Veranstaltungen

Donnerstag, 5. November

Wir laden herzlich ein zur Lesung mit Massimo Gezzi aus seinem Roman „Adriatica“.

Zwei Menschen, zwei Generationen, ein Ort – eine besondere Begegnung

Emilie und Tullio treffen zufällig an der Strandpromenade aufeinander. Zwei Generationen, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine wütende junge Frau voller Träume, die aufbegehrt gegen ihr Umfeld, und ein fast Siebzigjähriger, der sein ungelebtes Leben Revue passieren lässt. Doch ihre tiefe Einsamkeit verbindet sie. Ihre Begegnung findet in einer imaginären Stadt an der adriatischen Küste statt, die beispielhaft ist für das Lebensgefühl in der italienischen Provinz.

Lesung mit Massimo Gezzi
in deutscher und italienischer Sprache
wann? Donnerstag, 5. November um 20 Uhr
wo? in der Dante

©Ilaria-Passano
©Ilaria-Passano

Der Autor Massimo Gezzi (*1976) veröffentlichte mehrere Gedichtbände sowie den Erzählband „Le stelle vicine“. Er ist Gründer und Koordinator der literarischen Plattform Le parole e le cose. Gezzi lebt in Lugano, wo er Italienisch an einem Gymnasium unterrichtet. 2016 wurde ihm der Schweizer Literaturpreis verliehen. Der Roman „Adriatica“ ist sein erster Roman. Er ist im Oktober 2025 bei Gramma Feltrinelli erschienen und für den Literaturpreis Premio Strega 2026 nominiert.

Sonntag, 18.10.

LESUNG
Stefanie López
Das Veto-Prinzip in der Familie

Wir lieben unsere Kinder und verhalten uns trotzdem oft anders, als wir es uns vornehmen. Es fühlt sich an wie ein persönliches Scheitern und oft fehlen uns die Ideen, wie wir etwas ändern können.

Stefanie López verbindet in diesem Buch persönliche Einblicke in ihren eigenen Weg mit fundiertem Wissen und zeigt: Veränderung beginnt nicht im Kopf allein. Neues Verhalten muss erlebt und geübt werden. Denn gerade in stressigen Momenten greifen wir meist auf das zurück, was wir selbst gelernt und erlebt haben. Auf Grundlage des Veto-Prinzips zeigt sie, wie Eltern lernen können, sich selbst ernst zu nehmen, klar Nein zu sagen und gleichzeitig in Beziehung mit ihrem Kind zu bleiben.

wann? Sonntag, 18.10. um 15 Uhr
wo? in der O45
Eintritt frei.

Stefanie López ist Familienbegleiterin, Paarberaterin und Geschäftsführerin. Seit über zehn Jahren unterstützt sie Eltern, Familien und Paare dabei, gleichwürdige und nährende Beziehungen zu gestalten. Ausgebildet am Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung sowie geprägt durch traumasensible Ansätze, verbindet sie fundiertes Fachwissen mit persönlicher Erfahrung als Mutter von zwei Kindern.

Freitag & Samstag, 16./17. Oktober

BOOKTALK & WORKSHOP
Alexandra Klobouk
We are family

Kinder zu bekommen, ist für ein Paar das Abenteuer seines Lebens. Für die Geburt gibt es einen Geburtsvorbereitungskurs – aber niemand bereitet zukünftige Eltern darauf vor, was sie erwartet, wenn sie vom Paar zur Familie werden.

Alexandra Klobouks charmant illustrierter, kluger Elternratgeber hilft, bestens gewappnet in die herausfordernde Transformation zu starten, wenn aus einem Paar eine Familie wird. „We are family“ ist der Crashkurs für gleichberechtigte Elternschaft, der alle Herausforderungen im Leben junger Familien behandelt und Antworten auf die großen Fragen bietet.

