Veranstaltungen

Samstag, 18. April

BUCHPREMIERE & APERITIF

Die Dante lädt herzlich ein zur Buchpremierenfeier von Insel der Hundertjährigen mit seiner Autorin Geraldine Voss!

Warum Sardinien so glücklich macht oder das Geheimnis eines langen Lebens – so lautet der Untertitel des Buches, das die vielen Facetten des sardischen Lebens erkundet: gutes Essen, viel Bewegung, unberührte Natur und starke soziale Bindungen. Das Buch lädt ein zu einer inspirierenden Reise über die einzigartige Mittelmeerinsel, auf der Tradition, Gemeinschaft und modernes Lebensgefühl harmonisch zusammenkommen. Ein liebevoller Appell, das Beste der mediterranen Lebenskunst in den eigenen Alltag zu integrieren.

Wir feiern die Veröffentlichung mit einem kleinen Aperitif und sardischen Snacks.

wann? Samstag, 18. April ab 18 Uhr
wo? in der Dante

Eintritt ist frei.

Geraldine Voss hat lange als Filmproduzentin gearbeitet, bevor sie ihre zweite große Leidenschaft zum Beruf gemacht hat: das Reisen. Sie schreibt über Reisen und Nachhaltigkeit – und meistens über nachhaltiges Reisen. Sardinien hatte es ihr schon bei ihrer ersten Reise vor zwanzig Jahren angetan. Seitdem kehrte sie immer wieder zurück.

Montag, 9. März 2026

ENOUGH!GENUG!

GLOBALER FRAUEN*GENERALSTREIK

Wir nehmen als Buchhandlung am 9. März am Globalen Frauen*Generalstreik teil. Wir sagen genug! Mach mit! In diesem Rahmen wird unser Laden als Anlaufstelle und Treffpunkt im Kiez den ganzen Tag geöffnet bleiben.

Stündlich werden solidarisch organissierte Kurzlesungen stattfinden. Texte, die Euch und uns bewegen, die empowern oder zum Nachdenken bringen. Aus unserem Schaufenster werden wir die Lesungen in die Oranienstraße übertragen. Es ist Zeit für ein gemeinsames, laut hörbares Statement – für ein starkes ENOUGH! GENUG! BASTA!

Wann? Montag, 9. März

Es lesen:
11 Uhr – Andrea Böhm
12 Uhr – Team Dante // Stefanie
13 Uhr – Gabriele Koné
14 Uhr – Rinah Lang
15 Uhr – Peggy Mädler & Wenke Seemann
16 Uhr – Melina von Gagern
17 Uhr – Team Dante // Giulia

Wo? in der Dante

Beatrice Fleischlin: my ten favorite way to undress

Zum Abschluss findet die Performance my ten favorite ways to undress  von Beatrice Fleischlin / Jimmy statt. Darin erzählt die Berliner Künstler*in von Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Blick auf Frauen*körper, von chronischer Krankheit und dem Älterwerden. Dabei vollzieht sie zugleich einen Akt der Verletzlichkeit und der radikalen Selbstbestimmung. Die Arbeit versteht sich als widerständiges Selbstporträt und als ein mit den Zuschauer*innen geteilter moment of pleasure.

Die erste Version tourte von 2009-2012. Für die aktuelle Version hat Beatrice / Jimmy die Hitliste weiterentwickelt und an die veränderten Lebensumstände angepasst.

Komplizinnen: Anja Meser, Eva Heller, Anna K. Becker.

Wann? Montag, 9. März um 20 Uhr
Wo? in der Dante

Eintritt frei!

 

 

OSTERFERIEN

GEÄNDERTE ÖFFNUNGSZEITEN

Während der Berliner Oster-Schulferien ändern wir vorübergehend unsere Öffnungszeiten.

Die Buchhandlung ist in der Zeit vom 30.3. bis 12.4. Montag bis Samstag  jeweils 12-19 Uhr geöffnet.

