Veranstaltungen

Montag 30.9. Dante goes Dresden – Lesung mit Jackie Thomae

Jackie Thomae stellt ihren neuen Roman Brüder (Hanser Berlin) vor.

Moderation Katharina Oguntoye

Jackie Tomae, Autorin, Berlin
Copyright (C) Urban Zintel

Brüder erzählt von zwei deutschen Männern, geboren im gleichen Jahr, Kinder desselben Vaters, den sie nicht kennen, der ihnen nur ihre dunkle Haut hinterlassen hat, die sie damals in der DDR von allen unterschied. Die Fragen, die sich ihnen stellen, sind dieselben. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Der eine, ein charmanter Hasardeur, lebt ein Leben auf dem Beifahrersitz, frei von Verbindlichkeiten.  Der andere,  der seine Eltern nie gekannt hat, ist frei, aus sich zu machen, was er will. Doch dann verliert er in einer banalen Situation die Nerven und steht plötzlich als Aggressor da – ein prominenter Mann, der tief fällt.

Wie wird man zum Außenseiter? Was bedeutet Familie? Was macht einen Mann aus? Brüder ist ein Roman über die Frage, ob wir unser Schicksal selbst bestimmen – oder ob uns Herkunft und Charakter unweigerlich prägen.

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Jackie Thomae, in Halle an der Saale geboren, ist Journalistin und Fernsehautorin. 2015 erschien ihr erfolgreicher Debütroman Momente der Klarheit.

Katharina Oguntoye, in Zwickau geboren, ist Historikerin und Kunstschaffende. Sie hat die afro-deutsche Bewegung mitgeprägt, ist eine der Herausgeberinnen des Buches Farbe bekennen und Gründungsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Seit 1996 ist sie Leiterin von Joliba e.V..

wann? Montag 30.9. um 20 Uhr

wo? um die Ecke im Dresden, Dresdener Str. 19

Vorverkauf 6 € / 4 € – Tageskasse 8 € / 5 €

Donnerstag, 9.5.

Prawda-HoppeEuropa verlassen – Lesung

Felicitas Hoppe liest aus ihrem Roman „Prawda: eine amerikanische Reise“

Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe auf Expedition in einem unbekannten Amerika: Zehntausend so komische wie hochpoetische Meilen reist Hoppe von Boston über San Francisco bis Los Angeles und zurück nach New York. Hellwach und hellsichtig begibt sie sich als literarischer Wirbelsturm auf die Spuren von Ilf und Petrow, zweier russischer Schriftsteller, die 80 Jahre vor ihr unterwegs waren und zu Kultfiguren wurden. Ob Hoppe mit ihnen die Ford-Werke und den ersten elektrischen Stuhl besichtigt, nebenbei den Zaun von Tom Sawyer streicht, in einem Tornado verschwindet oder im Auge des Sturms auf Quentin Tarantino persönlich trifft – „Prawda“ (russisch: Wahrheit) lässt die Leser Dinge sehen, wie sie über das unglaublichste Land der Erde noch nie geschrieben wurden: eine literarische Weltentdeckung.

Rahmenveranstaltung der Ausstellung Europa verlassen von  Jana Müller, Felicitas Hoppe und Alexej Meschtschanow.

wann? am Donnerstag, 9. Mai um 19 Uhr
wo? im Ausstellungsraum der IG Metall
Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

 

Dienstag, 2.4.

