Veranstaltungen

Literarische Matinee mit der Übersetzerin Eva Schestag

SAVE THE DATE!

Gemeinsam mit dem Salon Obermaier laden wir zur literarischen Matinee ein.

Eva Schestag stellt im Gespräch mit dem Verleger Andreas Rötzer ihre Übersetzung von Rao Pingrus Unsere Geschichte vor.

Rao Pingru hatte nach dem Tod seiner Frau Meitang die Geschichte ihrer Liebe und ihres Lebens für seine Nachkommen aufgeschrieben. In einer genialen Kombination aus lapidarem Berichten des Geschehens und tiefer Zuneigung für seine Liebste schildert er seine Kindheit und die 60 gemeinsamen Jahre mit Meitang. Auf ihre intime familiäre Welt wirken sich die übermächtigen politischen Ereignisse und Umwälzungen um sie herum im China des 20. Jahrhunderts unmittelbar aus. Doch bei aller Drangsal behält Rao Pingru seine zuversichtliche Lebenseinstellung, genährt durch die Liebe zu seiner Frau. Ein faszinierendes, ja beglückendes Memoir, angereichert durch zahlreiche farbige Illustrationen des Autors und eine historische Zeittafel.

Die Schauspieler:innen Mariel Jana Supka und Olaf Helbing lesen und musizieren, Dunja Funke moderiert, Dante Connection bringt die Bücher mit. Und dass es im Obermaier dazu eine angemessene feine Bewirtung gibt, ist selbstverständlich.

 

Wann? Sonntag, 26. Mai um 12 Uhr
Wo? OBERMAIER. Restaurant-Salon

Eintritt 10 €

Anmeldung: info@danteconnection.de / T 030 – 615 7658 /  info@obermaier-kreuzberg.de

 

Lesung mit Dmitrij Kapitelman

Eine Formalie in Kiew

25 Jahre nachdem die Kapitelmans die Ukraine verließen und als „jüdische Kontingentflüchtlinge“ Aufnahme in Deutschland fanden, hockt der Ich-Erzähler Dima bei seinen Eltern auf einer „von sibirischen Katzen vollgepissten Treppe“ und weiß plötzlich, dass er die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen will.

Eine Bürokratieposse, ein Familienroman voll scharfsinniger, psychologisch genau beobachtender Situationskomik. Ein sensibles Buch, das mit großer Leichtigkeit, ja fast zärtlich, mit Klischees und Vorurteilen spielt und dabei mit viel Wahrhaftigkeit die Lebensrealität aller Migranten zu verstehen hilft.

wo? Eberhard-Ossig-Stiftung | Markgrafenstraße 88 | 10969 Berlin
wann? Donnerstag, 23. Mai 2024 um 19 Uhr

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutschen Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“

Literarische Matinee im Obermaier

LESUNG & GESPRÄCH mit der Übersetzerin Eva Schestag und dem Verleger Andreas Rötzer

Gemeinsam mit dem Salon Obermaier laden wir zur literarischen Matinee ein.

Rao Pingru hatte nach dem Tod seiner Frau Meitang die Geschichte ihrer Liebe und ihres Lebens für seine Nachkommen aufgeschrieben. Erst durch eine Enkelin, die Teile davon im Netz postete, kam es zur Buchveröffentlichung. In einer genialen Kombination aus lapidarem Berichten des Geschehens und tiefer Zuneigung für seine Liebste schildert er seine Kindheit und die 60 gemeinsamen Jahre mit Meitang. Auf ihre intime familiäre Welt wirken sich die übermächtigen politischen Ereignisse und Umwälzungen um sie herum im China des 20. Jahrhunderts unmittelbar aus. Doch bei aller Drangsal behält Rao Pingru seine zuversichtliche Lebenseinstellung, genährt durch die Liebe zu seiner Frau. Ein faszinierendes, ja beglückendes Memoir, angereichert durch zahlreiche farbige Illustrationen des Autors und eine historische Zeittafel.

