… per chi ha lottato e lotta per la libertà

Micol Cossali, Giulia Mirandola, Mara Rossi e Novella Volani. Illustrazioni di Michela Nanut: Libere e Sovrane. Le donne che hanno fatto la Costituzione. Settenove, pp. 56, dai 9 anni, € 20,-

Libere_e_sovrane_Dante_Connection_DanteperleIn un tripudio di colori vivaci e fantasie, alcune signore dalle varie acconciature ci osservano dalla copertina di questo libro. Sono partigiane, contadine, insegnanti, operaie. Portano nomi comuni: Teresa, Bianca, Angelina, Adele… La lista arriva a 21 nomi, si tratta delle donne che hanno fatto la costituzione italiana, le prime deputate a partecipare attivamente alle decisioni politiche di un paese devastato da tanti anni di dittatura e di guerra. Vengono ricordate come “Madri costituenti”, eppure sono in pochi a conoscere i loro nomi, le loro storie, il loro valore fondamentale. Forse perché le ventuno signore affiancavano cinquecentocinquantasei uomini, a loro volta eletti all’Assemblea costituente il 2 giugno 1946. Nelle pagine di questo libro dai disegni variopinti troviamo dati importanti, racconti da scoprire e tenere a mente, figure vivide e forti, pronte a guidare grandi e piccine attraverso un viaggio alla scoperta della consapevolezza di genere. (Giulia Silvestri)

L’ordino!

… per sognare desti

Tuono Pettinato, illustrazioni di Martina Sarritzu: Vacanze in scatola. Canicola Edizioni 2020, pp. 48, dagli 8 anni, Originalpreis € 24,00

9788899524449Questa storia che parla di immaginazione è dedicata a Gianni Rodari, indimenticabile autore di libri per l’infanzia, in occasione dei cento anni dalla sua nascita.
Nuvolario è in partenza per le vacanze estive con i suoi genitori. Finalmente! Dopo un anno di fatica a lavoro e a scuola, la scatola mobile (una 126 rossa) è pronta a trasportare la famiglia Bugatti verso l’agognata spiaggia. I tre sfrecciano con gioia verso sud, pregustandosi piadine e visite alle antiche rovine, quand’ecco che… il traffico non scorre più. Sono rimasti imbottigliati! “Imbottigliati” è la parola che fa partire la mente di Nuvolario: lui pensa subito alle bottiglie del nonno, piene di navi e altre meraviglie che non si sa nemmeno come abbiano fatto a entrarci. Così le automobili fuori intorno diventano tante bottiglie piene di incredibili avventure.
Con disegni coloratissimi e una storia che si srotola veloce come un tappeto volante, la vicenda di questa famiglia strampalata e del bambino dalla faccia stupefatta che guarda il mondo dal finestrino incuriosisce e conquista già dalla copertina. Facciamoci trasportare in questo mondo fantastico! (Giulia Silvestri)

L’ordino!

… per avventurieri dell’esistenza

Patrizia Cavalli: Vita meravigliosa. Einaudi 2020, pp. 128, € 15,-

Cavalli_Patrizia_Vita_meravigliosa_Dante_ConnectionPatrizia Cavalli come Elsa Morante, Patrizia Cavalli come Sandro Penna. Come i suoi maestri, ampiamente omaggiati in questa raccolta di poesie, Patrizia Cavalli conferma di possedere il piglio sapiente dei grandi autori. In versi magistralmente costruiti, aspri, languidi, ambivalenti, la poeta (“perché poetessa fa ridere, dai”) italiana per eccellenza, la prima tra i poeti ancora in vita, riesce ancora una volta a rassicurarci e spiazzarci. Sembra di leggere di cose da niente, banalità quotidiane, invece poi ci si accorge di star leggendo della vita e della sua altra metà – la morte. Indissolubili come le conosciamo, le immaginiamo e talvolta dimentichiamo, entrambe affrontate con saggezza, a tratti scherzando. Non è un’impresa facile descrivere la bellezza e la speranza che i versi raccolti in questo libretto riescono a infondere: non ci resta che leggerli, rileggerli, interrogarsi, meravigliarsi. (Giulia Silvestri)

L’ordino!