Dilek Güngör: Ich bin Özlem (Verbrecher Verlag)

DilekGüngör
(c) Ingrid Hertfelder

»Meine Eltern kommen aus der Türkei.« Alle Geschichten, die Özlem über sich erzählt, beginnen mit diesem Satz. Nichts hat sie so stark geprägt wie die Herkunft ihrer Familie, glaubt sie. Doch noch viel mehr glaubten das ihre Kindergärtnerinnen, die Lehrer, die Eltern ihrer Freunde, die Nachbarn. Özlem begreift erst als erwachsene Frau, wie stark sie sich mit dieser Zuschreibung identifiziert IchBinÖzlemhat. Aber auch wie viel Einfluss andere darauf haben, wer wir sind. Özlems Wut darüber bahnt sich ihren Weg, leise zunächst, dann allerdings, bei einem Streit mit ihren Freunden, ungebremst: Von Rassismus ist die Rede und von Selbstmitleid, von Scham und Neid, von Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühlen. Ihre Geschichte will Özlem von nun an selbst bestimmen und selbst erzählen. Wie das geht, muss sie erst noch herausfinden.

Mit genauem Blick und bestechender Offenheit beschreibt Dilek Güngör, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der »wahren« Herkunft.

wann? Dienstag, 2. April um 20.00 Uhr

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Dilek Güngör, 1972 in Schwäbisch Gmünd geboren, studierte Übersetzen in Germersheim, Journalistik in Mainz und Race and Ethnic Studies in Warwick, England. Als Journalistin arbeitete sie bei der „Berliner Zeitung“. Ihre gesammelten Kolumnen aus der „Berliner Zeitung“ und der „Stuttgarter Zeitung“ erschienen in den Bänden, „Unter uns“ und „Ganz schön deutsch“. 2007 wurde ihr Roman „Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter“ veröffentlicht. Dilek Güngör ist Stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“ und schreibt als Gastautorin Beiträge für die Zeit Online Kolumne „10 nach 8“.

Freitag, 29.3. – Lesung bereits ausverkauft!

Abbas Khider: Deutsch für alle (Hanser Berlin)

Hitler, Scheiße, Lufthansa. Diese drei deutschen Wörter kennt Abbas Khider, als er aus dem Irak flieht. Zwanzig Jahre später ist er ein vielfach ausgezeichneter deutscher Schriftsteller, der akzentfrei schreibt – aber nicht spricht. Dies ist sein ungewöhnliches Lehrbuch für ein neues Deutsch. „Deutsch für alle“ 7354412500001Zist ein Trostbuch für alle Deutschlernenden und deren Angehörige, für Expats, Einwanderer und Menschen in mehrsprachigen Liebesbeziehungen. Und es ist ein herrliches Vademecum für alle Lauchs, die glauben, die deutsche Sprache bereits zu kennen – und Spaß an ihr haben. Provokant, erhellend und unterhaltsam gelingt Abbas Khider dabei auch ein satirischer Blick auf die deutsche Gesellschaft.

wann? Freitag, 29. März um 20.00 Uhr

Lesung bereits ausverkauft!

Alle Eintrittsgelder des Abends werden an Sea-Watch e.V. gespendet.

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als »illegaler« Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman Der falsche Inder, es folgten die Romane Die Orangen des Präsidenten (2011) und Brief in die Auberginenrepublik (2013). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt.

Dienstag 5.3.

Katharina Mevissen: Ich kann dich hören (Wagenbach)

Mevissen_KatharinaNach außen hin scheint alles zu stimmen. Osman studiert relativ erfolgreich Cello, spielt Fußball, wohnt in einer WG und bandelt mit seiner Mitbewohnerin an – ein Studentenleben eben. Doch hinter der Oberfläche kratzt es gehörig. Ohne Kontaktlinsen sieht er schlecht. Sein Dozent bescheinigt ihm eine gute Spieltechnik, aber emotionale Schwachstellen. Mit seinem Vater, Mevissen_katharina_Ich_kann_dich_hören_Dante_Connection_Buchhandlung_Danteperleeinem Profimusiker, will er keinen Kontakt, seiner Ziehmutter, hört er nicht richtig zu und erzählt nichts von sich. Auch mit seiner Mitbewohnerin kommt er sich nicht näher. Erst der Zufallsfund eines besprochenen Diktiergeräts bringt ihn dazu, jemandem wirklich zuzuhören. Um das Nichtzuhören, Nichthören und Zuhören, um Stimmen,  Töne und Schweigen, um Musik und Stille  kreist Katharina Mevissens faszinierender Roman, ein Debütschatz.

wann? Dienstag, 5. März um 20.00 Uhr

Musikalische Intermezzi gespielt von der Cellostudentin Leonie Broll!