Die Schauspieler:innen Mariel Jana Supka und Olaf Helbing lesen und musizieren, Dunja Funke moderiert, Dante Connection bringt die Bücher mit. Und dass es im Obermaier dazu eine angemessene feine Bewirtung gibt, ist selbstverständlich.

Wann? Sonntag, 26. Mai 2024 um 12 Uhr
Wo? OBERMAIER. Restaurant-Salon

Eintritt 10 €

Anmeldung bei Dante Connection bzw. im Obermaier

 

Selma Noort: Das kleine Haus am Fluss

Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann, Gerstenberg 2024, 208 S., € 16,- , ab 9

Eine wirkliche Entdeckung nicht nur dieses Frühjahrs oder dieses Leipziger Buchmessen Gastlandauftritts ist dieser Familien-Roman. Ich nenne ihn so, weil ich ihn für eine perfekte Familienlektüre halte, der am besten alle gemeinsam lauschen. Vielleicht auch, weil es den einen oder anderen Moment gibt, für den ich manchen Kindern Begleitung wünsche, um die Geschehnisse einzuordnen. Aber von vorn, denn alles beginnt mit einem wortwörtlich großen Knall: Ein Laster rast in ein kleines Haus, genau in das Schlafzimmer von Juss. Der Junge wird schwer verletzt geborgen und hier beginnt in Rückblenden die Erzählung eines Sommers, gleichzeitig die Geschichte einer Großfamilie, die in ihrem Zusammenhalt beglückt. Fünf kleine Häuser stehen da am Fluss, in denen mehrere Familien, Onkel, Tanten und Großeltern leben. Da wird füreinander gesorgt und eingestanden, gestritten und sich vertragen, sich vertraut und verziehen. Zwischen Juss und seine Cousine Amber passt kein Blatt Papier, so unzertrennlich verbringen sie die Tage – bis eben besagter Unfall passiert … Das Happy-End sei hier vorweggenommen! (Jana Kühn) Leseprobe

Das bestelle ich!

Luna Ali: Da waren Tage

S. Fischer 2024, 304 S., € 24,-

Es ist der 15. März 2011. In Syrien bricht der Arabische Frühling aus, in Deutschland beginnt Aras sein Jurastudium, 12 Jahre nachdem er mit Schwester und Mutter Aleppo verließ. Der Jahrestag der Syrischen Revolution wird zum roten Faden, entlang dessen Luna Ali uns durch das Leben ihres Protagonisten führt. Hörsäle, Alltag zwischen Beziehung, Familienleben und Ausländerbehörde. Ein Interview zur Lage in Syrien. Die inhaltlichen Sprünge zwischen den Kapiteln werden gewagter, die sich zuspitzende Gewalt in Syrien wirkt sich auf Aras Leben in Deutschland aus, so wie andere Geschichten nach vorne dringen. Die sind schön erzählt, verstörend, nicht immer leicht zu lesen. Wenn Luna Ali die Wurzeln von Assads Schergen in eine deutsche Nazivergangenheit offenlegt, zum Beispiel. Oder wenn sie die Parallelität von Geschichte(n), die in Migrationsbiographien eine so bedeutende Rolle spielen, ernst nimmt und ganze Passagen in Spalten erzählt.
Was Sprache mit einer Biographie macht, zeigt uns Da waren Tage zwischen den Zeilen. Ali ist da wirklich etwas gelungen – eine junge, weibliche Stimme, die etwas wagt und der Sprache ebenso viel zumutet, wie sie ihr Vertrauen schenkt. (Kerstin Follenius) Leseprobe

Das bestelle ich!

