
Wir feiern weiterhin Italien als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse und laden herzlich ein zur Lesung mit Donatella di Pietrantonio. Ihr Roman Die zerbrechliche Zeit wurde in 2024 mit der wichtigsten literarischen Auszeichnung Italiens, dem Premio Strega, geehrt. Gerade ist er quasi druckfrisch beim Münchner Kunstmann Verlag erschienen.
Wann? Freitag, 29. November um 20 Uhr
Wo? in der Dante
Soli-Eintritt 8/10/12 Euro
Tickets sind vorab in der Dante erhältlich.
Die Veranstaltung findet in italienischer und deutscher Sprache statt. Es übersetzt Giulia Silvestri.
Donatella di Pietrantonio: Die zerbrechliche Zeit, übersetzt von Maja Pflug, Kunstmann, 224 Seiten, 22 Euro
Leichten Fußes war Amanda zum Studium nach Mailand aufgebrochen. Als sie wenige Monate später von dort zurückkehrt, scheint sie gebrochen. Lucia, ihre Mutter, ahnt und fürchtet eine Gewalterfahrung. Ihre Fragen erreichen die Tochter jedoch nicht. Stattdessen erinnert sich Lucia in aller Deutlichkeit an die brutalen Ereignisse, die sich vor dreißig Jahren in den Wäldern rund um den Zeltplatz nahe des Wolfszahn genannten Berges ereigneten. Di Pietrantonio verknüpft mit großem erzählerischem Geschick beide Geschehnisse, die einerseits den Alltag des Dorfes am Fuß des Berges bis heute prägen, andererseits ganz aktuell das Leben ihrer Protagonistinnen betreffen. Wie in ihren vorangegangenen Titeln, die ebenfalls alle von Maja Pflug übersetzt wurden, erzählt sie einmal mehr vom fragilen Konstrukt, das Familien in sich aneinander bindet, selbiges aber eben auch gar nicht tun muss. Ein atemlos zu lesender, vielschichtiger Familien- und quasi Kriminalroman aus den archaischen Abruzzen.
Unter der Schirmherrschaft des Italienischen Kulturinstitutes Berlin. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Kunstmann Verlag für die Unterstützung.

Kaya möchte einen Apfel aus dem Korb weit oben, rettet mit ihrer Oma Tinka eine Maus, will nicht die vielen Treppen laufen und knallt mit dem Kopf an eine Tür. So alltäglich wie abenteuerlich geht es in diesen neun beglückend schönen Vorlesegeschichten zu, was von Kayas Erwachsenen zuhause und in der Kita mit viel Zugewandheit, Geduld, Fantasie, vor allem immer auf Augenhöhe mit dem Kind begleitet wird. Mit dem stetig gleichen Einstieg „Soll ich dir eine Geschichte erzählen?“ knüpft Heike Brandt geschickt an die Vorliebe vieler junger Kinder an, die eigenen Erlebniswelten wieder und wieder erzählt zu bekommen. Giulia Orecchia, eine Ikone der italienischen (Kinder)Buchillustration, ausgezeichnet u.a. mit dem Premio Andersen, hat für Kayas Geschichten farbenfroh lebendige Illustrationen beigesteuert, welche die altersgemäß kurz gehaltenen Texte wunderbar ergänzen. Unser jüngster Test-Leser liebte Kaya schon im ersten Durchlauf. Kaya hat alles, was ein zukünftiger Klassiker braucht!
Umso größer ist unsere Freude, die Autorin mit ihrem Roman „Kassandra in Mogadischu“ bei uns begrüßen zu dürfen.
ie kein Zweiter vermag es Tobias Roth, nicht nur sein immenses Wissen über das Italien der Renaissance, sondern auch seinen Enthusiasmus für das Thema und seine eigene Freude am Staunen zu vermitteln. Im inzwischen dritten Band seiner „Städtereihe“ nimmt Roth uns mit nach Rom – und diese Zeitreise ist so packend und macht so viel Spaß, dass man am Ende des Buches eigentlich gar nicht so recht wieder daraus auftauchen will.
staunen über Sonette aus der Feder Michelangelos (u.a. über die Kröpfe lombardischer Katzen) und subversive Gedichte von Vittoria Colonna, werden Zeuge von der zufälligen Entdeckung des Laokoon, sind zu Gast bei einem gigantischen Mittagessen im Vatikan, erstarren bei Augenzeugenberichten von der Plünderung der Stadt während des sacco di Roma, amüsieren uns über das Testament des päpstlichen Elefanten Hanno und und und …
Wir freuen uns ein weiteres Mal auf Eymard Toledo. Mit Originalen aus ihrem neuen Bilderbuch
Thorsten Nagelschmidt kommt in die Dante, um seinen neuen Roman Soledad zu signieren.
Sich dauernd verstellen zu müssen, zu einem Doppelleben gezwungen zu sein, damit wächst die Ich-Erzählerin als trans Mädchen in einem völlig heruntergekommenen Arbeiterviertel im Madrid der Achtziger Jahre auf. Ihre Suche nach Glück und Selbstverwirklichung trifft hauptsächlich auf Gewalt und Diskriminierung, wären da nicht andere Transpersonen. Ein Roman, der schillert, vibriert, fasziniert.
Mit dem Inhaberinnenwechsel am 1. Juli 2024 wird der Projektraum O45 -als Veranstaltungsort für die Dante Connection in den Fokus rücken.
Hinrich Schmidt-Henkel ist preisgekrönter Übersetzer aus dem Französischen, Norwegischen, Italienischen, Englischen und Dänischen.
Ein Best-Off zu dem wir herzlich einladen!