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Katharina Mevissen ist 1991 geboren und bei Aachen aufgewachsen. An der Universität Bremen hat sie Kulturwissenschaft und transnationale Literaturwissenschaft studiert und in Berlin eine Drehbuch-Ausbildung absolviert. Bis 2017 war sie Heinrich-Böll-Studienstipendiatin. Für ihr Romanmanuskript erhielt sie das Bremer Autorenstipendium 2016. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Berlin, zudem leitet sie die von ihr mitgegründete gebärdensprachliche Literaturinitiative »handverlesen«.

Dienstag, 26.2.

Luna Al-Mousli: Als Oma, Gott und Britney sich im Wohnzimmer trafen (weissbooks)

© Marie-Christine Gollner-Schmid
© Marie-Christine Gollner-Schmid

Aufgewachsen zwischen Damaskus und Wien, war der jungen Luna Al-Mousli der Ruf des Muezzin so vertraut wie die neusten Hits von Britney Spears. Eingewoben in ihren Lebensteppich sind von klein auf die Muster des Islam, die sich bunt und fröhlich mischen mit jenen eines Alltags „bei uns“. Von diesem Mit- und Nebeneinander wird erzählt Luna Al-Mousli. SieAlsOma plaudert und sprudelt und erinnert sich: An ihre chaotische Großfamilie mit sechs verrückten Tanten, an die unüberschaubare Schar von Cousinen und Cousins, an Reisen nach Mekka, erste Auftritte als „Girl Group“, an den Gebetspyjama ihrer Oma oder frühe Versuche eines eigenen Friseursalons.

Wie schon in ihrem erfolgreichen Erstling, der Danteperle „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus“ durchziehen Lunas wunderschöne, filigrane Zeichnungen das Buch; ein kleines Kunstwerk, das die Herzen erneut im Sturm erobern wird.

wann? Dienstag, 26. Februar um 20.00 Uhr

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

Luna Al-Mousli, geb. 1990 in Melk (Österreich), aufgewachsen in Damaskus, lebt heute in Wien. Grafik Design-Studium an der Universität für angewandte Kunst. Seit 2013 selbstständige Grafik-Designerin und Illustratorin. Für ihr Debüt »Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus« (weissbooks.w, 2016) wurde sie unter anderem mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 ausgezeichnet.

Ausstellung Eymard Toledo

Unser Schwesternprojekt VIEL & MEHR in neuen Räumen!

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Am 6. April wurden die neuen, gemeinsamen Büro- und Veranstaltungsräume von VIEL & MEHR und DAS BUCHPROJEKT in der Oranienstraße 45 eröffnet.

Noch bis 12. Mai zeigt eine Ausstellung die Collagearbeiten der hochgeschätzten Autorin und Illustratorin Eymard Toledo aus ihren Bilderbüchern „Bené“, „Onkel Flores“ und natürlich auch ihrem neuesten Werk „Juju und Jojô“ – allesamt erschienen im großartigen Verlag Baobab Books.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis 12.5.19:
Mo+Mi 15-18 Uhr
Di+Do 12-15 Uhr
und nach Vereinbarung.

Oranienstraße 45
10969 Berlin
U8 Moritzplatz / M29 Oranienplatz

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Freitag, 7.12.