 

 

Percival Everett: James

Aus dem Amerikanischen  von Nikolaus Stingl, Hanser 2024, 336 S., € 26,-

James, der vor einem Verkauf durch seinen Sklavenhalter flieht, und der Junge Huck, der aus demselben Hause weggelaufen ist, treffen einander unerwartet auf einer kleinen Insel im Missippi, den sie bald darauf zusammen auf einem wackeligen Floß befahren. Wem diese Geschichte bekannt vorkommt, täuscht sich nicht, denn Percival Everett hat mit James eines der Schlüsselwerke der US-amerikanischen Literatur und Mark Twains bekanntesten Roman Die Abenteuer des Huckleberry Finn adaptiert. Allerdings stellt er schon titelgebend James bzw. Jim, wie er verkürzt von vor allem Weißen genannt wird, in den Mittelpunkt des Erzählens und stattet seinen Protagonisten mit Bildung und Würde aus. Durch diese genial erdachte Verschiebung führt der Autor die von Sklaverei und Rassismus brutal verderbte Gesellschaft vor. Dass bei aller Dramatik der Geschehnisse immer wieder Momente großer Komik und atemloser Spannung entstehen, zeichnet Everettts Meisterschaft im Schreiben aus. Schon zu Jahresbeginn eines der besten Bücher in 2024! (Jana Kühn) Leseprobe

Das bestelle ich!

 

Teodor Cerić: Gärten in Zeiten des Krieges

Reiseberichte aus Europa. Herausgegeben von Marco Martella. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel, Liebeskind 2024, 120 S., € 20,-

Gärten sind seit jeher Orte des Innehaltens und der Regeneration. Opulente Bücher über berühmte repräsentative Gartenanlagen versuchen, die Sehnsucht nach der Schönheit geordneter Natur zu stillen. Ganz zart kommt dagegen ein kleines Buch daher, das zudem das alles andere als beschauliche Wort „Kriege“ im Titel führt, aber eindrücklich Gärten vorstellt, die eher nicht zum Kanon gehören und im Verborgenen liegen. Beschrieben werden sie von einem Erzähler, einem aus Sarajewo geflüchteten Literaturstudenten,  dem sie bei seinem Umherirren durch Europa Halt und manchmal Arbeit geben. Und der sich inspirieren lässt von ihren Besonderheiten und ergründet, wie aus Träumen, mögen sie noch so übertrieben sein, Gärten entstehen. So sucht er den Garten Derek Jarmans direkt neben einem Atomkraftwerk auf oder Samuel Becketts hinter einer mit Scherben bestückten Mauer biologische Gartenwüste oder erforscht die Geschichte eines sogenannten Schmuckeremiten in einem englischen Landschaftspark. In Graz, in einem hinter Mauern versteckten Hof voller Farne, endet seine Odyssee. Er kehrt zurück, um einen eigenen Garten anzulegen, hat dabei aber schon seinen Leserinnen und Lesern ein literarisches Kleinod hinterlassen, das zur gedanklichen Kontemplation einlädt – und zu Überlegungen zur Mitwirkung des Herausgebers Marco Martella. (Stefanie Hetze) Leseprobe

Das bestelle ich!

 

 

Der Dante-Leseclub

FÜR NEUGIERIGE, ZUHÖRER*INNEN, LAUTE UND LEISE DENKENDE

Im Dante Leseclub möchten wir mit Euch über aktuelle Bücher, die uns beschäftigen, ins Gespräch kommen. Wir möchten diskutieren und hinterfragen, in jedem Fall jubeln, welche Streitkraft Literatur haben kann.

Wir kündigen den Buchclub und die ausgewählten Titel in der Regel ca. vier Wochen vor Termin an. Die von uns ausgewählten Bücher haben wir natürlich vorrätig.

Achtung Spoiler-Alarm! Im besten Fall habt ihr die Bücher zu unseren Treffen schon gelesen und teilt eure Meinung mit uns. Vielleicht sind unsere Gespräche aber auch genau die Anregung, die es noch gebraucht hat, um euch für einen Titel zu entscheiden.

