Übersetzt von Iris Berben, FISCHER Sauerländer, 40 S., € 16,-, ab 4
Am Jahresende leuchtet in Teresas Fenster ein rot-grün geschmückter Tannenbaum, aus Simons Fenster strahlt ein Chanukka Leuchter in weiß-blauem Licht. Eines nachts wird das Fenster von Simons Wohnung eingeschlagen. Mutig stellt die Familie den Leuchter wieder auf. Teresa freut sich sehr darüber und möchte Simon unterstützen. Deshalb malt sie einen Chanukka Leuchter und hängt das Bild in ihr eigenes Fenster. Andere Menschen tun es ihr gleich. So leuchtet in vielen Fenstern der Stadt bald sowohl ein Weihnachtsbaum als auch ein Chanukka Leuchter. Aus einer wahren Begebenheit, die sich 1993 in Billins, Montana, USA zugetragen hat, wird hier mit kunstvollen Bildern eine Geschichte von gefährlicher Diskriminierung, aber auch von Solidarität und Respekt erzählt.

Aus der beliebten Reihe Das sind wir! gibt es etwas Neues. Das Buch bietet als Sachbuch viele Bilder und Situationen, in denen Kinder Angst haben können. Im Anhang des Buches findet sich ein mehrseitiger Anhang mit Tipps und Anregungen für Erwachsene im Umgang mit den Sorgen und Ängsten von Kindern.
12 Geschichten erzählen gereimt und als monatlicher und jahreszeitlich angelegter Reigen aus dem Leben von Mira: im Januar gibt es Schnee, im Februar Fasching und im März feiert Mira ihren Geburtstag usw. Mira ist eine aufgeweckte und fröhliche 6-Jährige. Die Episoden sind turbulent und farbenfroh illustriert und nah am Alltag erzählt, samt mixed race family mit Geschwistern, Großeltern und vielen Freundschaften.
Alles beginnt mit einem umgestürzten Bauklotzturm, den Theo doch gerade noch seinem Papa zeigen wollte. Er verliert sich regelrecht in seiner Wut und braucht eine ganze Weile, vor allem zurückhaltende Begleitung, um wieder zur Ruhe zu kommen. Die Geschichte liefert dafür das anschauliche Bild eines Weges durch einen schwer zu durchdringenden Regenwald, in dem sich Theo urplötzlich wiederfindet, aus dem er aber vor allem nicht alleine herauskommt. Dabei unterstützen ihn ein liebevoller Papagei und seine lebendig gewordenen Plüschtiere – eine Maus, ein Affe und ein Krokodil. Eine sehr schöne Vater-Sohn-Beziehung, fantasievoll erzählt und bebildert!
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Für das Mädchen in diesem Buch gibt es keinen schöneren Ort als eng umarmt zwischen seinen beiden Mamas. Als Mami für eine Woche auf eine Dienstreise muss, ist das nur schwer auszuhalten – ganz egal was Mama sich ausdenkt, um die große Vermissung etwas abzumildern. Über das normschöne, geradezu modelhafte Frauenbild, welches das Buch zeigt, lässt sich sicherlich diskutieren. Weil es aber immer noch wenige beiläufig erzählte Regenbogenfamiliengeschichten gibt, noch zumal in einer mixed race family spielend, empfehlen wir diese Geschichte großer Sehnsucht dennoch.
Nach und nach werden alle Kinder von der Kita abgeholt. Väter, Nachbarn oder Großeltern, zwei Mütter oder gleich die Großfamilie, ein Kind nach dem anderen freut sich über die Eintreffenden und verrät auch gleich, was am Nachmittag noch so geplant ist. Ein wunderbar unaufgeregtes Buch, das die Vielfalt feiert, ohne dies explizit erwähnen zu müssen.
In der Ich-Perspektive von Esme wird ihre beste Freundin Clara vorgestellt. Clara ist auch ein bisschen ihre jüngere Schwester, obwohl sie nicht zusammen in einer Familie leben. Clara ist die Tochter von Mamas bester Freundin, ihrer Lebensgefährtin und Esmes Papa.
Nino liebt seine Kuscheldecke über alles. Von Geburt an begleitet die Decke das Kind und ist bei allen Gelegenheiten und ausgesprochen vielseitig dabei. Als ein Hund die Decke zerreißt, ist das Kind untröstlich. Die Eltern nehmen die Trauer sehr ernst und der Vater findet eine kreative Lösung, die Decke in sozusagen neuem Gewand zurück in Ninos Alltag zu bringen.