Miro Poferl: Das große Buch der Namen

Carlsen 2026, 64 Seiten, 15 Euro
ab 8

Die Nachnamen Müller, Lange und Heinrich zählen zu den wohl häufigsten in Deutschland. Aber wie wieso heißen eigentlich so viele Familien so? Ausgehend vom frühen Mittelalter erfahren Kinder, dass die Menschen in dieser Zeit immer mehr wurden und bei gleichen Vornamen dennoch unterscheidbar bleiben mussten. Hans, der ein Müller war, wurde deshalb Hans Müller. Den großgewachsenen Hans nannte man Hans, der Lange. Und Hans, den Sohn von Heinrich, riefen alle Hans Heinrich. Einen Müller gab es in fast jedem Ort, Großgewachsene gab es immer schon viele, und Heinrich war als Vorname mindestens so häufig wie Hans. Das erklärt, warum diese Familiennamen so häufig existieren. Außerdem blickt Miro Poferl thematisch in unsere Gegenwart sowie in andere Sprachen. Miro Poferl gliedert das großformatige Sachbuch anschaulich in kurze und übersichtlichte Texte, zugängliche Infografiken sowie humorvolle Illustrationen. Kinder mit sicheren Lesekompetenzen manövrieren bestens allein durch die Seiten. Es bietet sich aber ebenso an, mit der ganzen Familie zu schmökern. Nach der interessanten wie lehrreichen Lektüre schauen Kinder sicherlich genauer auf die Namen ihrer Mitmenschen. (Jana Kühn)

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