Rachel Greener & Clare Owen: Ein Baby! Wie eine Familie entsteht

Aus dem Englischen von Mika Maier, Penguin Junior Verlag 2021, 32 S., € 14,-, ab 5

Bereits auf dem Cover des Buches wird deutlich: Familie kann sehr viel Verschiedenes bedeuten und die beiden Autorinnen sind in jedem Fall sehr bemüht, sehr viele Facetten davon abzubilden. Dazu gehört für die beiden offensichtlich auch, dass Hauttöne ein breites Spektrum umfassen. Und ebenso vielseitig können die Wege sein, wie ein Baby seinen Weg zu einer Familie findet. In aller Offenheit werden Geschlechtsteile gezeigt und benannt, natürliche und künstliche Befruchtung erklärt und wie das Baby wächst und sich entwickelt. Das alles findet statt in einer kindgerechten und anschaulichen Sprache kombiniert mit beglückend schönen Illustrationen, wie die einer Mixed Race Family, deren Vater einen Rollstuhl benutzt und die gerade das Ultraschallbild des zweiten Kindes bestaunt. Ebenfalls bisher ungesehen in einem Bilderbuch: eine Kaiserschnitt-Geburt und eine Frühchenstation! Blick ins Buch

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Sandra Grimm & Lena Ellermann: Warum gibt es eigentlich Streit?

Carlsen Verlag 2021, 32 S., € 15,-, ab 4

Vom Streiten und Vertragen. Überall gibt es manchmal Streit. Doch deshalb ist es nicht schön sich zu streiten. Warum gibt es Streit? Worüber streiten wir uns? Wie fühlt sich Streit an? Und wie vertragen wir uns wieder? All diese Fragen werden in diesem Buch für Kita-Kinder beantwortet. Mit Hilfe der Streitzwerge lernen sie, welche Streit-Regeln es gibt und wie sich Streit verhindern lässt. Auf den wimmeligen vielfältigen Bildern gibt es jede Menge zu entdecken. Das Buch bietet eine Fülle von Gesprächsanlässen.
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Lara Bryan: Müllabfuhr & Recycling – Guck mal, wie das funktioniert

Usborne Verlag 2021, 14 S., € 9,95, ab 3

Auf stabilen Pappseiten mit über 20 Klappen wird hier ein Thema beleuchtet, dass viele Kinder ja geradezu begeistert oder fasziniert. Von den Mülltonnen zuhause, über das große Müllauto – das hier auch Frauen fahren – bis zur Sortieranlage und final recycelten Produkten wird alles kurz und vor allem kindgerecht erklärt. Damit sensibilisiert man schon die Jüngsten für das wichtige Thema! Blick ins Buch

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Loll Kirby, Yas Imamura (Illustr.): Die Zukunft gehört uns!

Aus dem Englischen von Conny Lösch, Insel Verlag 2021, 32 S., € 16,95, ab 5

Der Untertitel „12 wahre Geschichten über Kinder, die sich für eine bessere Welt einsetzen“ sagt, warum es hier geht: unterschiedlichste Kinder aus verschiedensten Ländern haben sich eine Aktivität überlegt, mit der sie ihr Umfeld/die Welt verbessern können und setzen sie ganz konkret um. Es geht um Nachhaltigkeit, Miteinander, Unterstützung, Solidarisch Sein, Klimaverbesserung. Nicht abgehobene Persönlichkeiten sind die Vorbilder, sondern Kinder wie die Betrachtenden. Regt zur kreativen Eigeninitiative an! Blick ins Buch

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Katja Reider, Cornelia Haas (Illustr.): Bestimmer sein

Hanser Verlag 2021, 24 S., € 15,-, ab 4

Fröhlich gereimt und in farbenfrohen Illustrationen wird hier erzählt, wie sich die Tiere ständig miteinander streiten.  Bis eines Tages einem Erdmännchen schließlich eine Lösung einfällt, doch lieber tierische Vertreter für die tierischen Diskussionen zu wählen. So einigen sich alle friedlich und endlich herrscht Harmonie und Eintracht. Blick ins Buch