…für Fans von Sprache und Geschichten

Stefano Massini: Das Buch der fehlenden Wörter. Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki, mit Illustrationen von Magda Wei, Hanser Verlag 2020, 256 S., € 26,-

Massini_Stefano_Das_Buch_der_fehlenden_Wörter_Danteperle_Dante_ConnectionWir alle kennen Stimmungen, die wir nicht näher beschreiben können. Auch für Stefano Massini war der Auslöser für sein Kompendium ausgedachter Wörter eine unartikulierbare Gefühlskrise, aus der er erst herausfand, als er sich neue Begriffe dafür ausdachte. Damit ward die Idee für diese außergewöhnliche Wörter- und Geschichtensammlung geboren. Massini schuf fantastische Worte, indem er sich von historischen Ereignissen und Persönlichkeiten wie Dorothy Parker, Rosa Parks oder der Shackletonexpedition, aber auch von literarischen Figuren wie Swifts Gulliver inspirieren ließ. Er erfand Begrifflichkeiten wie die „Parksiade“, „Dottienz“, „questisch“ oder die „Gulliverose“. Was es mit ihnen auf sich hat, erzählt er höchst abwechslungsreich wie in einem Füllhorn, das zudem fantasievoll illustriert ist.
Eine vergnügliche Anregung, selbst kreativ zu werden und sich eigene Wortschöpfungen auszudenken, die vielleicht in unser aller Sprachgebrauch übergehen werden wie die Silhouette oder die Hortensie! Denn „Sprache ist eine lavaartige Materie, in ständiger Bewegung.“ (Stefanie Hetze)

Das bestelle ich!

Nanni Balestrini: Der Verleger

Aus dem Italienischen von Christel Fröhlich und Andreas Löhrer, Assoziation A 2020, 152 S., € 18,- (L‘ editore, DeriveApprodi 2005, ca. € 20,50)

Verleger_Einband_5.inddGiangiacomo Feltrinelli, der berühmte Verleger, ist tot. Im Jahr 1972 wird sein lebloser Körper unter einem Hochspannungsmast in der Nähe von Mailand gefunden. Dieses viel diskutierte Ereignis wurde nie aufgeklärt.
Fast zwanzig Jahre später trafen sich ein Regisseur, eine Journalistin, ein Buchhändler und ein Universitätsprofessor, die Feltrinelli persönlich gekannt hatten, um mittels eines Drehbuchs über seine Geschichte zu sprechen. Es entstand kein Film,  dennoch wurde nach und nach immer klarer, wie sehr sein Todesfall einen Wendepunkt für die intellektuelle und linke Szene Italiens darstellte.
Als Nanni Balestrini letztes Jahr starb, las ich unzählige Würdigungen. Ich hatte noch kein ganzes Buch von ihm gelesen, war allerdings berührt und wollte unbedingt mehr über diesen Schriftsteller wissen. Dann wurde mir dieses Buch geschenkt: Durch verschiedene Erzählregister schildert Balestrini eine der faszinierenden Figuren des 20. Jahrhunderts, die aufgeheizte Atmosphäre und die sozialen Kämpfe der Jahre nach 1968. Nach ein paar Sätzen nur war ich schon in seine wilde, mutige, präzise Erzählstimme verliebt. (Giulia Silvestri) Vorwort zur Neuausgabe

Das bestelle ich!

Weihnachten 2020

IMG_9830Auch in diesem Jahr kommt der 24. Dezember und sind Bücher wunderbare Geschenke – so wie immer. Ansonsten ist in Pandemiezeiten vieles anders. Auch in der Dante Connection.

Zeitfenster – in aller Ruhe 

Dieses Jahr erweitern wir unser Angebot um wie im Museum buchbare Zeitfenster, um Sie wie gewohnt in aller Ausführlichkeit, persönlich und individuell beraten zu können. Vereinbaren Sie halbstündige Exklusivzeiten außerhalb unserer Öffnungszeiten, morgens und abends für Sie selbst und maximal 4 weitere Menschen aus Ihrem Umfeld.

Diese Zeitfenster vergeben wir gerne und ausschließlich telefonisch.

 

Verpackungsservice

Ihre gekauften Bücher können Sie am nächsten Tag liebevoll eingepackt bei uns abholen.

Stöbern

Rund um die Uhr können Sie Bücher hier auf unserer Website entdecken. Hier finden Sie tolle Empfehlungen für Groß und Klein, unsere Danteperlen und besonders zum Verschenken geeignet, unsere Weihnachtsperlen (demnächst online). Und für alle, die Italienisch lesen, neue Stelle di Natale. Sie können all diese Bücher direkt auf unserer Website bestellen oder per Mail oder Telefon.

