Philippa Pearce: Als die Uhr dreizehn schlug

Aus dem Englischen von Klaus Fritz, Aladin 2016, € 14,95, ab 8

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Was für ein Pech! Ausgerechnet in den großen Ferien erkrankt Toms Bruder an Masern, worauf er zu seiner Tante und seinem Onkel geschickt wird, die keine Kinder haben und in einer kleinen Wohnung in einem ehemaligen Herrenhaus leben. Es gibt keinen Garten dort, die zurückgezogene Besitzerin verlangt dazu absolute Ruhe. Aus Quarantänegründen darf Tom die Wohnung nicht verlassen, er schlägt die Zeit mit “prickelnden” Puzzlen und Kreuzworträtseln tot. Langweiligste Wochen stehen ihm bevor, schlimmer gehts nimmer für ein Kind, das raus möchte und toben will. Als er nachts nicht schlafen kann, hört er die alte Standuhr im Treppenhaus unglaubliche Dreizehn schlagen. Als er nachschaut, wie das sein kann, entdeckt er statt des Hinterhofs einen riesigen sonnigen Garten! Ein großes Abenteuer beginnt, als er Hatty, ein anderes einsames Kind kennenlernt, mit der er nun zu jeder dreizehnten Stunde  auf Entdeckungen geht. Der Garten, die Jahreszeiten und Hattys Alter verändern sich nicht chronologisch, was Tom, wenn er dann in “seiner” Zeit ist, sehr ins Grübeln über das Phänomen Zeit bringt. Philippa Pearces englischer Kinderklassiker von 1958 ist auch heute nicht nur eine spannende Geschichte, sondern regt zum Nachdenken und Sprechen über Raum, Zeit und Wirklichkeit an. (Stefanie Hetze)

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