft verleiht, zu mehr Lautstärke verhilft und so immer weiter neue Stimmen und Mitstreiter:innen erreicht. Nur gemeinsam wird ein Wandel ein Change in den Themen Umweltschutz, Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung stattfinden, so die Botschaft in Bild & Text.
Bereits auf dem Cover des Buches wird deutlich: Familie kann sehr viel Verschiedenes bedeuten und die beiden Autorinnen sind in jedem Fall sehr bemüht, sehr viele Facetten davon abzubilden. Dazu gehört für die beiden offensichtlich auch, dass Hauttöne ein breites Spektrum umfassen. Und ebenso vielseitig können die Wege sein, wie ein Baby seinen Weg zu einer Familie findet. In aller Offenheit werden Geschlechtsteile gezeigt und benannt, natürliche und künstliche Befruchtung erklärt und wie das Baby wächst und sich entwickelt. Das alles findet statt in einer kindgerechten und anschaulichen Sprache kombiniert mit beglückend schönen Illustrationen, wie die einer Mixed Race Family, deren Vater einen Rollstuhl benutzt und die gerade das Ultraschallbild des zweiten Kindes bestaunt. Ebenfalls bisher ungesehen in einem Bilderbuch: eine Kaiserschnitt-Geburt und eine Frühchenstation! 
Farbenfroh gestaltete, stabile Pappseiten laden ein, mit viel Spaß am Suchen und Entdecken neue Wörter aus den verschiedensten Lebens- und Alltagsbereichen kennen zu lernen, wie zum Beispiel Familie, Zuhause, Garten und Stadtleben.
Auf stabilen Pappseiten mit über 20 Klappen wird hier ein Thema beleuchtet, dass viele Kinder ja geradezu begeistert oder fasziniert. Von den Mülltonnen zuhause, über das große Müllauto – das hier auch Frauen fahren – bis zur Sortieranlage und final recycelten Produkten wird alles kurz und vor allem kindgerecht erklärt. Damit sensibilisiert man schon die Jüngsten für das wichtige Thema!
Der Untertitel „12 wahre Geschichten über Kinder, die sich für eine bessere Welt einsetzen“ sagt, warum es hier geht: unterschiedlichste Kinder aus verschiedensten Ländern haben sich eine Aktivität überlegt, mit der sie ihr Umfeld/die Welt verbessern können und setzen sie ganz konkret um. Es geht um Nachhaltigkeit, Miteinander, Unterstützung, Solidarisch Sein, Klimaverbesserung. Nicht abgehobene Persönlichkeiten sind die Vorbilder, sondern Kinder wie die Betrachtenden. Regt zur kreativen Eigeninitiative an!
Fröhlich gereimt und in farbenfrohen Illustrationen wird hier erzählt, wie sich die Tiere ständig miteinander streiten. Bis eines Tages einem Erdmännchen schließlich eine Lösung einfällt, doch lieber tierische Vertreter für die tierischen Diskussionen zu wählen. So einigen sich alle friedlich und endlich herrscht Harmonie und Eintracht.
Ludlow Washington ist fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn in ein Heim für blinde schwarze Kinder geben. Hier lernt er ein Blasinstrument zu spielen, um sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, und erfährt erstmals auch rassistische Anfeindungen. Mit sechzehn – er hat sich zu einem außergewöhnlich begnadeten Jazz-Musiker entwickelt – wird er von einem Big-Band-Manager „freigekauft“, kaum 18 und frei, zieht es ihn nach Norden, nach New York, wo er zunächst sehr erfolgreich ist. Doch die rassistischen Strukturen der USA verfolgen ihn sein Leben lang.
Fermo Sicurini di lavoro fa il certificatore: a Roccaforte, il suo paese, tutti devono passare dall’anagrafe dove lavora, se vogliono esistere. Infatti, prima di essere riconosciuti da lui per ciò che si fa “non si è”, che è una cosa proprio pazza, eppure è così che funziona, serve un certificato per essere. Così Gianni ottiene il certificato di guardiano dei fatti altrui, Lucia quello di vigilessa per i ricci che attraversano la strada… Tutto procede fino al giorno in cui la seconda B della scuola elementare del Vicolo della Libertà fa visita all’anagrafe e la sicurezza di Sicurini comincia a vacillare davanti alla straripante energia dei bambini…! (Giulia Silvestri)