Karin Beese, Mathilde Rousseau: Nelly und die Berlinchen – die perfekte Geburtstagsparty

Hawandel Verlag 2022,  12 S., € 12,95, ab 3

Band 3 der Berlinchen-Geschichten zeigt wiederum die Freundinnen Nelly, Amina und Hannah – diesmal, der Titel sagt es bereits, geht es um Nellys Geburtstag. Wie gehabt in Reimen erzählt, kommen viele Freund:innen zu Besuch, so manch kleiner Streit muss geschlichtet werden, die Oma kommt doch noch und am Ende ist es doch noch eine perfekte Party!

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María Isabel Sánchez Vegara, Queenbe Monyei: Amanda Gorman

Insel Verlag 2022, 32 S., € 13,95, ab 4

Die Reihe Little People, BIG DREAMS ist sicher bereits allseits bekannt. Neben Amanda Gorman, Kamala Harris und Aretha Franklin werden in diesem Frühjahr Rennfahrer Ayrton Senna und Polarforscher Ernest Shackleton vorgestellt, und es tauchen nun doch auch wieder „übliche Verdächtige“ wie Pablo Picasso und Albert Einstein auf.

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Neue Vielfaltsperlen

ALS NEWSLETTER & ONLINE

Aus der Fülle der Bilderbuchschätze haben wir eine Auswahl besonderer und besonders schöner Titel zusammengestellt, die, wie wir finden,  in keiner Kita und Grundschule fehlen dürfen – unsere Vielfaltsperlen!

Sie bilden die Bandbreite der Lebenswelten von Kindern diskriminierungssensibel ab, erzählen ihre Geschichten realistisch und behandeln die Gefühle der Jüngsten auf Augenhöhe. Bilder-Wörterbücher, Wimmelbücher und selbstverständlich viele Geschichten, die in jedem Fall farbenfroh und abwechslungsreich Freude am Buch wecken, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.

Wir liefern deutschlandweit!

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#feministwednesday 03

Foto: © Sibylle Fendt / Ostkreuz.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung_:* Porträts von Künstler:innen

Die Autor:innen Hengameh Yaghoobifarah, Fatma Aydemir und Sasha Marianna Salzmann lesen aus ihren aktuellen Werken. Es moderiert Sibylle Fendt, deren Künstler:innenporträts aktuell ausgestellt werden.

Wir begleiten die Lesung mit einem Büchertisch.

 

wo? f³ – freiraum für fotografie
wann? Mittwoch, 15. Juni 2022 um 19 Uhr
RESTKARTEN AB 18.45 UHR AN DER ABENDKASSE
Eintritt 8 € | ermäßigt 5 €.

Josephine Mark: Trip mit Tropf

Kibitz Verlag 2022, 192 S., € 20,-, ab 10

Ein Hase rettet einem Wolf versehentlich das Leben. Laut dem Ehrenkodex der Wölfe muss sich der furchtlose Jäger nun fürsorglich um den ängstlichen Nager kümmern. Absurd genug, aber der Hase ist auch noch schwer krank und hat neben einem meterlangen Medikamentenplan immer einen Tropf für regelmäßige Infusionen dabei. Es wird also kompliziert! Josephine Mark schickt das ungleiche Paar in ihrem Comic auf eine farbenfrohe, dazu anrührende wie urkomische Tour de Force durch Wälder, Gebirge, Motels und Berghütten. Und in Eis und Schnee beginnt der einsame Wolf langsam aufzutauen … Bis dato punktete der Comics-für-Kinder-Verlag Kibitz mit namhaften und beliebten Autor:innen und Zeichner:innen wie Jutta Bauer, Martin Baltscheid, Anke Kuhl und Patrick Wirbeleit. Doch wie sich nun zeigt, entdeckt das Verleger-Team auch so manches noch unbekannte Talent, so wie Josephine Mark mit Trip mit Tropf. Mit wenigen Punkten und Strichen erweist sie sich als Meisterin einer jeden Mimik und Gefühlslage und schafft mit viel Feingefühl eine verblüffend ermutigende Geschichte um einen echten Brocken von Thema. (Jana Kühn) Blick ins Buch

