… per avventurieri dell’esistenza

Patrizia Cavalli: Vita meravigliosa. Einaudi 2020, pp. 128, € 15,-

Cavalli_Patrizia_Vita_meravigliosa_Dante_ConnectionPatrizia Cavalli come Elsa Morante, Patrizia Cavalli come Sandro Penna. Come i suoi maestri, ampiamente omaggiati in questa raccolta di poesie, Patrizia Cavalli conferma di possedere il piglio sapiente dei grandi autori. In versi magistralmente costruiti, aspri, languidi, ambivalenti, la poeta (“perché poetessa fa ridere, dai”) italiana per eccellenza, la prima tra i poeti ancora in vita, riesce ancora una volta a rassicurarci e spiazzarci. Sembra di leggere di cose da niente, banalità quotidiane, invece poi ci si accorge di star leggendo della vita e della sua altra metà – la morte. Indissolubili come le conosciamo, le immaginiamo e talvolta dimentichiamo, entrambe affrontate con saggezza, a tratti scherzando. Non è un’impresa facile descrivere la bellezza e la speranza che i versi raccolti in questo libretto riescono a infondere: non ci resta che leggerli, rileggerli, interrogarsi, meravigliarsi. (Giulia Silvestri)

L’ordino!

Sandra Petrignani: Die Freibeuterin

Das Leben der Natalia Ginzburg. Aus dem Italienischen von Stefanie Römer. btb Verlag 2020, 640 S., € 24,-(La corsara. Ritratto di Natalia Ginzburg. Neri Pozza 2018, € 26,50)

Petrignani FReibeuterin_Danteperle_Dante_Connection Buchhandlung Berlin KreuzbergDie Schriftstellerin Natalia Ginzburg ist die bedeutendste Minimalistin der italienischen Literatur. In ihren Romanen, Erzählungen und Texten ist jedes Wort mit Bedacht gesetzt, erbarmungslos, aber gleichzeitig mit viel Ironie enthüllt sie menschliche Schwächen, die Verstrickungen in Familien, die Abgründe zwischen Frau und Mann. Ihre Bücher sind moderne Klassiker der Weltliteratur, Inspiration gerade für Autorinnen weltweit.
Doch was ist das Material, aus dem sie schöpfte? Wer war diese italienische Schriftstellerin, Übersetzerin, Lektorin, Journalistin, Politikerin, Mutter? Die gerade ins Deutsche übersetzte Biografie „Die Freibeuterin“ von Sandra Petrignani taucht tief in Ginzburgs wechselvolles Leben ein. Sie spannt den Bogen von ihrer Kindheit als ein bisschen übersehene Tochter in einer bürgerlichen jüdischen Familie über ihre Ehe mit Leone Ginzburg, dem charismatischen Intellektuellen und Mitbegründers des Einaudi Verlags, der von den Nazis zu Tode gefoltert wurde, ihren schmerzhaften schwierigen Neuanfang nach dem Krieg, die Bedeutung als weiblicher Schriftsteller bis zur Anerkennung als eine der ganz Großen des italienischen Geistes- und Kulturlebens.
Mit ihrem faszinierend breit angelegten Verfahren, eine Fülle von Beschreibungen, Zitaten, Quellen, literarischen Verweisen, von Gesprächen mit lebenden Zeitzeug*innen, von Ortsbesichtigungen, Assoziationen und Fragen zu verweben, ist Sandra Petrignani ein beeindruckendes Porträt Natalia Ginzburgs gelungen und regt noch einmal mehr an, Ginzburg selbst zu lesen! (Stefanie Hetze) Leseprobe

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