Almut Klotz: Fotzenfenderschweine

Verbrecher Verlag 2016, 144 S., € 19,00

klotz_fotzenfenderschweine_danteconnection_danteperleErst trafen sie einander jahrelang nicht, obwohl es Überschneidungen gegeben hätte. Dann sollte es auch nach dem Kennenlernen noch lange dauern, bis aus beiden ein Paar wurde, und was für eines: Almut Klotz und Reverend Christian Dabeler. Sie vormals Sängerin der Lassie Singers, Betreiberin des Labels Flittchen Records und bestens vernetzt in der Berliner Indie Szene; er Hamburger Organist, düsterer Einzelgänger und eher Szene-Außenseiter. Und was für eine Beziehung die beiden lebten, die das Streiten bis zum Exzess kultivierte! So entblößend offen die Details sind, so unsentimental ihr Erzählton auch daherkommt, rührt diese Geschichte doch umso mehr an. Das Leben, die Liebe – verrückt, oder wie kann ein Mann, der im ersten Annähern “nicht nur narkoleptisch, impotent und esoterisch, sondern wahrscheinlich auch noch Legastheniker oder Schlimmeres” war, die große Liebe werden? Almut Klotz erzählt diese Geschichte, die zum ganz großen Ding wurde, bevor sie ein viel zu frühes Ende fand. Fotzenfenderschweine blieb Fragment, Almut Klotz verstarb 2013 an Krebs. Sie hinterließ eine Art Biografie, die nun von Reverend Christian Dabeler und Aaron Klotz, dem Sohn der Autorin, unverändert und unvollendet herausgegeben wurde. (Jana Kühn)

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