Eugen Ruge: Cabo de Gata

Rowohlt Verlag 2013, 208 S., € 19,95, Rowohlt TB 2014, € 10,99

(Stand März 2021)

ruge-cabo-de-gata_danteperle_dante_connection-buchhandlung-berlin-kreuzbergEin erfolgloser Schriftsteller, 40 Jahre alt, gerade geschieden und vom Vater in seinen künsterischen Ambitionen nicht ernst genommen, bricht alle Zelte ab und gerät – mehr aus Zufall – in den abgelegenen andalusischen Ort Cabo de Gata. Hier versucht er – weiterhin erfolglos – einen Roman zu schreiben und lässt sich ansonsten treiben, solange das Geld reicht. Die Dorfbewohner sind äußerst wortkarg, und so verbringt er seine Zeit meist allein mit ausgedehnten Spaziergängen am Strand und der Beobachtung seiner neuen Umgebung. Was so ereignisarm klingt, wird von Ruge in diesem wohl teilweise autobiografischen Kleinod, eher eine Novelle als ein Roman, mit einer solchen Leichtigkeit, schlichten Poesie und leiser Selbstironie beschrieben, dass man als Leser gern bei ihm verweilt und nach der Lektüre dem eigenen hektischen Großstadtalltag vielleicht auch mehr Gelassenheit entgegenbringt. (Syme Sigmund)

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