Unsere Türen sind jedenfalls geöffnet für Neugierige, Zuhörer*innen, laut und leise Denkende. Wir freuen uns und sind gespannt auf Eure und Ihre Leseeindrücke!

Der Eintritt ist frei. Für Wein und Wasser ist gesorgt.

Auf zum nächsten Dante-Leseclub!

Erster Dante Leseclub

FÜR NEUGIERIGE, ZUHÖRER*INNEN, LAUT UND LEISE DENKENDE

Die Niederlande und Flandern sind diesjähriges Gastland der Leipziger Buchmesse. alles außer flach ist ihr Slogan und natürlich gibt es zahlreiche Neuerscheinungen.
Zwei davon haben uns sehr beschäftigt und wir haben darüber viel diskutiert. So viel, dass wir den Kreis der Leseerfahrungen und Meinungen gerne vergrößern möchten – mit Euch und Ihnen.

Wir laden herzlich ein zum ersten Dante-Leseclub!
Wann? am Freitag, den 12. April 2024 um 19.30 Uhr
Wo? in der Dante Connection
Weitere Informationen zum Dante-Leseclub … hier.

Und über diese beiden Bücher möchten wir mit Euch ins Gespräch kommen, sie diskutieren und hinterfragen, in jedem Fall jubeln, welche Streitkraft Literatur haben kann.

Der etwas nerdige, vom Vater verlassene Jimmy und der mit seiner Familie durch halb Europa geflüchtete Tristan werden trotz Sprachschwierigkeiten und Altersunterschied Freunde. Vielleicht brauchen sie einander auch vor allem. So schmal wie voller großer Fragen, atemberaubend spannend und von einer Tragik, die lange nachhallt.
Lize Spit: Der ehrliche Finder
Aus dem Niederländischen übersetzt von Helga Beunigen, 128 Seiten, 18 Euro

Hunter White bereist als Trophäenjäger den afrikanischen Kontinent. Er will ein Nashorn erlegen, doch kommt ihm eine Gruppe Wilderer zuvor.
Um sein gekränktes Jägerego zu beruhigen, erhält er das unfassbare Angebot, auf Menschenjagd zu gehen. Ein rasanter wie streitbarer Roman, eine große Parabel?
Gaea Schoeters: Trophäe
Aus dem Niederländischen übersetzt von Lisa Mensing, Paul Zsolnay Verlag, 256 Seiten, 24 Euro

Unsere Türen sind geöffnet für Neugierige, Zuhörer*innen, laut und leise Denkende. Wir freuen uns und sind gespannt auf Eure und Ihre Leseeindrücke!

Ronen Altman-Kaydar: Berliner Rebell*innen

LESUNG & GESPRÄCH

Berliner Rebell*innen. Wie junge Jüdinnen & Juden die Geschichte Berlins prägten

In acht Streifzügen durch das Zeitgeschehen erkundet Ronen Altman-Kaydar die Hauptstadt und ihre facettenreiche Geschichte durch die Augen junger Erwachsener.

Über die Jahrhunderte hinweg bis heute wurde Berlin durch berühmte, jüdische Persönlichkeiten geprägt, die auch alle einmal Teenager waren! Ihnen folgen wir auf Stadtspaziergängen und erfahren mehr über ihre Biografien. Dabei lernen wir z. B. die Saloniere Henriette Herz, den Revolutionär Gustav Landauer oder den Philosophen Moses Mendelssohn kennen.

Der Stadtführer richtet sich an junge und junggebliebene Menschen. Autor Ronen Altman-Kaydar gelingt eine Kombination aus Unterhaltung und Information, die inspiriert und gleichzeitig Geschichte vermittelt.

WANN? Donnerstag, 14. März um 19 Uhr
WO? Eberhard-Ossig-Stiftung | Markgrafenstraße 88 | 10969 Berlin

Anmeldung: info@eberhard-ossig-stiftung.de

Wir begleiten die Veranstaltung mit einem Büchertisch.