Colin Barrett: Junge Wölfe

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser, Steidl 2016, € 20,-.

barrett_junge-woelfe_danteperle_dante_connection-buchhandlung-berlin-kreuzbergJimmy schreibt Liebeserklärungen mit Lippenstift auf umgekippte Autos, sein Freund Tug ist in der ganzen Stadt verschrieen, weil er immer mal austickt. Valentine ist Türsteher. Dympna vertickt Drogen, Arm ist dabei sein Mann fürs Grobe. Bat arbeitet an der Tankstelle, und Matteen verdient sein Geld im Quillinan’s – beim Poolspielen. Dort trifft man immer wen an der Bar. Wenn nicht dort, dann gibt es noch das Dockery’s, das Peacock, das Munroe’s und die Boatmen Tavern. Bars sind wichtig, Bars bzw. eher noch der Alkohol, mit dem sich so mancher Frust runterspülen lässt. Und Frust gibt es noch mehr als Bars, aber auch kleine Glücksmomente und große Gefühle. Ein beeindruckendes Debüt, das in mal rauhem, mal zartem Erzählton, mal mit überraschendem Witz oder atemberaubender Spannung das Porträt einer Kleinstadt im wirtschaftskrisengebeutelten Westen Irlands und vor allem ihrer eigenwilligen Bewohner zeichnet. Eine echte Empfehlung! (Jana Kühn)  Leseprobe

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