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William Melvin Kelley: Ein Tropfen Geduld

Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum, Hoffmann und Kampe 2021, 288 S., € 24,-

(Stand Januar 2022)

Ludlow Washington ist fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn in ein Heim für blinde schwarze Kinder geben. Hier lernt er ein Blasinstrument zu spielen, um sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, und erfährt erstmals auch rassistische Anfeindungen. Mit sechzehn – er hat sich zu einem außergewöhnlich begnadeten Jazz-Musiker entwickelt – wird er von einem Big-Band-Manager „freigekauft“, kaum 18 und frei, zieht es ihn nach Norden, nach New York, wo er zunächst sehr erfolgreich ist. Doch die rassistischen Strukturen der USA verfolgen ihn sein Leben lang.
Konsequent vom Standpunkt des seit seiner Geburt  blinden Musikers aus erzählt, für den Hautfarbe ein unbegreiflicher Begriff ist, wird umso klarer, wie blind Rassismus die Sehenden macht.
1965 im Original erschienen, ist dieser Roman eines lange vergessenen, hochmodernen Autors, der sowohl die Geschichte der Schwarzen in den USA als auch die Geschichte des Jazz in einer Figur vereint, jetzt glücklicherweise wieder zu entdecken.
(Syme Sigmund)

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Cristina Bellemo: Il paese degli elenchi

Illustrazioni di Andrea Antinori. Topipittori 2021, pp. 48, ca € 23,-, dai 5 anni

(aggiornato gennaio 2022)

Fermo Sicurini di lavoro fa il certificatore: a Roccaforte, il suo paese, tutti devono passare dall’anagrafe dove lavora, se vogliono esistere. Infatti, prima di essere riconosciuti da lui per ciò che si fa “non si è”, che è una cosa proprio pazza, eppure è così che funziona, serve un certificato per essere. Così Gianni ottiene il certificato di guardiano dei fatti altrui, Lucia quello di vigilessa per i ricci che attraversano la strada… Tutto procede fino al giorno in cui la seconda B della scuola elementare del Vicolo della Libertà fa visita all’anagrafe e la sicurezza di Sicurini comincia a vacillare davanti alla straripante energia dei bambini…! (Giulia Silvestri)

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Giorgia Vezzoli: Period Girl

Settenove 2020, pp. 206, ca € 18,50, dai 10 anni

(aggiornato gennaio 2022)

Hanno tanti nomignoli, alcuni sono buffi, altri servono solo a trovare un modo per non nominarle: le mestruazioni. Acerrimo nemico di tante ragazze, guardate con sospetto e/ o disgusto per secoli, per certe persone arrivano proprio veloce. All’arrivo del temuto primo ciclo Robin ha undici anni e si sente troppo piccola per affrontare tutti i dolori e i malumori del caso. Se non fosse che… presto si accorge che all’arrivo di ogni mestruazione succede in lei qualcosa di molto strano, che le fa sviluppare un potere in grado di curare e far nascere le piante. Period girl è un delizioso, delicato romanzo femminista e ambientalista per ragazze coraggiose. Non è mai troppo presto per diventare magiche! (Giulia Silvestri)

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Simona Baldelli: Alfonsina e la strada

Sellerio 2021, pp. 320, ca € 23,50

(aggiornato gennaio 2022)

Questo libro ha una splendida protagonista: il suo nome è Alfonsina Strada. Nata in una famiglia molto povera agli albori del ventesimo secolo, cresciuta in tempi duri nelle vicinanze di Bologna, additata come pazza per la sua esuberanza, nel 1924 riesce a partecipare al Giro d’Italia, unica donna in un contesto tradizionalmente riservato agli uomini.
Con una grazia narrativa fuori dal comune e una spiccata capacità nel ricostruire contesti storici e sociali per molti versi ancora vicini a noi, Simona Baldelli riesce a omaggiare magistralmente una figura dal sapore leggendario. Commovente e denso, questo romanzo è una lettura raccomandata a tutti coloro che amano i personaggi femminili forti, storie di ispirazione biografica e gli anni ’20. (Giulia Silvestri)

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