Wir empfehlen diesen Monat …
Martin Graf: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Ein Popup-Buch zum Selberbasteln, Edition 8×8 2012, € 18,-
Lustiges Basteln und ein urkomisches Ergebnis voller Phantasie. Professor Lidenbrock und sein Neffen Axel reisen – frei nach Jules Verne – über Island zum Mittelpunkt der Erde. Natürlich trotzen sie dabei auch wilden Kreaturen und fahren durch den Vesuv.
Weitere Bilder unseres Bastelabenteuers unter http://www.facebook.com/media/set/?set=a.356869697662557.103155.125732397442956&type=1
Wir zeichnen Tiere – Kritzelbuch
Szilárd Rubin: Eine beinahe alltägliche Geschichte
Erri de Luca: Der Tag vor dem Glück
Neu als Taschenbuch, List 2012, 8,99 €
Aus dem Italienischen von Annette Kopetzky (Originaltitel: Il giorno prima della felicità , Feltrinelli 2009, 15,80 €)
Neapel, Anfang der 50er Jahre. Hier wächst ein Waisenjunge auf, versorgt von Don Gaetano. Dieser lehrt ihn Zuhören, Geduld, Selbstbeherrschung – das Leben zu meistern. Die Geschichten Don Gaetanos, erzählen von den “Tagen der Freiheit”, den vier Tagen von Neapel im September 1943, als die Bevölkerung der Stadt sich gegen die deutsche Besatzung auflehnte und es schaffte, diese noch vor Eintreffen der Amerikaner zu vertreiben. Und diese Tage dem Vergessen zu entreißen ist auch das eigentliche Anliegen Erri de Lucas, der hier seiner Heimatstadt, ihrer Spontaneität und ihrer unverwechselbaren Anarchie ein Denkmal setzt. Gewalt und Freiheit, Glück und Tod liegen nah beieinander. Neapel als mythischer Ort fundamentaler Erfahrungen. (sf)
Claude Lanzmann: Der patagonische Hase
NEU als Taschenbuch, Rowohlt 2012, 12,99 €
“Das Nacheinander meines Lebens ist aufgehoben, ich betrete die Spiralen der Chronologie auf tausenderlei Wegen.” Und tatsächlich mäandert Claude Lanzmann in seiner Autobiografie, lässt Lebensfäden fallen, um sie später geschickt wieder aufzunehmen. Als Leser “hört” man dem Text an, dass der Autor ihn diktierte, dass das geschriebene Wort dem schnellem Erzählen folgt. Dabei erfährt man Unerhörtes über das Who’s Who der europäischen Intelligenzija und Philosophie, des Politikgeschehens, der Film- und Theaterszene - die Wichtigen, die Bekannten, die immer schönen Frauen. Die bewegendsten Momente sind aber wohl die Berichte zu den Dreharbeiten von “Shoah”, dem Dokumentarmeisterwerk, das dem Autor Weltruhm bescherte. Ein solches Leben ist sich seines Wertes wohl bewusst, ist nicht frei von Eitelkeiten. Das macht nichts. (jk)
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