Herzliche Einladung zu einer poetisch-illustrativen Reise nach Brasilien!

Heute bin ich ein Horizont / Hoje sou um horizonte
Illustrierte Lyrik aus Brasilien
Lesung mit kleiner Illustrations-Ausstellung
Mit Leonardo Tonus & Lilli-Hannah Hoepner & special guests
Moderation: Martin Pflanzer
—————————
wann? Samstag, 27. Juni 2026 um 19:00 Uhr
wo? Projektraum O45
Soli-Eintritt 8/10/15 Euro
Reservierung möglich per Mail an anmeldung@danteconnection.de
—————————
Herausgeber Leonardo Tonus, Übersetzerin Lilli-Hannah Hoepner und Verleger Martin Pflanzer präsentieren die frisch erschienene Lyrik-Anthologie »Heute bin ich ein Horizont / Hoje sou um horizonte«. Gelesen werden Gedichte von elf brasilianischen Autor*innen, deren Lyrik erstmalig ins Deutsche übersetzt wurde. Begleitet wird die Lesung von Video-Rezitationen der Dichter*innen und Original-Illustrationen aus dem Buch in einer kleinen Ausstellung. Lesung und Moderation sind auf Deutsch mit einigen brasilianisch-portugiesischen Passagen.

Neben unseren Autor*innenlesungen wollen wir in der Dante ein neues Format starten, mit dem wir den Raum hinter dem Buch genauer in Augenschein nehmen. Den Auftakt zu dieser Reihe von Werkstattgesprächen machen wir mit den beiden Autorinnen Lene Albrecht und Laura Lichtblau. Beide thematisieren in ihren letzten Büchern Aspekte ihrer Familiengeschichten und schreiben gleichzeitig über einen konkreten Zeitraum deutscher Geschichte. Laura Lichtblau beschäftigt sich in ihrem Buch Sund mit der Rolle ihres Urgroßvaters im Nationalsozialismus, während Lene Albrechts Roman Weiße Flecken die familiäre Verflechtung mit der Kolonialgeschichte Togos in den Blick nimmt. Durch die Perspektive der eigenen Familiengeschichte ist eine distanzierte Recherche nach nüchtern wissenschaftlichen Kriterien kaum möglich und literarisch vermutlich nicht gewünscht. Wiederum gehören Generationenromane und Familiengeschichten zu den gefragtesten Formaten im Buchhandel.
Oft gibt es einen Impuls oder Ausgangspunkt, dann aber verliert man sich in einer (aufgeschobenen) Recherche – oder lässt sich von einer fiesen Schwellenangst ganz abhalten. In einem Auftaktworkshop stellen die beiden Autorinnen verschiedene Methoden vor, z.B. Archivarbeit, partizipative Recherche oder „Machen als Recherche“. Im Anschluss steht die eigene Idee im Mittelpunkt. Jede Woche werden kurze Prompts als Einladung versendet, sie mit unterschiedlichen Mitteln weiterzuentwickeln. Über die Ergebnisse wird am zweiten Termin ausgetauscht. Welche Spuren sind hier bereits angelegt und welche lohnt es weiter zu entwickeln.
Warum Sardinien so glücklich macht oder das Geheimnis eines langen Lebens – so lautet der Untertitel des Buches, das die vielen Facetten des sardischen Lebens erkundet: gutes Essen, viel Bewegung, unberührte Natur und starke soziale Bindungen. Das Buch lädt ein zu einer inspirierenden Reise über die einzigartige Mittelmeerinsel, auf der Tradition, Gemeinschaft und modernes Lebensgefühl harmonisch zusammenkommen. Ein liebevoller Appell, das Beste der mediterranen Lebenskunst in den eigenen Alltag zu integrieren.


Spanien, 1939, der Bürgerkrieg ist gerade vorbei, die Protagonist*innen des Romans sind vornehmlich Republikaner*innen, Besiegte. Auf Grundlage von Zeitzeug*innenberichten und in erster Linie aus der Perspektive von Frauen schildert „Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“ die desaströsen Zuständen in den Gefängnissen, die Willkür, die Gewalt, Krankheiten. Der Roman erzählt aber auch von Zusammenhalt und Schwesternschaft, von kleinen Siegen und großer Treue, erzählt vom Leben der Guerillas in den Bergen und dem Leben der Zurückgebliebenen in der Stadt.
Es ist der mutige Kick einer Frau in die Weichteile eines bewaffneten Mannes während einer Demonstration im Libanon, der dieses Buch initiiert. Andrea Böhm nimmt uns mit auf eine historische Weltreise: Suffragetten in den USA, Luchadoras in Mexiko, Agoije in Benin. Sie folgt keiner Chronologie, sondern mäandert assoziativ entlang von Reiseerinnerungen und Recherchefunden sowie ihrer eigenen Biografie. So lesen wir innerhalb weniger Seiten von den schlagenden Weibern in den Bärengärten Londons im 18. Jahrhundert und den US-amerikanischen Toughman Contests in West Virginia in den 2000er Jahren. Fighting like a Woman ist abwechselnd historisches Sachbuch, weltpolitische Reportage, Reisebericht sowie biografischer Essay.
Wir nehmen als Buchhandlung am 9. März am 