Esther Becker: Wie die Gorillas

Verbrecher Verlag 2021, 160 S., € 19,-

Was bedeutet es, als Frau aufzuwachsen? Was bedeutet es, den eigenen Körper beim Erwachsenwerden von innen zu spüren, während er gleichzeitig von außen betrachtet wird? Welchen Einfluss hat die Gesellschaft auf die Entwicklung eines Wesens, wie wird ein Mädchen ihre Rolle in der Welt richtig spielen? In knappen Kapiteln befasst sich die namenlose Protagonistin mit diesen Fragen. Erzählt wird ihr Leben, begleitet von zwei Kindheitsfreundinnen, die sich mit ähnlichen Fragen konfrontieren.
Es geht um Freundschaft, Familie, Körperlichkeit, psychisches Leiden, Selbstbewusstsein, Selbstermächtigung. In ihrem Debütroman schafft Esther Becker etwas Seltenes: In klarer, eingängiger Sprache zu schreiben über tiefe, manchmal peinliche Gefühle, die jede Frau kennt, dennoch gar nicht leicht auszudrücken sind. Dieses Buch ist ein Trost für schwierige, einsame Zeiten: Jemand war schon da, wir haben uns alle falsch, hässlich, nicht dazugehörend, beurteilt gefühlt. Manchmal geht es uns noch genau so, wie damals. Und immerhin sind wir nicht alleine. (Giulia Silvestri) Leseprobe

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