Da diesen Herbst alles etwas anders ist, planen Sie einfach etwas früher. So können Sie entspannt Weihnachten entgegensehen.

Wir unterstützen Sie dabei sehr gerne.

Ihre Dantedamen

Stefanie Hetze, Franziska Kramer, Jana Kühn, Syme Sigmund, Giulia Silvestri

Telefon: 030 – 615 7658
Mail: info@danteconnection.de

Pier Paolo Pasolini: Der Zorn

Aus dem Italienischen von Anna Giannessi und Jo Frank, Illustrationen von Guglielmo Manenti, mit einem Nachwort von Ricardo Domeneck, Verlagshaus Berlin 2020, 132 S., € 24,90

Pasolini_Pier_Paolo_Der_Zorn_Danteperle_Dante_ConnectionDer Dokumentarfilm La Rabbia erschien 1963. In Form eines poetischen Essays kommentiert Pasolini mehrere Ereignisse der Zeit, die im Film mit Ausschnitten aus internationalen Wochenschauen gezeigt werden: den Kolonialismus, den Weg Algeriens zur Unabhängigkeit, die Krönung von Elizabeth II, die Wahlen verschiedener Päpste, den Tod von Marilyn Monroe, die Revolutionen in Ungarn und in Kuba, die Entwicklung der Konsumgesellschaft im westlichen Teil der Welt. Starke Gefühle wie Entfremdung, Unmut und Angst spiegeln sich in seinen kommentierenden Ausführungen.
Pasolinis poetischen Kommentare, die in dieser 2-sprachigen Ausgabe nachzulesen sind, haben immer noch eine unbestreitbare Kraft: Seine Wörter, die damals zu einem Skandal führten, bilden den Stoff für tiefgehendes Nachdenken über die Menschheit, Gesellschaft, Politik und Geschichte. Dieses elegante Büchlein, von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet als eines der schönsten deutschen Bücher, ist der perfekte Begleiter für alle Leser*innen, die Pasolini wieder- oder neu entdecken möchten. Überall kann man über die Bedeutung der Texte eines der wichtigsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts nachdenken und ungemein viel daraus ziehen. (Giulia Silvestri) Blick ins Buch

Das bestelle ich!

Marta Barone: Città sommersa

Bompiani 2020, 296 S., € 24,-

Barone città sommersa_Danteperle_Dante_Connection Buchhandlung Berlin KreuzbergIn ihrem „zweiten Debüt“, das zweite, da sie schon drei großartige Kinderbücher veröffentlich hat, findet Marta ihren Vater wieder. Leonardo Barone ist 2011 gestorben und seine Tochter hat das Gefühl, ihn nie richtig gekannt zu haben. Als Vater war er kalt und distanziert, viele Ereignisse seines Lebens wurden ihr nie erzählt. Eines Tages findet Marta einige Dokumente, die auf einen Prozess hinweisen. Die Reise beginnt: Die Autorin geht zurück bis in die 70er Jahre, befasst sich mit den „anni di piombo“ (die Blei-Jahre), interviewt alte Bekannte in Rom, in Turin und langsam entsteht ein neues Bild. Barone hat einen eindringlichen, ergreifenden Bildungsroman geschrieben, der über die Vater-Tochter-Beziehung, über die Geschichte Italiens hinausgeht. In jedem Kapitel findet man feine Überlegungen der Autorin: Über die Entstehung des Buches selbst, über die Unterscheidung zwischen Werk und Autor, über die Diskrepanz zwischen Zeugnis und Wahrheit oder zwischen Literatur und Wirklichkeit. Eine echte Perle für Übersetzter*innen aus dem Italienischen! (Giulia Silvestri)

Das bestelle ich!

Nel suo „secondo debutto“, successivo alla pubblicazione di tre magnifici libri per bambini, Marta ritrova suo padre. Leonardo Barone è morto nel 2011 e sua figlia sente di non averlo mai conosciuto fino in fondo. È stato un padre distante e un po’ freddo, molti episodi della sua vita non le sono mai stati raccontati. All’improvviso Marta trova alcuni documenti, che la portano a scoprire l’esistenza di un processo per lotta armata. Il viaggio comincia: l’autrice risale agli anni 70, si interessa agli “anni di piombo”, intervista vecchie conoscenze del papà, a Roma, a Torino. Lentamente si forma un’immagine nuova. Barone ha scritto un romanzo di formazione intenso e commovente, spingendosi molto oltre il tema della relazione padre-figlia sullo scenario della storia italiana del Novecento. In ogni capitolo si trovano raffinate riflessioni: riguardo alla costruzione del libro stesso, alla distinzione fra opera e autore, alla discrepanza fra testimonianza e verità, fra letteratura e realtà. Una vera perla per traduttori dall’italiano! (Giulia Silvestri)

Lo ordino!

