Verlag Antje Kunstmann 2012
(Stand März 2021)
Was für ein Leben – mit jeder Seite wächst der Respekt für diesen so klugen und mutigen Mann, dessen Zeitzeugenbericht aus dem im 2. Weltkrieg besetzten Polen jahrzehntelang in Vergessenheit geraten war. Erst Claude Lanzmann erinnerte an Karskis Konfrontation der Alliierten mit der realen Existenz der Shoah. Sein Bericht ist bewegender Widerstandsroman auf höchstem literarischen Niveau und historischer Sachtext in einem. Sehr lesenswert! (Jana Kühn)
Dieses Buch ist leider nicht mehr lieferbar.

Auf einer großformatigen Bilderreise über Kontinente und Ländergrenzen hinweg erzählt das Autorenduo in eindrucksvoll detailreichen Bildern sowie präzise recherchierten Kurztexten über 150.000 Jahre der Geschichte der Menschheit. Es entsteht ein großartiger Einstieg und Überblick, in dem sich Bilder und Texte wunderbar ergänzen und kritische Gedanken ihren Eingang finden. Immer wieder kommen „Zeitzeugen“ zu Wort, die von ihrem Leben erzählen. Wie kam der Ackerbau, die Religion, die Schrift in die Welt und was wurde daraus bis heute? Ende offen.
Im südlichsten Teil Chiles liegt ein abgelegenes Haus, indem der Junge Paolo aufwächst. Seine Eltern waren nicht gerade die Eltern aus einem Bilderbuch (auch wenn Paolo zu dieser Zeit noch keine Ahnung hatte was ein Buch ist), aber Paolo liebte sie. Als jedoch dann der gesuchte Massen Mörder: Angel Alegria, seine Eltern umbringt und den Jungen verschont, passiert etwas Merkwürdiges mit dem Mörder. Die Zeit verging und Paolo wuchs unter Angels Fittichen auf, mit Angel als eine Art Vater. Als Luis, ein Wanderer, sich dort bei ihnen ein neues Leben aufbauen möchte ist dass sehr zum Missfallen Angels. Beide Männer verfallen in einen Kampf um die Vater-Rolle des Jungen, der immer älter und erwachsener wird. Es beginnt eine Reise indem: Verrat, Liebe, Verluste, Neu Anfänge, Gefangenschaft und ein Bild und ein gelbes Bonbon eine große Rolle spielen.
Die zehnjährigen Irrfahrten und Abenteuer des Odysseus im Mittelmeerraum, der Sagenschatz des klassischen Altertums, werden von dem französischen Bilderbuchkünstler in all ihrer Dramatik und Komplexität erzählt. Die Gefahren, die Gewalt, die Listen, mit denen sich Odysseus herumschlägt, aber auch seine Liebesabenteuer – nichts wird verharmlost oder beschönigt. Pommaux Sprache ist dabei klar und zeitgemäß. Die Vielfalt und die Wucht der detailreichen Bilder laden Kinder und ganze Familien ein, sie immer wieder anzuschauen und sich mit der spannenden Antike zu beschäftigen. (Stefanie Hetze)
1934. Vango, 19 Jahre alt, auf einer einsamen Insel und in einem Priesterseminar aufgewachsen, weiß wenig, fast nichts über seine Vergangenheit. Andere dagegen schon und seine Familiengeschichte scheint ein gefährliches Geheimnis zu verbergen, da er verfolgt, um sein Leben gejagt und immer wieder augespürt wird. Ganz hilfreich in solchen Situationen ein geschickter Fassadenkletterer zu sein und vor allem gute Freunde zu haben. In diesem Buch ist “alles” drin: ein verstiegener, fesselnder Abenteuer- Liebes- und Historienroman. Es gibt mutige, eigensinnige Jungs & Mädchen, atemlose Verfolgungsjagden über Meeresklippen und die Dächer von Paris, historisches Wissen und gleich mehrere Liebesgeschichten – kurz: ein echter Schmöker! (Jana Kühn)
Mit diesem Bilderbuch ohne Worte reist man durch 100 Jahre Geschichte eines Hauses und einer Straße irgendwo in Deutschland. Beginnend im Kaiserreich erfährt der Betrachter von Kriegszerstörung, Wirtschaftswunder und gesellschaftlichen Veränderungen, um schließlich im ihm vertrauten Jetzt anzugelangen. Für ältere Kinder bietet der Anhang interessante Informationen über das Leben in den verschiedenen Jahrzehnten. (Syme Sigmund)