aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer, Hanser 2012, ab 8
Dieses Buch leider nicht mehr lieferbar
Nur noch als Hörspiel als CD erhältlich (Der Audio Verlag, 2 CDs, € 12,99, ab 6)
(Stand März 2021)
Dass Mikael Engström nicht nur ein hervorragender Jugend-, sondern auch ein begnadeter Kinderbuchautor ist, erweist sich mit diesem wunderbaren Buch, das von Helena Willis kongenial illustriert wurde. Wie die Kinder sich gegen die großen fiesen Jungs zur Wehr setzen, die sich darauf versteift haben, den Erstklässler Paul zu piesacken, ist herrlich witzig und frech und berührt doch ein ernstes Thema, das wohl die meisten Kinder aus ihrem Schulalltag kennen. (Syme Sigmund)

Violet Park ist eine verstorbene Pianistin, die von dem Ich-Erzähler, dessen Vater verschwunden ist, in einer Urne gefunden wird. Mithilfe von Vaters Freund Bob, seinem vergessenen Opa – also Dads Vater – und einem alten Tonband, findet er heraus, was Violet mit seinem Vater zu tun hat und hatte. Das Buch ist witzig und sehr gut geschrieben.
Den Klassiker unter den Zeichenbüchern für Kinder mit herrlichen Versen von James Krüss gibt es jetzt auch als Kritzelbuch – zum Ausprobieren, Weitermalen, Ausmalen, Geschichtenerfinden undundund.
In der Hitze einer namenlosen Großstadt kämpfen das Mädchen Baz und ihr einziger Freund Demi ums Überleben. Baz und Demi sind die Besten in ihrer Gang, die Meisterdiebe der Straße. Die beiden fühlen sich unbesiegbar, bis Demi einen der gefährlichsten Männer der Stadt bestiehlt. Plötzlich ist ihr Leben keinen Cent mehr wert. Sie geraten zwischen die Fronten der Schläger des Slums und der korrupten Polizei – und sogar ihrer eigenen Gang können sie nicht mehr trauen. Als Demi angeschossen und verschleppt wird, versucht Baz alles, um ihren Freund zu retten. Rasant und spannend erzählt, gibt das Buch ganz nebenbei einen informativen Einblick in die Lebensbedingungen der Armen dieser Welt. (Syme Sigmund)
Colin scheint ein Problem zu haben: Jeder seiner Versuche mit einer Katherine zusammen zu sein scheitert. Gerade hat ihn auch noch Katherine Nummer 19 abserviert. Warum klappt es nie mit seinen Katherines? Dank seines Wissens (Colin spricht elf Sprachen, liebt Anagrame und kann das Lexikon zitieren) kann er eine Rechnung aufstellen, an der man den Tag der Trennung ablesen können soll. Doch dann trifft er, auf einer Reise mit seinem Freund Hassan, Lindsey. Ist seine Rechnung wohl richtig? Ein witziges, fantastisches Buch, das man nicht aus der Hand legen will. (Rezension von Kara Mikus 15 Jahre)
Mit diesem Bilderbuch ohne Worte reist man durch 100 Jahre Geschichte eines Hauses und einer Straße irgendwo in Deutschland. Beginnend im Kaiserreich erfährt der Betrachter von Kriegszerstörung, Wirtschaftswunder und gesellschaftlichen Veränderungen, um schließlich im ihm vertrauten Jetzt anzugelangen. Für ältere Kinder bietet der Anhang interessante Informationen über das Leben in den verschiedenen Jahrzehnten. (Syme Sigmund)
Die Ich-Erzählerin muss sich tagein tagaus um ihre kleine Schwester Stroma kümmern, weil ihre Mom duch ihres Sohnes Tod so in einen Trauerzustand gekommen ist, dass sie sich um nichts mehr kümmern kann. Ihr Vater lebt seit dem Tod ihres Bruders Jack von Mom getrennt. Zu ihrem Glück lernt sie Bee kennen, nachdem ihr ein in einem Krankenwagen lebender Junge ein Negativ in die Hand gedrückt hat. Sie freundet sich mit beiden an. Bee hilft ihr oft mit Stroma, doch am Ende des Buches erfährt sie Bees Geheimnis. Der Roman von Jenny Valentine ist zwar traurig, aber auch schön, weil sich alles zum Guten wendet und die Hauptfigur nicht mehr allein ist.
Es gehört viel mehr dazu als nur ein dickes Fell, um in den arktischen Breiten leben zu können. Wie fabelhaft und wie schlau die Natur dies für die unterschiedlichsten Eisbewohner eingerichtet hat, erfährt man hier mit herrlich viel Witz erzählt und ganz anders als in einem herkömmlichen Kindersachbuch.
In Hopes Familie hat jeder einmal im Leben die Vision des Weltuntergangs. Hopes Mutter erwartet ihn für den Sommer 1989. Sie hortet Unmengen von Essen, spricht im Schlaf Aramäisch und verbarrikadiert sich in der Vorratskammer. Hope findet Zuflucht bei Mickey, bis sie ihr eingenes Datum für den Weltuntergang gefunden hat: in einem Comic-Heft und als Verfallsdatum von japanischen Instant-Nudeln. Und damit gewinnt die wunderbar abgedrehte Geschichte erst so richtig an Fahrt. Ein wunderbar skurriles Lesevergnügen! (Syme Sigmund)
Die Mutter weg zur Entziehungskur, der Vater, ein Immobilienspekulant, mit der Geliebten auf Geschäftsreise. Das sind Maiks Sommerferien im äußersten Osten Berlins – bis Tschick, der Neue in seiner Klasse, mit einem geklauten Lada auftaucht. Die rasante Fahrt der zwei 14-Jährigen durch verlassene Teile Ostdeutschlands ist grandios erzählt. Man streitet sich fast, wer das Buch als nächster lesen darf!! (Franziska Kramer)