 

Sandra Petrignani: Die Freibeuterin

Das Leben der Natalia Ginzburg. Aus dem Italienischen von Stefanie Römer. btb Verlag 2020, 640 S., € 24,-(La corsara. Ritratto di Natalia Ginzburg. Neri Pozza 2018, € 26,50)

Petrignani FReibeuterin_Danteperle_Dante_Connection Buchhandlung Berlin KreuzbergDie Schriftstellerin Natalia Ginzburg ist die bedeutendste Minimalistin der italienischen Literatur. In ihren Romanen, Erzählungen und Texten ist jedes Wort mit Bedacht gesetzt, erbarmungslos, aber gleichzeitig mit viel Ironie enthüllt sie menschliche Schwächen, die Verstrickungen in Familien, die Abgründe zwischen Frau und Mann. Ihre Bücher sind moderne Klassiker der Weltliteratur, Inspiration gerade für Autorinnen weltweit.
Doch was ist das Material, aus dem sie schöpfte? Wer war diese italienische Schriftstellerin, Übersetzerin, Lektorin, Journalistin, Politikerin, Mutter? Die gerade ins Deutsche übersetzte Biografie „Die Freibeuterin“ von Sandra Petrignani taucht tief in Ginzburgs wechselvolles Leben ein. Sie spannt den Bogen von ihrer Kindheit als ein bisschen übersehene Tochter in einer bürgerlichen jüdischen Familie über ihre Ehe mit Leone Ginzburg, dem charismatischen Intellektuellen und Mitbegründers des Einaudi Verlags, der von den Nazis zu Tode gefoltert wurde, ihren schmerzhaften schwierigen Neuanfang nach dem Krieg, die Bedeutung als weiblicher Schriftsteller bis zur Anerkennung als eine der ganz Großen des italienischen Geistes- und Kulturlebens.
Mit ihrem faszinierend breit angelegten Verfahren, eine Fülle von Beschreibungen, Zitaten, Quellen, literarischen Verweisen, von Gesprächen mit lebenden Zeitzeug*innen, von Ortsbesichtigungen, Assoziationen und Fragen zu verweben, ist Sandra Petrignani ein beeindruckendes Porträt Natalia Ginzburgs gelungen und regt noch einmal mehr an, Ginzburg selbst zu lesen! (Stefanie Hetze) Leseprobe

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Raffaella Romagnolo: Bella Ciao

Aus dem Italienischen von Maja Pflug, Diogenes 2019, 528 S., € 24,- (Destino, Rizzoli 2018, € 26,-)

Romagnolo Bella Ciao_Danteperle_Dante_Connection Buchhandlung Berlin KreuzbergBorgo di Dentro, eine kleine Stadt des Piemont an der Grenze zu Ligurien. Man schreibt das Jahr 1900, Anita und Giulia sind 19, beste Freundinnen und arbeiten beide seit ihrer Kindheit in der Spinnerei. Giulia ist seit langem mit Pietro verlobt. Als sie diesen zusammen mit Anita überrascht, flieht sie allein über Genua nach New York. Was wie ein konventioneller Liebesroman beginnt, entwickelt sich zu einem packend geschriebenen und bestens recherchierten Panorama von 50 Jahren norditalienischer Geschichte, wobei das Schicksal der daheim gebliebenen dem der Auswanderer gegenübergestellt wird. Streiks, Ausbeutung, die Weltkriege, der Faschismus und die Partisanenkämpfe prägen mit all ihrer Brutalität das Leben von Anita, Pietro und ihrer Familie, während Giulia in Amerika zu Wohlstand gelangt. Raffaella Romagnolo gelingt das Kunststück, historische Fakten so lebendig zu schildern, so berührend und mitreißend, ohne dabei in Kitsch abzugleiten, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, um am Schluss wie aus einem guten Film daraus emporzutauchen. (Syme Sigmund) Leseprobe

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