BOOKTALK
Lasst uns ins Gespräch kommen über die Herausforderungen und noch wichtiger – die vielen Lösungen für ElternPaare.
Wann? Freitag, 16.10. um 20 Uhr
Wo? in der O45

KOSTENLOSER WORKSHOP
Fastforward Crashkurs – das Wichtigste, was das Leben als Paar und Familie einfacher macht, kompakt in 3 Stunden. Für Schwangere, Paare & sonstige Eltern.
Der Workshop  ist kostenlos, meldet euch schnell verbindlich an! Mail@alexandraklobouk.com
Wann? Samstag, 17.10. 10-13 Uhr
Wo? in der O45

Alexandra Klobouk ist Illustratorin, Künstlerin und Autorin. In ihrer Arbeit verbindet sie visuelles Storytelling, Journalismus und interkulturelle Kommunikation. Sie zeichnet für namhafte Medien wie ZEITMagazin, SZ-Magazin, Merian u.v.m. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin und hat in den vergangenen Jahren viele der Inhalte ihres Buches selbst getestet.

Sonntag, 27. September 2026

Žemaitė (1845-1921) wurde in eine polnischsprachige kleinadlige Familie in der westlitauischen Zemaitija geboren (nach der sie ihren Kunstnamen wählte) und fühlte sich zeitlebens dem einfachen Landleben nahe. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie einen Litauer, einen ehemaligen Leibeigenen. Mit fast 50 Jahren begann sie auf Litauisch zu schreiben: Geschichten über meist bäuerliche Frauenschicksale. Das Kopftuch nahm sie aus Solidarität mit der Landbevölkerung nie ab: Es wurde zum ikonischen Signum ihrer Erscheinung. Über soziale Verhältnisse und politische Umbrüche hinweg setzte sie sich für die Verbesserung der Lage der Frauen und eine Modernisierung der Gesellschaft ein. Ihre Prosa ebenso wie ihre erstaunliche Autobiographie verfasste sie in mündlichem Ton, auf Litauisch mit zemaitischem Gepräge und polnischen, weißrussischen, russischen, jiddischen und deutschen Einflüssen.

Das Salon-Team: Gastgeberin Dunja Funke, Buchhändlerin Stefanie Hetze und die musizierenden Schauspieler:innen Mariel Jana Supka und Olaf Helbing – begleitet die Gäste. Für Bücher sorgt die Dante, für Getränke und Imbiss das Obermaier.

Wann? Sonntag, 27.9. um 12 Uhr
Wo? Obermaier Restaurant – Salon
Erkelenzdamm 17 – 10999 Berlin

Eintritt 10 Euro
Reservierung
info@obermaier-kreuzberg.de
info@danteconnection.de

Donnerstag, 10. September 2026

Giuseppina Rigatoni ist Mitte fünfzig, unterrichtet Regie an der Filmuniversität und hofft darauf, endlich selbst wieder einen Kinofilm drehen zu können. Das damit einhergehende Umgarnen von Funktionär*innen und Filmstars, die sie gewinnen muss, damit ihr Filmprojekt realisiert wird, löst zunehmend Widerstände in ihr aus. Nichtsdestotrotz fliegt sie nach London, Paris und Venedig und lächelt auf Filmpartys gegen ihren inneren Impostor-Chor an.
Der plötzliche Tod ihres Vaters, der als einer der ersten so genannten Gastarbeiter nach Deutschland gekommen war, konfrontiert sie nach Jahren der Verdrängung mit ihrer Familien geschichte. Ohne die Sprache zu können, kämpft sie in seinem süditalienischen Bergdorf mit der Bürokratie, während sie weiter hin versucht, ihren Film auf die Beine zu stellen. Zum Glück ist Anouk an ihrer Seite, die Liebe ihres Lebens und ihr Zuhause. Nur warum trifft Anouk sich ständig mit dieser Melanie?