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Elin Wägner: Die Sekretärinnen

Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Ecco Verlag 2022, 176 S., € 20,-

Stockholm, Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum des Romans steht die Icherzählerin Pegg. Ohne jede familiäre Unterstützung und stattdessen mit Verantwortung für ihren jüngeren Bruder muss sie zusehen, wie sie überhaupt im Leben klarkommt, finanziell und in der Liebe. Mehr als einen leider schlecht bezahlten Bürojob findet sie nicht. Ihre Rettung ist ein Sofaplatz in einer Frauen-WG, in der sie zusammen mit ihren drei Mitbewohnerinnen das Unerhörte wagt, trotz Armut als Frau selbstbestimmt und genussvoll zu leben. Es macht riesigen Spaß, diesen Debütroman zu lesen. Er ist flott und spritzig geschrieben. Mit Nonchalance, aber mit umso mehr Nachdruck flicht die Autorin wichtige Themen wie sexuelle Belästigung oder ungleiche Arbeitsbedingungen in Peggs, Babys, Evas und Emmys Erlebnisse und Gespräche ein. Ein Roman, heute immer noch aktuell, obwohl er 1908 erstmals in Schweden erschien. Wunderbar, dass dieser moderne Klassiker feministischer Literatur nach weit über 100 Jahren hier wieder zugänglich ist. Und das Cover von Hilma af Klint passt besonders schön! (Stefanie Hetze)

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Karin Harrasser: Surazo

Matthes & Seitz 2022, 270 S., € 26,-

„Surazo“ hätte Hans Ertls letztes Filmprojekt heißen sollen, bevor er sich entschied, keine Filme mehr zu drehen und sich in einem Bauernhof zurückzuziehen. Es waren die sechziger Jahre, ungefähr zehn Jahre, nachdem Leni Riefenstahls ehemaliger Kameramann zusammen mit seiner Frau und seinen drei Töchtern nach Bolivien gezogen war. Seine Lieblingstochter hieß Monika. Mit Anfang Zwanzig begann sie sich für Politik zu interessieren und schnell schloss sie sich den Guerrillakämpfern der Gruppe ELN, von Ernesto Che Guevara gegründet, an. Vermutlich brachte sie 1971 in Hamburg Roberto Quintanilla um, der eine wichtige Rolle bei Che Guevaras Ermordung spielte. Zwei Jahre später wurde sie in einem Feuergefecht mit den bolivianischen Sicherheitskräften getötet.
Es klingt ja wie ein heftiger Roman, ist aber eine wahre Geschichte, die meisterhaft von Karin Harrasser erzählt wird. Auf unkonventionelle Art und Weise geschrieben, bietet dieses Buch einen intensiven, vielschichtigen Blick auf vergangene und zeitgenössische historische Ereignisse. (Giulia Silvestri)

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Viktor Schklowski: Zoo

Briefe nicht über Liebe, oder die dritte Heloise. Aus dem Russischen von Olga Radetzkaja, Guggolz Verlag 2022, 189 S., € 22,-

In den Jahren 1922/23 lebte Viktor Schklowski, der Begründer des russischen Formalismus, im Exil in Berlin in einer aus bis zu 300.000 Emigranten bestehenden russischen Berliner Parallelgesellschaft. Unglücklich verliebt in Elsa Triolet – der späteren Frau von Louis Aragon – verfasste er in wenigen Wochen den experimentellen Briefroman „Zoo“, der nun dank der akkuraten, sprachvirtuosen Übersetzung von Olga Radetzkaja hundert Jahre nach Entstehung erstmals in der Urfassung auf Deutsch zu lesen ist.
Der Autor schreibt an eine Frau, die er liebt, die ihm aber verbietet, über Liebe zu sprechen. Und so sinniert er über alles Mögliche, schweift oft assoziativ durch die unterschiedlichsten Themen, erzählt vom Emigrantendasein, vom Wetter oder von neuen Automodellen, klagt über die Einsamkeit, das deutsche Essen und die deutsche Mode, theorisiert über verschiedenste Fragen der zeitgenössischen Kunst und Literatur – erhellend und unbedingt zu lesen sind hier die Anmerkungen – und das alles mal elegisch und mal satirisch, oft komisch und paradox.  Eine überraschende, lohnende Lektüre. (Syme Sigmund) Leseprobe

