Zwischen Himmel und Erde. Bd. 1. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel und Sabine Grebing, Gerstenberg 2011, TB dtv 2013, ab 12
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(Stand März 2021)
1934. Vango, 19 Jahre alt, auf einer einsamen Insel und in einem Priesterseminar aufgewachsen, weiß wenig, fast nichts über seine Vergangenheit. Andere dagegen schon und seine Familiengeschichte scheint ein gefährliches Geheimnis zu verbergen, da er verfolgt, um sein Leben gejagt und immer wieder augespürt wird. Ganz hilfreich in solchen Situationen ein geschickter Fassadenkletterer zu sein und vor allem gute Freunde zu haben. In diesem Buch ist “alles” drin: ein verstiegener, fesselnder Abenteuer- Liebes- und Historienroman. Es gibt mutige, eigensinnige Jungs & Mädchen, atemlose Verfolgungsjagden über Meeresklippen und die Dächer von Paris, historisches Wissen und gleich mehrere Liebesgeschichten – kurz: ein echter Schmöker! (Jana Kühn)

Valentin ist neu in der Stadt, es sind Sommerferien und die Hitze treibt ihn unter das grüne Dach der Friedhofsbäume. Dass er hier Freunde finden und in ein höchst spannedes Abenteuer verwickelt werden würde, ahnt er zunächst nicht. Dabei ist diese äußerst rasante und herrlich lustige Kriminalgeschichte voller liebenswerter, lebendig gezeichneter Protagonisten auch eine Geschichte über das Fremdsein, das Alleinsein und den Umgang mit dem Tod. Diesen Spagat schafft nur eine so großartige Kinderbuchautorin wie Kirsten Boie. (Syme Sigmund)
“Nichts” – was bedeutet “Nichts” und was ist uns wieviel wert und was nichts? Und wenn uns nichts etwas wert ist, welchen Sinn hat das Leben dann noch? Diese existenzialistischen Fragen werden in dem Jugendroman “Nichts” von Janne Teller aufgeworfen. Um ihren Mitschüler davon zu überzeugen, dass seine Parolen, die er verkündet, Unsinn sind, beginnt eine siebte Klasse aus der dänischen Provinz ein seltsames Projekt. Sie häufen einen “Berg aus Bedeutung” an, jeder Einzelne muss dafür opfern, was ihm am meisten bedeutet. So wird einem muslimischen Junge sein Gebetsteppich weggenommen. Einem talentierten Gitarristen wird der Zeigefinger abgehackt. Ein Mädchen muss ihre “Unschuld” opfern. So nimmt der Teufelskreis seinen Lauf. Verstörend, erschreckend, klar und nüchtern erzählt bleibt man als Leser in der Rolle einer Klassenkameradin, die das Geschehene mit der Distanz der Vergangenheit erzählt. Am Ende stellt man sich nicht nur die Frage, wie so etwas passieren kann, die Frage nach der Wertschätzung und dem Sinn dahinter bleibt lange im Kopf und ich habe keine befriedigende Antwort darauf gefunden. Ob uns so etwas auch mal passieren könnte? Jeder sagt nein, wir kennen die Grenzen. Ein Buch, was viele Fragen stellt und keine Antwort gibt und doch gerade deswegen umbedingt zu empfehlen ist! (Rezension von Chantal Hochgräber, 14 Jahre)
Dass Mikael Engström nicht nur ein hervorragender Jugend-, sondern auch ein begnadeter Kinderbuchautor ist, erweist sich mit diesem wunderbaren Buch, das von Helena Willis kongenial illustriert wurde. Wie die Kinder sich gegen die großen fiesen Jungs zur Wehr setzen, die sich darauf versteift haben, den Erstklässler Paul zu piesacken, ist herrlich witzig und frech und berührt doch ein ernstes Thema, das wohl die meisten Kinder aus ihrem Schulalltag kennen. (Syme Sigmund)
Violet Park ist eine verstorbene Pianistin, die von dem Ich-Erzähler, dessen Vater verschwunden ist, in einer Urne gefunden wird. Mithilfe von Vaters Freund Bob, seinem vergessenen Opa – also Dads Vater – und einem alten Tonband, findet er heraus, was Violet mit seinem Vater zu tun hat und hatte. Das Buch ist witzig und sehr gut geschrieben.
Den Klassiker unter den Zeichenbüchern für Kinder mit herrlichen Versen von James Krüss gibt es jetzt auch als Kritzelbuch – zum Ausprobieren, Weitermalen, Ausmalen, Geschichtenerfinden undundund.
In der Hitze einer namenlosen Großstadt kämpfen das Mädchen Baz und ihr einziger Freund Demi ums Überleben. Baz und Demi sind die Besten in ihrer Gang, die Meisterdiebe der Straße. Die beiden fühlen sich unbesiegbar, bis Demi einen der gefährlichsten Männer der Stadt bestiehlt. Plötzlich ist ihr Leben keinen Cent mehr wert. Sie geraten zwischen die Fronten der Schläger des Slums und der korrupten Polizei – und sogar ihrer eigenen Gang können sie nicht mehr trauen. Als Demi angeschossen und verschleppt wird, versucht Baz alles, um ihren Freund zu retten. Rasant und spannend erzählt, gibt das Buch ganz nebenbei einen informativen Einblick in die Lebensbedingungen der Armen dieser Welt. (Syme Sigmund)
Colin scheint ein Problem zu haben: Jeder seiner Versuche mit einer Katherine zusammen zu sein scheitert. Gerade hat ihn auch noch Katherine Nummer 19 abserviert. Warum klappt es nie mit seinen Katherines? Dank seines Wissens (Colin spricht elf Sprachen, liebt Anagrame und kann das Lexikon zitieren) kann er eine Rechnung aufstellen, an der man den Tag der Trennung ablesen können soll. Doch dann trifft er, auf einer Reise mit seinem Freund Hassan, Lindsey. Ist seine Rechnung wohl richtig? Ein witziges, fantastisches Buch, das man nicht aus der Hand legen will. (Rezension von Kara Mikus 15 Jahre)
Mit diesem Bilderbuch ohne Worte reist man durch 100 Jahre Geschichte eines Hauses und einer Straße irgendwo in Deutschland. Beginnend im Kaiserreich erfährt der Betrachter von Kriegszerstörung, Wirtschaftswunder und gesellschaftlichen Veränderungen, um schließlich im ihm vertrauten Jetzt anzugelangen. Für ältere Kinder bietet der Anhang interessante Informationen über das Leben in den verschiedenen Jahrzehnten. (Syme Sigmund)
Die Ich-Erzählerin muss sich tagein tagaus um ihre kleine Schwester Stroma kümmern, weil ihre Mom duch ihres Sohnes Tod so in einen Trauerzustand gekommen ist, dass sie sich um nichts mehr kümmern kann. Ihr Vater lebt seit dem Tod ihres Bruders Jack von Mom getrennt. Zu ihrem Glück lernt sie Bee kennen, nachdem ihr ein in einem Krankenwagen lebender Junge ein Negativ in die Hand gedrückt hat. Sie freundet sich mit beiden an. Bee hilft ihr oft mit Stroma, doch am Ende des Buches erfährt sie Bees Geheimnis. Der Roman von Jenny Valentine ist zwar traurig, aber auch schön, weil sich alles zum Guten wendet und die Hauptfigur nicht mehr allein ist.