Am Ostersamstag, den 4.4. haben wir ebenfalls 12-19 Uhr geöffnet. Karfreitag und Ostermontag bleibt DieDante geschlossen.

Wir wünschen schöne Osterfeiertage, schöne Ferien für alle Reisenden und nicht vergessen: Die schönsten Ostereier haben vier Ecken.

Herzlich grüßend die Dantes

Sonntag, 8. März 2026

Internationaler Frauen*tag in der O45

Rinah Lang PERI MENO

Es sind rund 9 Millionen Frauen, die sich allein in Deutschland in den Wechseljahren befinden. Eine signifikante Bevölkerungsgruppe, die sich im durchschnittlichen Alter von 40-55 Jahren mit körperlichen und emotionalen Herausforderungen auseinandersetzt.

Die Berliner Zeichnerin Rinah Lang setzt in ihrem Sachcomic „Peri Meno“ mit der frühen Phase der Menopause an. Ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen nähert sie sich den gesellschaftsrelevanten Themen wie Gendermedizin, Altersdiskriminierung und Schönheitsideale, hält aber auch Wissenswertes über das Wechselspiel und Veränderung der Hormone und deren Auswirkung auf das Alltags- und Arbeitsleben bereit. Mal schlaflos, mal schwitzend, aber immer mit einer starken, humorvollen Stimme und viel Empathie sich und den anderen 9 Millionen Frauen gegenüber. 

In der O45 gibt Rinah Lang in einer kleinen Ausstellung Einblicke ins Making-of, es gibt ihr druckfrisches Buch und wir feiern mit ihr und uns und euch! Soundtrack der Ausstellung wird in Bild und Ton der tollkühne Song HOT FLUSHES. Auf dem Weg zur Frauen*tagsdemo am Oranienplatz? Dann kommt vorbei!

Wann? Sonntag, 8. März ab 11 Uhr
Wo? in der O45 – Oranienstraße 45

Eintritt frei

Die Ausstellung ist auch am 9. März und im Rahmen von ENOUGH! Globaler Frauen*Generalstreik geöffnet.

 

 

Molly Keane: Das gute Benehmen

Übersetzt von Bettina Abarbanell
Kjona 2026, 336 Seiten, 26 Euro

Selten begeistert ein Buch uns bei Dante alle in gleicher Weise. Das gute Benehmen ist so ein Ausnahmeroman, ein gnadenlos-bissiger Pageturner um eine sehr spezielle Familie und ihre Hausangestellten. Ich-Erzählerin ist Aroon St. Charles, Tochter aus verarmtem anglo-irischem Adel. Groß und kräftigt prescht sie durchs Landleben, isst gerne viel, fährt rasend schnell Fahrrad, reitet ungestüm auch schwierige Pferde. Gerne wäre sie klein, dünn und flachbrüstig, wie es die Mode der Zwanziger vorsieht. In der Zeitung liest sie nur Pferdewetten und Gesellschaftsseiten. Bildung, Musik und Bücher sind im Elternhaus verpönt. Aroons kalte Mutter verweigert jegliche Haus- und Carearbeit, der Vater ist Jäger und ein notorischer Frauenheld. Allein die äußere Fassade zählt. Die Contenance reicht so weit, dass die Mutter selbst als Aroons jüngerer Bruder verunglückt, erst einmal Rosen schneidet  . . .  Meisterlich balanciert Molly Keane aus, wie das unbedingte Festhalten an äußerlicher Etikette Menschen, die eigentlich an ihren desaströsen Lebensumständen verzweifeln müssten, Halt gibt, ihnen aber andererseits jegliche Chance auf ein Glück nimmt. Dreh- und Angelpunkt ist ein queeres, für alle Beteiligten unglückliches Liebesdrama, das die Autorin mit all seinen Konsequenzen kunstvoll ausbreitet. Bettina Abarbanell hat Das gute Benehmen und dessen raffinierte Andeutungen des Unaussprechlichen in eine atemberaubend geschliffene Sprache übertragen. (Stefanie Hetze)

Das bestelle ich bei Dante!

