Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis 2017
Der deutsch-italienische Übersetzerpreis, der bereits zum achten Mal verliehen wird, ist Ausdruck der engen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien. Ganz im Sinne des gegenseitigen Verstehens und der Bereitschaft zum Perspektivenwechsel wird er jährlich wechselnd – einmal in Rom, einmal in Berlin – an Übersetzerinnen und Übersetzer beider Sprachen verliehen.
Den Preis für eine herausragende Übersetzung eines italienischen Werkes ins Deutsche erhält Victoria Lorini. Sie wird für ihre Übersetzung der Vite von Giorgio Vasari (Wagenbach) ausgezeichnet, insbesondere für die letzten vier Bände der 45teiligen Ausgabe.
Der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis 2017 wird am 26. Juni in Berlin in der Basilika des Bode-Museums von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und dem Staatssekretär des italienischen Kulturministeriums, Antimo Cesare, übergeben.
www.deutsch-italienischer-uebersetzerpreis.de



Im London des Jahres 1870 sind Tischrücken und Séancen schwer in Mode. Das weiß auch der angesehene Physiker und Chemiker William Crookes, und so erklärt er sich bereit, das stadtbekannte Medium Florence Cook wissenschaftlich zu untersuchen. Sie lässt – selbst wie ein Paket verschnürt und gefesselt in einem Schrank hockend – Katie erscheinen, eine weiß gekleidete Piratenbraut aus dem 17. Jahrhundert. Nur dass die hochmodernen Vakuumkammern und Radiometer seines Labors nicht weiter helfen und Crookes innere und äußere Welt immer mehr aus den Fugen gerät. Christine Wunnicke ist eine höchst geistreiche und äußerst amüsante Satire gelungen, die auf realen Fakten beruht. Ein herrliches Lesevergnügen, von der ersten bis zur letzten Seite. (Syme Sigmund)
Unzählig sind wohl die Bücher, die von der Natur übers Jahr in all ihren Veränderungen erzählen. Aber es ist eben doch ein kleines großes Wunder, das Kinder immer wieder begeistert. Umso mehr, wenn es so anschaulich, wunderschön und gleichzeitig furios witzig erzählt wird wie von Carson Ellis. In klarer Bild- und lautmalerischer Fantasiesprache (Wazn Teez?) beschreibt sie das Wachsen, Gedeihen und Vergehen einer Blume, die in dieser Metamorphose von kurios fantasievollen Insektenfiguren begleitet wird und mit ihnen gemeinsam so einige Abenteuer erlebt. Die Bilder selbst sprechen schon wunderbar für sich und so kommen nur noch wenige Worte zum Einsatz – aber wie! Dank des Übersetzerpaares Jess Jochimsen & Anja Schöne entpuppt sich der Bilderbuchspaß zum Schauen und Staunen als grandioser Vorlesespaß. (Jana Kühn)
Sonntags treffen sich in Moses Aloettas schäbigem kleinen Zimmer „die Taugenichtse“, er, seine Freunde und Zufallsbekannten und reden über ihre Geldsorgen, Wohnungsprobleme und vor allem über den Rassismus, den sie, die schwarzen Einwanderer aus der Karibik tagtäglich im kalten abweisenden London erfahren. Unterschiedlich sind ihre Strategien, das zu überleben. Manche sind Meister, auf Pump zu leben, andere Kleinkriminelle, verzweifelte Taubenfänger und -esser, andere wieder versuchen sich als unwiderstehliche Verführer junger Engländerinnen oder nehmen die Widrigkeiten mit Witz und Ironie.

#primavera_italiana & Berliner Buchpremiere
Zum dritten Mal haben wir unsere Danteperlen aus einem Jahr in eine Broschüre gepackt, die zum Stöbern und (Wieder)Entdecken einladen soll! Die kostenlosen Exemplare liegen bereit.