Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, (Hanser Verlag 2009 € 28,-), Fischer TB 736 S. € 15,-
(Stand März 2021)
Grossman erzählt die wunderschöne und schmerzliche Geschichte einer Familie, die zugleich ein Psychogramm einer vom Krieg und Terror traumatisierten Nation ist. Ora, deren Sohn sich freiwillig zu einem Militäreinsatz meldet, hofft, durch ihr Unerreichbarsein das Überbringen einer schlechten Nachricht verhindern zu können. Indem sie sein Leben mit all seinen Facetten und Besonderheiten erzählt, meint sie, ist ihr Sohn in Sicherheit. Der Zuhörer, der sich ihrer beschwörenden Flucht anschließt, ist ihre zweite große Liebe Avram, der nach Gefangenschaft und Folter keine Berührung mehr mit dem Leben wünscht. Ihn holt sie auf dieser Reise zurück ins Leben. Dadurch, dass Ora sich mit allen Mitteln dagegen wehrt, Opfer zu sein, ist dieses ein nicht nur sehr ergreifendes, sondern auch tröstliches Buch. (Franziska Kramer)

Was für ein Leben – mit jeder Seite wächst der Respekt für diesen so klugen und mutigen Mann, dessen Zeitzeugenbericht aus dem im 2. Weltkrieg besetzten Polen jahrzehntelang in Vergessenheit geraten war. Erst Claude Lanzmann erinnerte an Karskis Konfrontation der Alliierten mit der realen Existenz der Shoah. Sein Bericht ist bewegender Widerstandsroman auf höchstem literarischen Niveau und historischer Sachtext in einem. Sehr lesenswert! (Jana Kühn)
Zu Ehren des 80. Geburtstages von Klaus Wagenbach erscheint dieses Buch, herausgegeben von Susanne Schüssler, nicht nur Wagenbachs Ehefrau, sondern auch seine Nachfolgerin im eigenen Verlagshaus. Das Buch bündelt die wichtigsten Texte des Verlegers und politischen Kämpfers. Und Klaus Wagenbach kann herrlich erzählen. Seine Texte sind von äußerster Klarheit, ungebrochener Überzeugung und oft wunderbarem Humor. Sehr persönlich auch und schlicht anregend – man mag darüber diskutieren, sich austauschen. (Stefanie Hetze)
Fen il Fenomeno di Stefano Benni è una piccola graphic novel fantastica di un cane stranino, apparentemente bruttino con le gambe storte. Inizialmente sembra che faccia la classica brutta fine dei cani randagi che finiscono nei canili, perché tutti lo considerano un cane inutile. Ma Fen è un cane fenomenale, che poco alla volta svela i sui talenti insoliti, che splenditamente illustrati da Luca Ralli, riescono a convincere giovani e vecchi lettori.
Die Mutter weg zur Entziehungskur, der Vater, ein Immobilienspekulant, mit der Geliebten auf Geschäftsreise. Das sind Maiks Sommerferien im äußersten Osten Berlins – bis Tschick, der Neue in seiner Klasse, mit einem geklauten Lada auftaucht. Die rasante Fahrt der zwei 14-Jährigen durch verlassene Teile Ostdeutschlands ist grandios erzählt. Man streitet sich fast, wer das Buch als nächster lesen darf!! (Franziska Kramer)