Freitag, 12.5.

Ulrike Edschmid: Ein Mann, der fällt (Suhrkamp)

(c) Sebastian Edschmid
(c) Sebastian Edschmid

Sommer 1986. Berlin-Charlottenburg. Ein Mann steht auf der Leiter und streicht die Decke einer Altbauwohnung, in die er mit seiner Gefährtin einziehen will. Da verliert er das Gleichgewicht und stürzt in die Tiefe. Danach ist nichts mehr, wie es war. Brutaler hätte der Aufbruch zweier Menschen in die gemeinsame Zukunft kaum erschwert werden können. Doch was wie ein Ende erscheint, geht langsam über in die Erforschung eines unbekannten Kontinents: des eigenen Lebens.

Vorverkauf 8 € / 5 €
Abendkasse 10 € / 7 €

Tickets sind ab sofort bei uns erhältlich. Reservierte Tickets müssen am Veranstaltungstag bis spätestens 18 Uhr abgeholt werden.

Samstag, 18.3. um 11.00 Uhr

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BrittaJürgsWir laden ein zu einem vormittäglichen Plausch mit Britta Jürgs, einer der ganz wichtigen Stimmen der unabhängigen Bücherwelt – nicht nur, aber auch in Berlin. Sie ist Verlegerin des AvivA Verlags und damit Herausgeberin von Büchern über Frauen in der Kunst- und Literaturgeschichte und ebenso Redakteurin der VIRGINIA Frauenbuchkritik. 2011 wurde sie als »BücherFrau des Jahres« ausgezeichnet und ist seit 2015 Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung.

Von 11 bis 13 Uhr steht sie für Fragen rund um den AvivA Verlag und das unabhängige Verlegen überhaupt bereit. Für alle frühaufstehenden, unabhängigen Leserinnen und Leser gibt es selbstverständlich Kaffee & Kekse!

Lesung am 18. November


Cesare Pavese „Der Mond und die Feuer“

„La luna e i faló“

Die Übersetzerin Maja Pflug stellt uns den berühmten Roman und modernen Klassiker „Der Mond und die Feuer“ von Cesare Pavese in ihrer soeben veröffentlichten Neuübersetzung vor. mehr

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Shumona Sinha: Erschlagt die Armen!

Aus dem Französischen von Lena Müller, Edition Nautilus 2015, € 18,–.

11_sinha_arme_buchhandlung_dante_connection_danteperle Es ist ein Moment außer Kontrolle, als eine junge Frau einem Mann in der U-Bahn eine Flasche über den Kopf zieht. Darüberhinaus brisant ist das Szenario, da der Mann ein dunkelhäutiger Asylbewerber ist und sie, ebenso dunkelhäutig, als Übersetzerin in einer Asylbehörde arbeitet. Im Kommissariat muss sie sich erklären und anhand dieser Verhöre erzählt Sinha vom zermürbenden Alltag in der Asylbehörde, wo immer wieder Elend als offiziell unzureichend bewertet wird und Lebensgeschichten deshalb mittels Lügen zu glaubwürdigen, politisch begründeten Fluchten werden müssen … sollen. Tun sie aber nicht. Und so gerät die junge Übersetzerin zwischen die Fronten und reibt sich auf: an den Ansprüchen an sie auf moralische Unterstützung und Forderungen nach falschen Übersetzungen auf der einen Seite, an den grundsätzlichen Unterstellungen falscher Übersetzungen auf der anderen. Sinha hat selbst in Frankreich als Übersetzerin in einer Asylbehörde gearbeitet. Nach Erscheinen von Erschlagt die Armen! wurde sie dort entlassen. Sie weiß, wovon sie schreibt und sie findet wunderbare, ja poetische Sprachbilder dafür. Ein Roman, der die Unzulänglichkeiten eines unmenschlichen Systems vor Augen führt und sehr wütend macht! (Jana Kühn) Leseprobe