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ZOO IM SALON  – Eine literarische Matinee im Obermaier

ZOO IM SALON  – Eine literarische Matinee im Obermaier

Zusammen mit der Buchhandlung Dante Connection lädt das Obermaier zum ersten Lese-Salon. Die Übersetzerin Olga Radetzkaja und der Verleger Sebastian Guggolz stellen in einer Matinee den russischen Schriftsteller Viktor Schklowski (1893–1984) und sein Werk »Zoo – Briefe nicht über Liebe oder Die dritte Heloise« vor. Schklowski, der im Frühjahr 1923 in Berlin lebte, schrieb über Literatur und Film, und er schrieb Briefe an eine geliebte Frau, die von seiner Verliebtheit nichts hören wollte. »›Zoo‹ ist eine flirrende, alle Genregrenzen sprengende literarische Illusion – und ein berührender Einblick in Herz und Hirn eines unglücklichen Berliner Exilanten«, heißt es im Klappentext dieses wunderbaren, zeitlosen Buches.

»Übersetzen heißt, eine Rolle spielen«, sagt Olga Radetzkaja. Sie übersetzt Werke russischer Autor:innen und findet Worte, wo es uns mitunter, immer öfter, die Sprache verschlägt. Vielleicht war es nie wichtiger als heute, diese Texte zu lesen. Vielleicht aber auch nicht. Weil es noch nie weniger wichtig war, mit offenem Herzen, mit Neugier und Verstand zu kommunizieren.

Mitwirkende Gäste bei diesem Salon sind Olga Radetzkaja (Straelener Übersetzerpreis 2019), der Inhaber des vielfach ausgezeichneten Guggolz Verlags, Sebastian Guggolz, sowie Mariel Jana Supka und Olaf Helbing (Schauspieler:in und Musiker:in).

Wann? Sonntag, 12. Juni 2022 – Ankommen ab 11 Uhr, Beginn 12 Uhr
Wo? OBERMAIER. Restaurant-Salon – Erkelenzdamm 17, 10999 Berlin

Eintritt 5 €

Reservierung: salon@obermaier-kreuzberg.de und info@danteconnection.de

Ausgezeichnet! Anerkennungsprämie für Buchhandlungen

Große Freude: Dante Connection erhält „Anerkennungsprämie für Spitzenleistungen“!

Der Kulturbereich und vor allem Buchhandlungen haben sich in Pandemiezeiten als außerordentlich resilient und gewitzt erwiesen, um unter erschwerten Umständen Impulse zu setzen sowie gewohnte Formate anders zu denken. Dieses Engagement würdigt die Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, mit Anerkennungsprämien aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm Neustart Kultur.

Insgesamt 1.033 Buchhandlungen erhalten nun eine Auszeichnung. Konkret bedeutet das: 200 „Anerkennungsprämien für Spitzenleistungen“ zu je 25.000 Euro, 250 „Anerkennungsprämien für herausragende Leistungen“ zu je 15.000 Euro, 583 „Anerkennungsprämien für besondere Leistungen“ zu je 8.000 Euro.

Die Auszahlung der Prämien an die Buchhandlungen wird bis spätestens Ende Mai 2022 erfolgen. Die Mittel müssen in den eigenen Betrieb reinvestiert werden.

Wir bedanken uns sehr herzlich & freuen uns riesig!