Angelina Maccarones Romandebüt beeindruckt mit seiner leichten und klaren Erzählstimme und dem lakonischen Humor ihrer krisengeschüttelten Heldin Giuseppina, die sich einem Familiengeheimnis stellt und zugleich Einblicke in die vermeintlich so glamouröse Filmwelt gewährt.

wann? Donnerstag, 10.9 um 20 Uhr

wo? in der Dante

Soli-Eintritt 8/10/15 Euro

Angelina Maccarone schrieb Songtexte für Udo Lindenberg und andere, bevor sie sich einen Namen als Drehbuchautorin und Regisseurin machte.
Ihre Filme gewannen diverse Auszeichnungen. Sie schrieb und inszenierte drei „Tatorte“ und einen „Polizeiruf“. Ihr Dokumentarfilm „The Look“ über Charlotte Rampling war 2012 für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Mit Hape Kerkeling und Angelo Colagrossi entstand der Film und das Buch „Ein Mann, ein Fjord“ und mit Carolin Emcke produzierte sie die Social Spot Kampagne „Tolerant? Sind wir selber“. Von 2014 bis 2025 war Angelina Maccarone Professorin für Regie an der Filmuniversität Babelsberg.
„Wer nicht kotzen muss, wird Astronaut*in“ ist ihr Romandebüt.

Samstag, 27. Juni

Herzliche Einladung zu einer poetisch-illustrativen Reise nach Brasilien!

Heute bin ich ein Horizont / Hoje sou um horizonte
Illustrierte Lyrik aus Brasilien
Lesung mit kleiner Illustrations-Ausstellung
Mit Leonardo Tonus & Lilli-Hannah Hoepner & special guests
Moderation: Martin Pflanzer
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wann? Samstag, 27. Juni 2026 um 19:00 Uhr
wo? Projektraum O45
Soli-Eintritt 8/10/15 Euro
Reservierung möglich per Mail an anmeldung@danteconnection.de
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Herausgeber Leonardo Tonus, Übersetzerin Lilli-Hannah Hoepner und Verleger Martin Pflanzer präsentieren die frisch erschienene Lyrik-Anthologie »Heute bin ich ein Horizont / Hoje sou um horizonte«. Gelesen werden Gedichte von elf brasilianischen Autor*innen, deren Lyrik erstmalig ins Deutsche übersetzt wurde. Begleitet wird die Lesung von Video-Rezitationen der Dichter*innen und Original-Illustrationen aus dem Buch in einer kleinen Ausstellung. Lesung und Moderation sind auf Deutsch mit einigen brasilianisch-portugiesischen Passagen.

Dienstag, 23. Juni

Werkstattgespräche #1
mit Lene Albrecht und Laura Lichtblau

Neben unseren Autor*innenlesungen wollen wir in der Dante ein neues Format starten, mit dem wir den Raum hinter dem Buch genauer in Augenschein nehmen. Den Auftakt zu dieser Reihe von Werkstattgesprächen machen wir mit den beiden Autorinnen Lene Albrecht und Laura Lichtblau. Beide thematisieren in ihren letzten Büchern Aspekte ihrer Familiengeschichten und schreiben gleichzeitig über einen konkreten Zeitraum deutscher Geschichte. Laura Lichtblau beschäftigt sich in ihrem Buch Sund mit der Rolle ihres Urgroßvaters im Nationalsozialismus, während Lene Albrechts Roman Weiße Flecken die familiäre Verflechtung mit der Kolonialgeschichte Togos in den Blick nimmt. Durch die Perspektive der eigenen Familiengeschichte ist eine distanzierte Recherche nach nüchtern wissenschaftlichen Kriterien kaum möglich und literarisch vermutlich nicht gewünscht. Wiederum gehören Generationenromane und Familiengeschichten  zu den gefragtesten Formaten im Buchhandel.

Am Anfang einer Geschichte steht oft eine Recherche, die je nach Inhalt, je nach Autor*in ganz unterschiedliche Wege nimmt. Über diesen Findungsprozess tauschen wir uns im Werkstattgespräch #1 aus mit Lene Albrecht & Laura Lichtblau.

