Samstag, 25. April

Wir laden herzlich ein zur Lesung aus dem Roman „Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“ (w_orten & meer) von Dulce Chacón. Der historische Roman, der 2025 mit dem Literaturpreis „Christine“ der BücherFrauen ausgezeichnet wurde, wird von seiner Übersetzerin Friederike Hofert vorgestellt.

Spanien, 1939, der Bürgerkrieg ist gerade vorbei, die Protagonist*innen des Romans sind vornehmlich Republikaner*innen, Besiegte. Auf Grundlage von Zeitzeug*innenberichten und in erster Linie aus der Perspektive von Frauen schildert „Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“ die desaströsen Zuständen in den Gefängnissen, die Willkür, die Gewalt, Krankheiten. Der Roman erzählt aber auch von Zusammenhalt und Schwesternschaft, von kleinen Siegen und großer Treue, erzählt vom Leben der Guerillas in den Bergen und dem Leben der Zurückgebliebenen in der Stadt.

Es moderiert Lea Hübner.

wann? Samstag, 25. April 20Uhr
wo? in der Dante

Eine Veranstaltung im Rahmen der Feministischen Buchwoche und in Kooperation mit BücherFrauen e. V. – Women in Publishing.

 

 

Dulce Chacón kommt aus einer aristokratischen rechts-konservativen Familie. In ihrem Aufwachsen hat sie nach eigener Aussage nur die Geschichte der Sieg*erinnen des Spanischen Bürger*innenkriegs und der Zeit danach gehört, war aber überzeugt davon, dass es auch andere Geschichten geben müsse. Sie wurde zu einer Vorkämpferin für die Rechte der Opfer der Franco-Diktatur. Sie hat fünf Romane und fünf Gedichtsammlungen veröffentlicht. Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte wurde 2002 mit dem wichtigen Azorínpreis für den besten spanischen Roman ausgezeichnet und 2011 von Benito Zambrano verfilmt. Dulce Chacón starb 2003 an Krebs.

Friederike Hofert übersetzt aus dem Englischen und Spanischen, forscht zum Zusammenhang von Macht und Literaturkontakt und arbeitet mit jeder Übersetzung daran, diesen zu untergraben.