Raphael Gross, Julia Voss: Natur und deutsche Geschichte

Matthes & Seitz 2025, 248 Seiten, 28 Euro

Was haben die Überfischung des Bodensees im Mittelalter, das langsame Aussterben der Sumpfschildkröte in den Rheinauen und ginsterbepflanzte Böschungen an NS-Autobahnen miteinander zu tun? Diese und viele weitere Fragen nach einem von Geschichte geformten und immer wieder überformten Naturbegriff wirft aktuell (noch bis zum 7.6.26) eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin auf. Begleitend erscheint in der Reihe Naturkunden des Matthes und Seitz Verlags eine Beitragssammlung, die historische Objekte mit neuen kulturhistorischen Selbstbestimmungsversuchen verschränkt. Von der „Grünkraft“ Hildegard von Bingens zur grünen Bürgerbewegung Ende der 1970er Jahre, spannt dieses Buch einen Bogen, der über 800 Jahre hinweg reicht und der Frage nachgeht, was genau wann gemeint und gewollt war, wenn in der Deutschen Geschichte von Natur die Rede war. Dieser weite Betrachtungswinkel führt notwendigerweise zu harten Kontrasten und einigen Unschärfen. Was hier jedoch außerordentlich gut gelingt, ist der enge Schulterschluss von Objekten, Geschichte und ihren Geschichten im Hinblick auf die Deutungshoheit über einen bis heute noch wenig angefassten Begriffes wie Natur. Die etablierten literarischen Verlage scheinen das museale Feld zu betreten. Herausgekommen ist ein Buch für alle, die Ausstellungen auch als literarische Form erkunden wollen. (Kerstin Follenius)

Das bestelle ich bei Dante!

Anna Maria Ortese: Iguana

Aus dem Italienischen von Sigrid Vogt
Friedenauer Presse 2026, 232 Seiten, 24 Euro

Als der junge, adlige Aleardo beschließt, mit seiner Yacht auf der abgelegenen Insel Ocaña vor der Küste Portugals anzulegen, ahnt er nicht, welches Abenteuer und welche Begegnung ihn dort erwarten. Ein Leguan erwartet Aleardo auf der Insel, ein grünes Tierchen, so groß wie ein Kind, als Frau gekleidet, mit einem dunklen Unterrock, einem weißen Korsett und einer Schürze aus farbigen Stoffen. Dieser Leguan (oder wie im Titel: Iguana) ist zugleich das Älteste und das Jüngste, was sich in der Substanz der Welt finden lässt – und eine Prinzessin. Aleardo verliebt sich Hals über Kopf in sie. Ortese schreibt ein vollkommenes romantisches Märchen – ein besonders schwieriges Genre, an dem sich bereits mehrere große Schriftsteller versucht hatten, das in Italien niemanden angezogen hat. L’Iguana wurde erstmals 1965 veröffentlicht und stieß auf allgemeines Unverständnis. Ihre Sprache klingt wie eine Ballade, ein Traum, ein Rätsel und wirkt wie eine Zauberformel. Lange vergriffen und gerade wiederentdeckt, ist dieser Roman mit seiner ausgezeichneten Verbindung von Zauber und Ironie dazu bestimmt, alle Literaturliebhaber*innen zu bezaubern. (Giulia Silvestri)

Das bestelle ich bei Dante!