Wann? Dienstag, 23. Juni, 20 Uhr
Wo? in der Dante
Eintritt/Spende 6 Euro

Mittwoch, 10. Juni

RECHERCHEWORKSHOP für AUTOR*INNEN
mit Lene Albrecht und Laura Lichtblau

Oft gibt es einen Impuls oder Ausgangspunkt, dann aber verliert man sich in einer (aufgeschobenen) Recherche – oder lässt sich von einer fiesen Schwellenangst ganz abhalten. In einem Auftaktworkshop stellen die beiden Autorinnen verschiedene Methoden vor, z.B. Archivarbeit, partizipative Recherche oder „Machen als Recherche“. Im Anschluss steht die eigene Idee im Mittelpunkt. Jede Woche werden kurze Prompts als Einladung versendet, sie mit unterschiedlichen Mitteln weiterzuentwickeln. Über die Ergebnisse wird am zweiten Termin ausgetauscht. Welche Spuren sind hier bereits angelegt und welche lohnt es weiter zu entwickeln.

Kompaktworkshops I und II
wann? am 10.06. und 01.07. jeweils 18-21 Uhr
wo? in der O45

Anmeldung bis spätestens 07. Juni und weitere Infos hier: recherchesommer@gmail.com
Kosten pro Teilnehmer*in 195 Euro (inkl. beider Workshops, Impulsen zwischen den Terminen und einer Lesung)

Samstag, 13.6.

BUCHPREMIERE & APERITIF

Die Dante lädt herzlich ein zur Buchpremierenfeier von Insel der Hundertjährigen mit seiner Autorin Geraldine Voss!

Warum Sardinien so glücklich macht oder das Geheimnis eines langen Lebens – so lautet der Untertitel des Buches, das die vielen Facetten des sardischen Lebens erkundet: gutes Essen, viel Bewegung, unberührte Natur und starke soziale Bindungen. Das Buch lädt ein zu einer inspirierenden Reise über die einzigartige Mittelmeerinsel, auf der Tradition, Gemeinschaft und modernes Lebensgefühl harmonisch zusammenkommen. Ein liebevoller Appell, das Beste der mediterranen Lebenskunst in den eigenen Alltag zu integrieren.

Wir feiern die Veröffentlichung zusammen mit Autorin Geraldine Voss und einem kleinen Aperitif nebst sardischen Snacks.

wann? Samstag, 13. Juni ab 18 Uhr
wo? in der Dante

Eintritt ist frei.

Geraldine Voss hat lange als Filmproduzentin gearbeitet, bevor sie ihre zweite große Leidenschaft zum Beruf gemacht hat: das Reisen. Sie schreibt über Reisen und Nachhaltigkeit – und meistens über nachhaltiges Reisen. Sardinien hatte es ihr schon bei ihrer ersten Reise vor zwanzig Jahren angetan. Seitdem kehrte sie immer wieder zurück.

Sonntag, 31. Mai

Literarische Matinee im Obermaier-Salon

Catherine Guérard Renata wasweißich

Lesung & Gespräch mit Übersetzerin Olga
Radetzkaja und Lektor Sebastian Guggolz

»Schrill wie ein Schrei in der Nacht, ergreifend
wie ein Abschied, ein innerer und wandernder
Monolog« (Jérôme Garcin)

Catherine Guérands Roman, 1967 erstmals erschienen, ist ein waghalsiges Kunststück über den gesellschaftlichen Preis der Unabhängigkeit. Und eine tiefgründige und notwendige Reflektion über die Absurdität unserer Gesellschaften, der Gesetze, des Geldes, der Arbeit und des Konsums. »Renata wasweißich«: Wiederentdeckt von Sebastian Guggolz und neu übersetzt von Olga Radetzkaja.

Das Salon-Team: Gastgeberin Dunja Funke, Buchhändlerin Stefanie Hetze und die musizierenden Schauspieler:innen Mariel Jana Supka und Olaf Helbing – begleitet die Gäste. Für Bücher sorgt die Dante, für Getränke und Imbiss das Obermaier.

Wann? Sonntag, 31. Mai 2026, 12 Uhr
Wo? Obermaier Restaurant – Salon
Erkelenzdamm 17 – 10999 Berlin

Eintritt 10 Euro
Reservierung
info@obermaier-kreuzberg.de
info@danteconnection.de