
Veronica Raimo erzählt von den Zumutungen des Erwachsenwerdens in einer ganz normalen unnormalen Familie. Dafür hat sie eine neue, so zarte wie präzise Sprache gefunden. Mit wunderbarem Humor zeichnet sie das ebenso chaotische wie wahrhaftige Bild einer jungen Frau im 21. Jahrhundert.
Veronica fragt sich, wie sie zu der Frau werden konnte, die sie ist. Ihre Erinnerungen führen sie zurück in ihre gelinde gesagt eigenartige Familie. Es vergeht keine Party, bei der nicht irgendwann das Telefon klingelt und Helikopter-Mama
Francesca anruft. Der Vater möchte, dass sich die Familie nur noch von Konservendosen ernährt, die vor dem Reaktorunglück von Tschernobyl eingeschweißt wurden, und baut in seiner Freizeit immer weitere zusätzliche Trennmauern in die Wohnung ein. Und dann gibt es auch noch den Bruder, eine Nervensäge und aufmerksamkeitsversessenes Genie. Dabei ist es schon so schwer genug, vom Mädchen zur Frau zu werden, und das am besten erfolgreich, emanzipiert und glücklich. Mit der preisgekrönten, autofiktionalen Tragikomödie »Nichts davon ist wahr« hat Veronica Raimo ein sehr lustiges Buch über die Tücken und Abgründe des Lebens geschrieben.
Die deutsch-italienische Veranstaltung wird moderiert von der Journalistin Anna Vollmer.
Die deutsche Übersetzung von Verena von Koskull wird gelesen von der Schauspielerin Mariel Supka.
wo? f³ – freiraum für fotografie | Waldemarstraße 17 | 10179 Berlin
wann? Donnerstag, 16. März 2023 um 19 Uhr
Eintritt 8 € | ermäßigt 5 €
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, daher empfehlen wir die Buchung eines Online-Tickets, das Sie hier erhalten.
Wir begleiten die Lesung mit einem Büchertisch.

Zum 100. Geburtstag des italienischen Schriftstellers Giorgio Manganelli wird auch in Berlin gefeiert! Seine Tochter Lietta Manganelli, Andrea Cortellessa und Giovanni Sampaolo sowie seine deutsche Übersetzerin Marianne Schneider werden über Manganellis Werk und seine Bedeutung sprechen und seine nachdenklichen und humorvollen audiovisuellen Streifzüge kommentieren.
Die neue Ausgabe von »Irrläufte. Hundert Romane in Pillenform« ist gerade bei Wagenbach (mit einem Nachwort von Klaus Wagenbach in Person) erschienen.
Nun schon zum zweiten Mal laden wir gemeinsam mit dem Salon Obermaier zur literarischen Matinee.
Anne Gröger
Zusammen mit der Buchhandlung Dante Connection lädt das Obermaier zum ersten Lese-Salon. Die Übersetzerin Olga Radetzkaja und der Verleger Sebastian Guggolz stellen in einer Matinee den russischen Schriftsteller Viktor Schklowski (1893–1984) und sein Werk »Zoo – Briefe nicht über Liebe oder Die dritte Heloise« vor. Schklowski, der im Frühjahr 1923 in Berlin lebte, schrieb über Literatur und Film, und er schrieb Briefe an eine geliebte Frau, die von seiner Verliebtheit nichts hören wollte. »›Zoo‹ ist eine flirrende, alle Genregrenzen sprengende literarische Illusion – und ein berührender Einblick in Herz und Hirn eines unglücklichen Berliner Exilanten«, heißt es im Klappentext dieses wunderbaren, zeitlosen Buches.
Noch sind wir frohen Mutes und hoffen wir sehr, am 12. Mai 2020 Abbas Khider bei uns zu Gast zu haben. Er wird aus seinem neuen Roman „Palast der Miserablen“ lesen, der in den Irak der 1990er führt.
Busfahrergehilfe, als Lastenträger. Und er liebt Bücher. In einer Zeit jedoch, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, begibt er sich damit in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht. Ein persönlicher, höchst lebendiger Roman voll unvergesslicher Figuren.


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Zum ersten Mal in den 25 Jahren unseres Bestehens veranstalten wir eine Führung in unserem Kiez! Die renommierte Architekturhistorikerin und passionierte Baukulturvermittlerin Turit Fröbe wird die Teilnehmenden dazu bringen, in der eigenen Stadt die Haltung von Reisenden einzunehmen und sich mit uneingeschränkter Offenheit auf Entdeckungstour durch Kreuzberg zu begeben. So kann die scheinbar vertraute Umgebung ganz neu wahrgenommen werden.
wann? Samstag 28.9.2019 um 15.00