Andrea Böhm: Fighting Like a Woman

Rowohlt 2026, 272 Seiten, 24 Euro

Acht Jahre ist Andrea Böhm, als sie sich zum Entsetzen ihrer Mutter Boxhandschuhe wünscht. Ein Kind ihrer Zeit, hat sie diese selbstverständlich nie bekommen. Selbstverständlich nicht, weil es dem gesellschaftlichen Bild eines Mädchens nicht entsprach, den eigenen Körper, wie Böhm es formuliert, aggressiv in die Welt zu stellen. Die Faszination für Kampfsport blieb. Es ist schließlich der mutige Kick einer Frau in die Weichteile eines bewaffneten Mannes während einer Demonstration im Libanon, der dieses Buch initiiert. Andrea Böhm nimmt uns mit auf eine historische Weltreise: Suffragetten in den USA, Luchadoras in Mexiko, Agoije in Benin. Sie folgt keiner Chronologie, sondern mäandert assoziativ entlang von Reiseerinnerungen und Recherchefunden sowie ihrer eigenen Biografie. So lesen wir innerhalb weniger Seiten von den schlagenden Weibern in den Bärengärten Londons im 18. Jahrhundert und den US-amerikanischen Toughman Contests in West Virginia in den 2000er Jahren. Fighting like a Woman ist abwechselnd historisches Sachbuch, weltpolitische Reportage, Reisebericht sowie biografischer Essay. Das ist absolut stimmig erzählt, denn Böhms Blick wie auch ihr Ton sind sehr persönlich und gleichzeitig geschult an der jahrzehntelangen internationalen Berichterstattung als Journalistin. Ein Volltreffer! (Jana Kühn)

Das bestelle ich bei Dante!

Freitag, 30. Januar 2026

Wir laden herzlich ein zur ersten Dante-Lesung in 2026. Esther Becker liest aus NOTFALLKONTAKTE (Verbrecher Verlag)

Nach ihrem grandiosen Roman Wie die Gorillas (einer Danteperle) hat Esther Becker mit Notfallkontakte nun einen Erzählband vorgelegt, der seinen Protagonist*innen wieder atemberaubend nah kommt und virtuos die gesamte Bandbreite der kurzen Form auszuspielen versteht. Das plötzliche Fehlen eines Rettungsrings an der Brücke, unerklärliche Warteschlangen oder eines Tages: ein wachsendes Loch im Küchenboden …

Wir freuen uns auf diesen Auftakt in unser Veranstaltungjahr!

Esther Becker NOTFALLKONTAKTE

Wann? Freitag, 30. Januar um 20 Uhr
Wo? in der Dante
Soli-Eintritt 8 / 10 / 15 Euro
anmeldung@danteconnection.de

Alba de Céspedes: Was vor uns liegt


Aus dem Italienischen von Esther Hansen
Insel 2025, 380 Seiten, 25 Euro

Rom in den dreißiger Jahren: in einem von Nonnen geführten Internat leben junge Frauen, die fern ihrer Familien und Heimatorte an den römischen Universitäten studieren – ungewöhnlich für die Zeit, der Faschismus propagierte „die Frau am Herd“. Während die Studentinnen tagsüber im Rahmen ihrer Studien und finanziellen Möglichkeiten ein relativ selbstbestimmtes Leben führen können, allerdings immer dominiert von den patriarchalen Gegebenheiten, herrscht ab dem Abend ein strenges Klosterregiment mit Einschluss und Dunkelheit ab 22 Uhr. Das lässt sie zu abhängig-aufsässigen Mädchen werden, die ihren Phantasien freien Lauf lassen. Vom Wechsel von Drinnen und Draußen lebt dieser aufregende Generationenroman, der eine Gruppe sehr unterschiedlicher junger Frauen mit ihren individuellen Schicksalen und Lebensentwürfen porträtiert. Ihre Wünsche und Vorstellungen entsprachen so gar nicht der herrschenden Doktrin, was Alba de Céspedes auch zu spüren bekam: der Premio Viareggio wurde ihr aberkannt. Das tat dem Erfolg des Romans jedoch keinen Abbruch. Dank der Neuübersetzung Esther Hansens, die eine zeitlose lebendige Sprache für die Seelenlage dieser jungen Rebellinnen gewählt hat, bereitet die Lektüre auch heute enormes Vergnügen. (Stefanie Hetze)

Das bestelle ich bei Dante!