Yvonne Adhiambo Owuor „Der Ort, an dem die Reise endet“

Owuor(c)Courtesy of Bobby Pall for Footprints Press Ltd (2)Der junge Odidi Oganda wird 2007 während der auf die Wahlen folgenden Unruhen in Nairobi erschossen. Auf der Familienranch versammeln sich die Hinterbliebenen: seine Schwester, die seit Jahren in Brasilien lebt, der Vater, ein ehemaliger Polizist, und seine Owuor-Der-Ort-an-dem-die-Reise-endetDanteConnectionDanteperleMutter Akaima. Alle drei versuchen, die Trauer auf ihre eigene Art zu verarbeiten. Meisterlich entfaltet Owuor die Familiengeschichte, in der keiner frei ist von Schuld und die eng mit der kenianischen Geschichte verwoben ist. Ein Roman, der den Leser in den Bann schlägt und die vielschichtigen Verhältnisse und die verschlungene Geschichte des Landes greifbar werden lässt.

Englisch-deutsche Lesung, moderiert und übersetzt von Patricia Klobusiczky!

wann? Freitag, der 7. Dezember um 20.15 Uhr

Vorverkauf 6 € / 4 €
Tageskasse 8 € / 5 €

YVONNE ADHIAMBO OWUOR wurde 1968 in Kenia geboren. Ihre Kurzgeschichten erschienen in internationalen Literaturmagazinen. 2003 wurde sie mit dem Caine Prize for African Writing ausgezeichnet. ›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ihr erster Roman, der 2015 auf der Shortlist für den Folio Prize stand und für den sie den Jomo Kenyatta Prize for Literature erhielt. Yvonne Adhiambo Owuor lebt in Nairobi. Zur Zeit ist sie als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin tätig.

Patricia Klobusiczky, 1968 in Berlin geboren, übersetzt aus dem Englischen und Französischen, u. v.a. Petina Gappah, Hélène Gestern, William Boyd, Louise de Vilmorin. Sie   arbeitete langjährig als Lektorin. Seit 2016 leitet sie für drei Jahre das von verschiedenen Institutionen getragene Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm, ein Ausbildungsprogramm für junge Literaturübersetzer.

Donnerstag, 25.10.

Iunona Guruli: Wenn es nur Licht gäbe, bevor es dunkel wird (btb)

Guruli(c)Rusudan TabukashviliZum Buchmesseschwerpunkt des Gastlandes Georgien ist die in Berlin lebende Autorin und Übersetzerin Iunona Guruli bei uns zu Gast!

 

Ihre Geschichten sind wie wundersame Filme, sehr verdichtet und voller Schmerz, Liebe und Hoffnung, entspinnen sich in irritierenden Auslassungen. Ihre Erzählungen bringen die Zerrissenheit der georgischen Jugend zum Strahlen und machen Iunona Guruli zu einer der aufregendsten weiblichen Stimmen der georgischen Gegenwartsliteratur.

Moderation: Irine Beridse

wann? Donnerstag, 25. Oktober um 20.15 Uhr
wo? in unserer Buchhandlung

Vorverkauf 6 € / 4 €
Abendkasse 8 € / 5 €

Die Lesung findet mit freundlicher Unterstützung des Georgian National Book Center statt. Wir bedanken uns sehr herzlich!

Sonntag, 21.10.

Kirsten Reinhardt und Marie Geissler: Karl und Knäcke lernen räubern (Carlsen)

9783551553850Wir läuten die Herbstferien mit einer fulminanten Lesung ein! Die Autorin Kirsten Reinhardt und die Illustratorin Marie Geissler stellen uns ihr neues spannendes Buch vor: Karl und Knäcke wären gerne die gefürchtetsten Räuber der Stadt – nur haben sie eigentlich noch nie etwas gestohlen. Das muss anders werden! Sie planen eine räubermäßige Einbruchsserie. Doch in jeder Wohnung findet sich so viel Spannendes, dass sie das Räubern glatt vergessen – außer, dass sie sich nach den erlebten Abenteuern etwas zu Essen genehmigen. Denn in fremden Küchen kocht es sich besonders gut!

Für Kinder ab 4

wann? Sonntag, 21. Oktober um 11.00 Uhr
wo? in unserer Buchhandlung

Vorverkauf 4 € Erwachsene / 2 € Kinder
Tageskasse 5 € Erwachsene / 3 € Kinder